Gernot Wolfgruber

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Gernot Wolfgruber (Wien, O-Töne 2009)

Gernot Wolfgruber (* 20. Dezember 1944 in Gmünd, Niederösterreich) ist ein österreichischer Schriftsteller.

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Leben[Bearbeiten]

Gernot Wolfgruber absolvierte nach dem Besuch der Hauptschule eine Lehre; anschließend war er in wechselnden Berufen tätig, zuletzt als Programmierer. 1968 legte er seine Matura als Externer ab und studierte bis 1974 Publizistik und Politikwissenschaft an der Universität Wien. Seit 1975 lebt er als freier Schriftsteller in Wien.

Wolfgruber wurde bekannt durch seine autobiografischen Entwicklungsromane, die zugleich Anti-Heimatromane sind. In ihnen schildert der Autor auf bedrückende Weise die perspektivlose Existenz von Arbeitern und Angestellten in der österreichischen Provinz.

Gernot Wolfgruber war Mitglied der Grazer Autorenversammlung. Er erhielt 1975 den Preis der Theodor-Körner-Stiftung.

In der Grazer Literaturzeitschrift manuskripte veröffentlichte Wolfgruber im September 1997 einen langen Text mit dem Titel „Wie warten. Immer“ – versehen mit dem Hinweis, dass es sich um einen Ausschnitt „aus einem Roman in Arbeit“ handle. 1998 veröffentlichte Wolfgruber in der zweiten Nummer der Wiener Literaturzeitschrift Kolik den Text „Mit weit weggestreckter Hand“, der ebenfalls als Ausschnitt „aus einem in Arbeit befindlichen Roman“ gekennzeichnet ist.

„Man kann schreiben, ohne zu publizieren. […] Vom Schreiben kann in Österreich niemand leben.“ (Gernot Wolfgruber, 2004)

Werke[Bearbeiten]

  • Auf freiem Fuß, Salzburg 1975; Neuauflage 2009
  • Herrenjahre, Salzburg 1976 (1983 verfilmt von Axel Corti, dafür erhielten Corti und Wolfgruber 1985 den Sonderpreis des Kultusministers von Nordrhein-Westfalen beim Adolf-Grimme-Preis)
  • Der Jagdgast, Salzburg [u. a.] 1978
  • Niemandsland, Salzburg [u. a.] 1978 (1981 verfilmt von Dieter Berner)
  • Ankunftsversuch, Pfaffenweiler 1979 (zusammen mit Christine Lichthardt)
  • Verlauf eines Sommers, Salzburg [u. a.] 1981
  • Wiener Schnitzel oder High noon, Baden 1981 (zusammen mit Helmut Zenker)
  • Die Nähe der Sonne, Residenz-Verlag, Wien, Salzburg 1985; dtv Taschenbuch 1991

Literatur[Bearbeiten]

  • Cegienas de Groot: Arme Menschen, Hildesheim [u. a.] 1988.
  • Sylvia Szely: Heimat, Bilder, Wien 1998.
  • Benedikt Viertelhaus: Ankunftsversuche. Gernot Wolfgrubers Romane sind mehr als Literatur der Arbeitswelt In: Kritische Ausgabe. Nr. 21 ISSN 1617–1357, Bonn 2012.

Weblinks[Bearbeiten]