Geoffrey R. Pyatt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Geoffrey R. Pyatt 2013

Geoffrey R. Pyatt (* 16. November 1963 in La Jolla, San Diego, Kalifornien[1]) ist ein US-amerikanischer Diplomat. Pyatt ist seit 2016 Botschafter der Vereinigten Staaten in Griechenland.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pyatt wuchs in La Jolla, einem wohlhabenden Stadtteil San Diegos auf. Er schloss 1985 sein Studium der Politikwissenschaft an der University of California, Irvine ab und studierte im Anschluss bis 1987 an der Yale University Internationale Beziehungen. Seit Ende der 1980er Jahre ist er im auswärtigen Dienst der USA beschäftigt. Von 1990 bis 1992 war er Wirtschaftsoffizier und Vizekonsul in Tegucigalpa, Honduras und wurde seitdem in verschiedenen Funktionen im auswärtigen Dienst der USA unter anderem in Pakistan, Indien und China eingesetzt.

Von Mai 2010 bis Juli 2013 war er Erster Stellvertretender Assistant Secretary of State im Büro für Süd- und Zentralasiatische Beziehungen. Seit dem 25. Juli 2013 [2] ist Pyatt, in Nachfolge von John F. Tefft, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Vereinigten Staaten in der Ukraine mit Sitz in der amerikanischen Botschaft in Kiew.

Geoffrey R. Pyatt und Victoria Nuland begrüßen den neu gewählten Präsident der Ukraine Petro Poroschenko vor seinem Treffen am 4. Juni 2014 in Warschau mit John Kerry.

Bekanntheit erhielt er auf Grund eines am 5. Februar 2014 geführten, abgehörten und auf YouTube veröffentlichten Gesprächs zwischen ihm und der Assistant Secretary of State Victoria Nuland, in dem es um Lösungsansätze zur Beilegung der Krise in Ukraine (Euromaidan) ging. Darin sagt Nuland „Weißt du, scheiß auf die EU“ („Fuck the EU“), woraufhin Pyatt erwidert: „Oh, genau, und ich denke wir müssen etwas machen …“ („Oh, exactly, and I think we've got to do something …“).[3]

Die Aktionen der prorussischen Milizen im beginnenden Ukrainekrieg bezeichnete Pyatt im April 2014 als Terrorismus[4], und Russland beschuldigte er im Juli 2014 die prorussischen Milizen in der Ostukraine zu unterstützen.[5]

Pyatt bezeichnete die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft im September 2015 als reformunwillig und unfähig, die interne Korruption zu bekämpfen.[6]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geoffrey R. Pyatt ist verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes.[7][8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geoffrey R. Pyatt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Birth Records; abgerufen am 17. Februar 2016 (englisch)
  2. GEOFFREY R. PYATT (1963–) auf history.state.gov; abgerufen am 17. Februar 2016
  3. Alan Cullison, Adam Entous: U.S. Blames Russia for Leaking Profane Call. In: Wall Street Journal, 6. Februar 2014 (englisch).
  4. Interview mit Pyatt auf VOA News vom 14. April 2014; abgerufen am 17. Februar 2016
  5. Boeing-777 wurde von einer aus dem von den Separatisten kontrollierten Gebiet abgefeuerten Rakete abgeschossen auf vesti.az vom 25 Juli 2014; abgerufen am 17. Februar 2016
  6. Staatsanwaltschaft ist nicht in der Lage die Korruption zu bekämpfen auf 112.ua vom 25. September 2015; abgerufen am 17. Februar 2016
  7. Kurzbiografie auf der Webpräsenz der Amerikanischen Botschaft in der Ukraine; abgerufen am 17. Februar 2016
  8. Welcome, Mr. Pyatt! in Day, Kiew vom 5. August 2013; abgerufen am 17. Februar 2016