George von Hoeßlin

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George von Hoeßlin
George von Hoesslin: Steilküste am Golf von Genua, um 1890
George von Hoesslin: Villa Spinola, um 1895

Georg Karl Balthasar von Hoeßlin (* 20. März 1851 in Budapest; † 9. Februar 1923 in München) war ein deutscher Maler.

Ehrengrab der Stadt Augsburg für George von Hösslin, Sohn und Schwiegertochter

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg von Hösslin stammte aus einer Augsburger Patrizierfamilie. Georg, oft auch George genannt, wurde während einer Geschäftsreise seiner Eltern (Theodor von Hößlin und Emilie geb. Heinzelmann) in Budapest geboren. Er wuchs in den USA auf und wurde dort nach Willem seines Vaters zum Kaufmann ausgebildet.

1871 ging er nach München[1], um dort U. Strahuber Schüler der Kunstgewerbeschule München und der Akademie der Bildenden Künste[2] zu werden. Im Wesentlichen bildete er sich autodidaktisch weiter. Rom und Venedig waren seine bevorzugten Studienplätze.

Zeichnung in: Die Gartenlaube, 1985

1884 nahm er seinen festen Wohnsitz in München. Hier wurde er durch Wilhelm von Lindenschmit dem Jüngeren angeregt. Seine künstlerische Tätigkeit, die er selbst in drei Perioden einteilt, leitete er im Jahr 1876 mit den Bild "Verlassen" ein. Neben der Historie und Allegorien malte er naturalistische Landschaften, Porträts. Ein großer Teil seiner Arbeiten ging in englischen und amerikanischen Privatbesitz.

Er war Mitglied der Allgemeinen deutschen Kunstgenossenschaft.

Aus seiner Ehe mit Elisabeth Merck entstanden zwei Kinder: Sohn Heinrich Balthasar, der mit Emma von Hoesslin verheiratet war, und Tochter Margarethe, die 1911 Max Planck heiratete. Beigesetzt wurde er in ein Ehrengrab der Stadt Augsburg auf dem Westfriedhof.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1875: Verlassen. Römische Landschaft, ausgestellt in der Kunst- und Kunstgewerbe-Ausstellung im Glaspalast München
  • 1876: Cogoletto. Ebenfalls eine römische Landschaft
  • 1879: 1517 (Zeitalter der Reformation) erstes Figurenbild, vom amerikanischen Botschafter Andrew Dickson White gekauft
  • 1884: Adagio consolante.
  • 1884: Orgelfantasie.
  • Hauptwerk: Laokoon.

Weitere oft von Franz Hanfstaengl reproduzierte Werke, die durch Postkartendruck weltweit verbreitet wurden:

  • Pandora aus The Illustrated London News, Sept. 27, 1890. - 404
  • Fame Crowning Art aus The Illustrated London News, Nov. 8, 1890, - 588:
  • Villa Spinola u.a. veröffentlicht in Der Türmer Heft 11, August 1907, Doppelseite 600
  • Ein Weibeszauber u.a. veröffentlicht in Der Türmer Heft 11, August 1907, S. 617
  • Der junge Pan
  • Ein Luftschloss
  • Vision einer Weltkirche
  • Irrende Seele
  • Maria, Mutter der Liebe
  • Mariae Divinatio
  • Die Felsen der Medusa
  • Villa Pagana
  • Fascination
  • Die Weisheit
  • Pan

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das geistige Deutschland am Ende des 19. Jahrhunderts. Leipzig und Berlin 1898, S. 314.
  • Artur Dobsty: George von Hoeßlin. In: Der Türmer, Mai 1907, S. 279–286
  • George von Hoesslin. In: Die Kunst unserer Zeit. 21. Jahrgang, Lieferung 7, April 1910, Hanfstaengl, München 1910
  • George von Hoeßlin. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 17, E. A. Seemann, Leipzig 1924, S. 223–224.
  • Heidi C. Ebertshäuser: Malerei im 19. Jahrhundert. Münchner Schule. München 1979, S. 209.
  • Sonja von Baranow: Münchner Maler im 19. Jahrhundert (Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst). Bd. 2, S. 203–204 (u.a. mit Abb. der Signatur)
  • Hartmut von Hößlin: Hösslin. Daten aus 5 Jahrhunderten. Wißner, Augsburg 1997, ISBN 3-89639-087-2, S. 40–43.

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. Arthur Dobsty, Der Türmer, 1907, S. 279 ff.
  2. Eintrag in der Matrikeldatenbank: Georg Hoesslin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: George von Hoesslin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien