Gods and Generals

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Gods and Generals ist ein Historiendrama über den Amerikanischen Bürgerkrieg nach dem Roman von Jeff Shaara, Sohn von Michael Shaara. Er ist das Prequel zu dem Kriegsfilm Gettysburg aus dem Jahr 1993.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porträtiert werden die Anfangsphase dieses tragischen Konflikts und hier besonders die Menschen und deren Erlebnisse, ihre Gefühle und innere Gespaltenheit zwischen den kriegführenden Parteien. Es ist der Zwiespalt der Treue zu ihrem Heimatstaat einerseits und der Liebe zum Ganzen - zu den Vereinigten Staaten - andererseits, in dem sich die Hauptakteure dieses Films befinden.

Diese sind Robert E. Lee, dem zunächst das Kommando über die US Army angetragen wird, was er aber ablehnt und stattdessen ein Kommando in seinem Heimatstaat Virginia übernimmt, der sich von der Union lossagt. Thomas Jonathan Jackson, ebenfalls Virginier, übernimmt unter Lee ein Kommando in der neu formierten Armee von Virginia, um die Angriffe der Union abzuwehren. Joshua Lawrence Chamberlain, Rhetorikprofessor aus Maine, fühlt sich berufen, der Union seine Dienste anzubieten, und wird Offizier im neu aufgestellten 20. Infanterieregiment von Maine.

Die erste Schlacht des jungen Konflikts wird bei Manassas geschlagen. Die Konföderierten können, unter großem Wirken von Jackson, der hier den Namen Stonewall erhält, die Unionstruppen schlagen. Fredericksburg im folgenden Jahr wird die Feuertaufe für Chamberlains unerfahrenes Regiment. Die Army of the Potomac versucht, die von den Konföderierten unter Lee besetzten Höhen (Mareys Heights) hinter der Stadt einzunehmen, was zum Himmelfahrtskommando wird. Die Unionstruppen stürmen über freies Feld auf die gut befestigten Konföderierten zu und werden im dichten Abwehrfeuer niedergestreckt. Besonders hervorzuheben ist dabei der Angriff der irischen Brigade der Union auf ein irisches Regiment auf konföderierter Seite, was nochmals die Tragik dieses Bruderkrieges hervorhebt.

Die letzte gezeigte Schlacht ist Chancellorsville - mittlerweile befinden wir uns im dritten Kriegsjahr 1863. Hier gelingt es den Konföderierten, wieder durch Jacksons geniale Leistung mit einem brillanten Flankenmanöver, die Unionstruppen in Panik zu versetzen und zurückzudrängen. Doch Jackson wird dabei von eigenen Männern angeschossen und stirbt wenig später. Die Konföderation hat einen ihrer großen Kommandeure verloren.

Damit endet der Film, der das Prequel zum vorher entstandenen großen Bürgerkriegsdrama Gettysburg ist und zusammen mit diesem und dem noch nicht erschienenen Last Full Measure eine Trilogie bilden soll.

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Musik zum Film stammt, wie bei Gettysburg, von Randy Edelman, der dieses Mal von John Frizzell unterstützt wurde. Daran mitgewirkt haben unter anderem die Künstler Bob Dylan (Cross the Green Mountain) und Mary Fahl (Going Home).

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regisseur Ronald F. Maxwell hat offenbar Gefallen an der mitunter minutiösen Darstellung des amerikanischen Sezessionskrieges gefunden. Denn nach seinem überaus bemerkenswerten Spektakel ‚Gettysburg‘ präsentiert er mit diesem ebenfalls Dreieinhalbstunden-Epos die Vorgeschichte zu der alles entscheidenden Schlacht. Dabei gelang ihm in brillanten Bildern – wiederum von Kameramann Kees Van Oostrum – erneut ein packendes, unglaublich aufwändiges Bürgerkriegsdrama mit viel Kampfgetümmel und Pathos. Nur wenige Längen und die oftmals allzu schmalzige Musik mindern den Sehgenuss.

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Das überlange, detailverliebt ausgestattete Historien- und Schlachtendrama wartet mit einer verwirrenden Fülle von Personen auf, legt dabei aber Wert auf die historisch genaue Rekonstruktion der Schlachten und ist bemüht, die Sachverhalte akribisch zu beschreiben.

film-dienst

Hintergründe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die „Fredericksburg“-Szenen des Films wurden tatsächlich in Harpers Ferry gedreht, da in Fredericksburg selber so gut wie keine zeitgenössischen Gebäude mehr vorhanden sind. Harpers Ferry dient heutzutage quasi als historischer Park und hat sich seit dem 19. Jahrhundert nur marginal verändert. Die vorhandenen historischen Gebäude wurden mit Filmbauten ergänzt, um das Bild der Stadt zu vervollständigen.

Die Dreharbeiten der Schlacht von Fredericksburg fielen teilweise auf den 11. September 2001, weswegen ein Teil der Reenactors (die in den Reservestreitkräften der US Army dienten) zum aktiven Dienst abkommandiert wurden. Dies stellte die Produzenten des Films vor erhebliche Probleme, fehlten ihnen jetzt ausreichend Darsteller für die Massenszenen. Es wurde versucht diese fehlenden Darsteller durch Computer Generated Imagery (CGI) zu kompensieren.

Für die Kinoauswertung wurde der Film um erhebliche Inhalte gekürzt. So fielen unter anderem die Schlacht am Antietam und eine Nebenhandlung, die sich mit dem Lincoln-Attentäter John Wilkes Booth beschäftigt, der Schere zum Opfer. Die vollständige Fassung des Films war für eine DVD-Auswertung vorgesehen, wurde jedoch auf Grund des schlechten Abschneidens des Films an den US-Kinokassen zunächst auf Eis gelegt. Der vollständige Film als Director’s Cut ist im April 2011 in den USA auf DVD und Blu-Ray, im Mai 2011 in Deutschland auf Blu-Ray veröffentlicht worden. Der Film spielte bei einem Budget von 56 Millionen US-Dollar etwa 13 Millionen Dollar an den Kinokassen ein. Der Film erschien in Deutschland direkt auf DVD.

Im Film wurde General Robert Edward Lee von Robert Duvall verkörpert, dem eine Verwandtschaft zu Lee nachgesagt wird. Mehrere Darsteller aus dem Film Gettysburg nahmen ihre Rollen für das Prequel wieder auf (teilweise in Hauptrollen (z. B. Jeff Daniels), teilweise nur als Cameo-Auftritte (z. B. William Morgan Sheppard)). In der deutschen Version des Films wurde bei den Synchronsprechern der Schauspieler, die in beiden Filmen mitspielten, keine Kontinuität zu Gettysburg gewahrt. Executive Producer Ted Turner und Buchautor Jeff Sharaa haben einen Cameo-Auftritt als Konföderierte-Offiziere, während der The Bonnie Blue Flag-Gesangszene des Films. Kleine Rollen haben auch die US-Senatoren George Allen aus Virginia, Robert Byrd aus West Virginia und Phil Gramm aus Texas sowie die Kongressabgeordneten Ed Markey aus Massachusetts und Dana Rohrabacher aus Kalifornien.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Gods and Generals. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, April 2011 (PDF; Prüf­nummer: 94 822 V).