Geroldstein

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50.10757.9386111111111208Koordinaten: 50° 6′ 27″ N, 7° 56′ 19″ O

Geroldstein
Gemeinde Heidenrod
Höhe: 208 m
Einwohner: 91 (14. Nov. 2012)[1]
Eingemeindung: 1843
Eingemeindet nach: Dickschied-Geroldstein
Postleitzahl: 65321
Vorwahl: 06775
Geroldstein (Hessen)
Geroldstein

Lage von Geroldstein in Hessen

Geroldstein ist ein Dorf im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen, das zur Gemeinde Heidenrod gehört. Geroldstein liegt an der Wisper und hat 102 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort hat im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Namen geändert. Auf Urkunden wird er sowohl als Girstein, Geritstein, Geroltsein, Gernstein und auch Gerhardtstein bezeichnet. Vermutlich stammt der Name von einem um 1170 lebenden Ritter Gerhardt aus dem Geschlecht der Grafen von Katzenelnbogen der die untere Burg errichten ließ. Dieser nannte sich fortan "von Gerhardtstein" und dessen Nachfolger Philipp baute dann 1386 oberhalb der Stammburg die größere obere Burganlage.

Hauptartikel: Burg Geroldstein
Hauptartikel: Burg Haneck

1843 erfolgte ein Zusammenschluss von Dickschied und Geroldstein zur Gemeinde Dickschied-Geroldstein. Für das Jahr 1846 ist als gemeinsamer Schultheiß Johann Philipp Dönges genannt.[2]

Eine Kirche wurde erst im Jahr 1899 errichtet.

Als Dickschied-Geroldstein am 31. Dezember 1971 im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen in der Gemeinde Heidenrod aufging, wurde für jeden der beiden Ortsteile Dickschied und Geroldstein ein eigener Ortsbezirk mit Ortsbeirat errichtet. Der Ortsbezirk von Geroldstein beschränkt sich auf die Flur 8 der Gemarkung Dickschied-Geroldstein und auf die im Tal liegenden Feldgrundstücke der Flur 9.[3]

Historische Ortsnamen[Bearbeiten]

Gerhartstein, (um 1200); Gerhardesstein, (1262); Gerartstein, (1321); Gerstein, (um 1585); Gierstein, (1626); Gerolstein, (1629) [4]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Neben der Landwirtschaft betrieben im Mittelalter die Leute aus Geroldstein bedingt durch den nahen Wald und den Bachlauf sowohl Forstwirtschaft als auch Mühlen und Fischzucht. Ab 1590 ist auch der Betrieb von Waldschmieden und Eisenschmelzen bekannt, was durch die Holzkohlegewinnung durch Köhler bedingt war. Bis 1900 wurde in Geroldstein Schieferbergbau betrieben wovon noch etliche Schieferstollen zeugen. Einige der einfachen Wohnhäuser aus dem frühen 19. Jahrhundert besitzen noch eine Fassade aus örtlichem Schiefer.

Sehenswertes[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ortsteile der Gemeinde Heidenrod Einwohnerzahl HW
  2. Staats- und Adreß-Handbuch des Herzogthums Nassau für das Jahr 1847 Seite 78: Dickschied mit Geroldstein im Amt Langen-Schwalbach
  3. Hauptsatzung der Gemeinde Heidenrod PDF-Datei 99 KB
  4. Geroldstein auf LAGIS Hessen