Georg von Waldburg-Zeil (1867–1918)

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Fürst Georg von Waldburg zu Zeil und Trauchburg[1] (* 29. Mai 1867 auf Schloss Zeil; † 2. September 1918 bei Allaines im Kanton Péronne gefallen) war ein Standesherr der Königreiche Bayern und Württemberg. Er entstammte der Linie Zeil des alten oberschwäbischen Adelsgeschlechts der Truchsesse von Waldburg.

Leben[Bearbeiten]

Georg war der Sohn des Fürsten Wilhelm von Waldburg zu Zeil und Trauchburg (1835–1906) und der Fürstin Maria (1840–1885) und hatte noch fünf Geschwister. Georg besuchte zunächst das Gymnasium in Feldkirch, ehe er an den Universitäten in Leipzig und München studierte. Im Jahre 1893 wurde er Offiziersanwärter und machte eine Karriere in der Württembergischen Armee. Zuletzt stand er als Rittmeister à la suite der Armee.

Im Ersten Weltkrieg war Georg zunächst Führer der württembergischen 1. Landwehreskadron, mit der er im Oberelsass zum Einsatz kam. Am 30. August 1915 erhielt er in dieser Stellung den Charakter als Major und wurde am 27. September 1915 für seine Leistungen mit dem Ritterkreuz des Militärverdienstordens ausgezeichnet. Bereits vorher hatte er beide Klassen des Eisernen Kreuzes erhalten. Georg wurde dann Bataillonskommandeur im Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 126. Dort bekam er am 18. Februar 1918 das Patent zu seinem Dienstgrad und übernahm ein Bataillon im Füsilier-Regiment „Kaiser Franz Josef von Österreich, König von Ungarn“ (4. Württembergisches) Nr. 122 an der Westfront. Fürst Georg fiel kurz vor Kriegsende in einem Gefecht nördlich von Péronne.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Ehe und Nachkommen[Bearbeiten]

Am 8. Mai 1897 heirateten in Wien Fürst Georg und Marie Therese Altgräfin zu Salm-Reifferscheidt-Raitz (* 31. Oktober 1869 in Florenz; † 27. August 1930 in Oberau bei Wangen). Fürst Georg gehörte der römisch-katholischen Kirche an.

Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor:

Literatur[Bearbeiten]

  •  Frank Raberg: Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815–1933. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016604-2, S. 974.

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkung[Bearbeiten]

  1. Nachdem mit dem Tod des Fürsten Eberhard II. die Linie von Waldburg zu Zeil und Wurzach 1903 ausgestorben war, findet sich in der Literatur auch die Bezeichnung Fürst von Waldburg zu Zeil-Trauchburg und Wurzach. Der vollständige Taufname des späteren Fürsten lautete Erbgraf Maria Friedrich Georg Maximilian Wunibald Pius Petrus Canisius Reichserbtruchseß von Waldburg zu Zeil und Trauchburg