Gino Vannelli

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Gino Vannelli, Festival de Jazz Riviera Maya 2009

Gino Vannelli (* 16. Juni 1952 in Montreal) ist ein kanadischer Jazz-, Rock- und Pop-Sänger.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn eines Jazzsängers erlernte als Kind Jazzperkussion und studierte Musiktheorie an der McGill University. Seine erste Band gründete er im Alter von zwölf Jahren, die nächste – Jacksonville 5 – ein Jahr später mit seinem Bruder Joe Vannelli. Im Alter von 17 Jahren veröffentlichte er bei RCA Records unter dem Pseudonym Van Elli die Single Never Cry Again.

Anfang der 1970er Jahre ging er mit seinem Bruder in die USA, wo er mit mehreren Alben bei A&M Records bekannt wurde. Mit seinen vom Rhythm and Blues und Jazz beeinflussten Songs trat er im Vorprogramm von Stevie Wonder auf und war der erste weiße Musiker, der in der Sendung Soul Train erschien.

Mit der Veröffentlichung des Albums Powerful People konnte Gino Vannelli 1974 in den USA dank der Single People Gotta Move seinen ersten Hit #22 in den Billboard-Charts verbuchen. Der Durchbruch gelang ihm schließlich 1978 mit dem Album Brother To Brother und der Single I Just Wanna Stop. Das Album wurde im Frühjahr 1979 in den USA mit Platin ausgezeichnet, die Single erreichte dort Platz 4 und in Kanada sogar die Spitze der Charts. Das 1981 veröffentlichte Album Nightwalker konnte mit Living Inside Myself einen weiteren Hit # 6 in den USA verbuchen.

Nach einer kreativen Pause erschien 1984 das Album Black Cars. Mit der gleichnamigen Single, die in Kanada Platz 4 erreichte, sowie der zweiten Auskoppelung Hurts To Be In Love konnte Gino Vannelli erstmals auch in Deutschland zwei Radio-Hits landen ohne allerdings den großen Durchbruch zu schaffen. Die in Deutschland erfolgreichste Single wurde 1987 Wild Horses aus dem Album Big Dreamers Never Sleep, die in Kanada bis Platz 7 der Charts stieg und insbesondere in den MTV-Charts häufig gezeigt wurde.

1990 ließ sich Vannelli in Portland (Oregon) nieder, wo er ein eigenes Studio baute und ein Plattenlabel gründete. 1995 und 1998 veröffentlichte er zwei Jazz-orientierte Alben bei Verve Records. Danach nahm er Gesangsunterricht und wandte sich der klassischen Musik zu. Das Album Canto (2003) hatte vor allem in Europa Erfolg. 2006 erschien schließlich das Album These Are The Days, das sich aus sechs neuen Titeln sowie sechs seiner erfolgreichsten Hits zusammensetzt. Für seine Alben hat Gino Vannelli unter anderem mit Musikern und Arrangeuren wie Niels Lan Doky, Don Sebesky, Herb Alpert, Jimmy Haslip oder Ernie Watts zusammengearbeitet.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1][2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE US US
1974 Powerful People US60
(30 Wo.)US
1975 Storm at Sunup US66
(23 Wo.)US
mit Donald Bailey, Richard Baker, Jay Graydon, Graham Lear, John J. Mandel, Sergio Pastora, Jerome Richardson, Sally Stevens, Joe Vannelli, Ross Vannelli
1976 The Gist of The Gemini US32
(22 Wo.)US
mit Richard Baker, Nyboma Mwan Dido, Jay Graydon, Graham Lear, John J. Mandel, John McCarthy, Joe Vannelli, Ross Vannelli
1978 A Pauper In Paridise US33
(16 Wo.)US
mit Nyboma Mwan Dido, Jay Graydon, John J. Mandel, Bill Meyers, Chris Rhyne, Joe Vannelli
Brother To Brother US13
Platin
Platin

(35 Wo.)US
1981 Nightwalker US15
(26 Wo.)US
mit Dave Boruff, Vinnie Colaiuta, Brad Cole, Michael Fisher, Mike Miller, Doug Parry, Stephanie Spruill, Neil Stubenhaus, Julia Tillman Waters, Joe Vannelli, Ross Vannelli, Julia Waters, Maxine Willard Waters
The Best of Gino Vannelli US172
(2 Wo.)US
1985 Black Cars US62
(25 Wo.)US
mit Mark Craney, David Garibaldi, Jimmy Haslip, Lori Leiberman, Mike Miller, Joe Vannelli, Ross Vannelli
1987 Big Dreamers Never Sleep DE62
(2 Wo.)DE
US160
(7 Wo.)US
mit Lisa Fischer, David Garibaldi, Jimmy Haslip, Maxayn Lewis, Mike Miller, Marc Russo, Marilyn Scott, Alfie Silas, Joe Vannelli, Ross Vannelli

Weitere Alben

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE US US
1974 People Gotta Move
Powerful People
US22
(13 Wo.)US
1976 Love of My Life
The Gist of The Gemini
US64
(8 Wo.)US
1978 I Just Wanna Stop
Brother To Brother
US4
(21 Wo.)US
1979 Wheels of Life
Brother To Brother
US78
(5 Wo.)US
1981 Living Inside Myself
Nightwalker
US6
(20 Wo.)US
Nightwalker
Nightwalker
US41
(10 Wo.)US
1982 The Longer You Wait
US89
(3 Wo.)US
1985 Black Cars
Black Cars
US42
(16 Wo.)US
Hurts To Be In Love
Black Cars
US57
(12 Wo.)US
1987 Wild Horses
Big Dreamers Never Sleep
DE30
(9 Wo.)DE
US55
(15 Wo.)US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gino Vannelli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: DE US
  2. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US