Goetheschule (Hannover)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gymnasium Goetheschule
Goetheschule Hannover Logo.png
Schulform Gymnasium
Gründung 1955
Adresse

Franziusweg 43, 30167 Hannover

Ort Hannover
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 23′ 38″ N, 9° 42′ 24″ OKoordinaten: 52° 23′ 38″ N, 9° 42′ 24″ O
Träger Stadt Hannover
Schüler 1150
Lehrkräfte 95
Leitung Michael Schneemann
Website www.goetheschule.de

Die Goetheschule ist ein Gymnasium in Hannover, benannt nach Johann Wolfgang von Goethe.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teil der Hauptstelle (Sicht vom Schulhof)

Sie hat derzeit (2015) zwei Standorte: Genau an der Grenze der Stadtteile Nordstadt und Herrenhausen, Franziusweg 43, befindet sich das Hauptgebäude mit den Jahrgängen acht bis zwölf. (Auf Grund von Bauarbeiten sind die Schüler bis Ende 2019 in ein andere Schule verlagert worden. Die Hauptstelle befindet sich momentan im A-Trakt des Gymnasiums Limmer) In der Außenstelle am Herrenhäuser Marktplatz, An Mußmanns Haube 2, sind die Jahrgänge fünf bis sieben untergebracht (Lage:). Im Schuljahr 2014/2015 hat die Schule ca. 1150 Schüler und 88 Lehrer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Hannover, Göthestraße mit Lyceum II“; Mondscheinkarte mit dem ehemaligen Goethegymnasium;
Ansichtskarte Nummer 217 von Karl F. Wunder; reproduziert in der Festschrift zum 60sten Gründungsjubiläum der Goetheschule im Jahr 2015

Der Namensgeber der Schule ist Johann Wolfgang von Goethe. Die Schule wurde 1955 gegründet. Erbaut wurde sie nach den Plänen der Hannoveraner Architekten Harald Leonhardt.[1] Die neue Schülerschaft bestand unter anderem aus ehemaligen Schülern der Helene-Lange-Schule, der Sophienschule und der Leibnizschule und umfasste insgesamt sieben Klassen der Jahrgangsstufen fünf bis sieben. Die Schule sah sich als Nachfolger des alten, 1945 aufgelösten Königlichen Goethegymnasiums (Lyzeum II). Zur Zeit der Errichtung der Schule lautete der offizielle Name "Zweigstelle der Sophienschule", inoffiziell "Oberschule Rumannstraße". Durch eine Namensänderung wurde sie erst 1956 zur "Goetheschule" (Oberschule für Jungen und Mädchen). 1955 war die Schule in einem Gebäude an der Rumannstraße 26A untergebracht, zog 1956 in das Gebäude der jetzigen Tellkampfschule, Altenbekener Damm 83, um. Am 8. Januar 1957 wurde der Schulbetrieb im Neubau an der Haltenhoffstraße, dem aktuellen Standort der Hauptstelle, fortgeführt. Zur Zeit des Einzugs lautete die Adresse "Rühlmannstraße 14". Später wurde die Straße umbenannt, sodass die Adresse heute "Franziusweg 43" lautet.

Als Logo der Schule dient seit 1996 ein Blatt des Ginkgo-Baumes. Der in Goethes West-östlichem Divan vorkommende Baum soll Gemeinsamkeit symbolisieren.

Die Goetheschule hat sich im September 2007 mit dem Goethe-Zitat: Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts ein Schulmotto gegeben.

Pädagogisches Angebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Ende der 1970er Jahre betreibt die Schule einen freiwillig wählbaren Musikzweig mit erweiterten Anforderungen und Förderungen im Fach Musik, darunter das obligatorische Erlernen eines Orchesterinstruments. Zudem gibt es auch Naturwissenschaftliche Klassen, wie auch Klassen, deren Schwerpunkt in dem Bereich Theater-Kunst liegt.

Neben Französisch und Latein wird an der Schule Chinesisch als zweite Fremdsprache unterrichtet. Weiterhin bestehen ein teilgebundener Ganztagsbetrieb in der Außenstelle, Hochbegabtenförderung und zahlreiche Arbeitsgemeinschaften.

Partnerschulen und Austauschprogramme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es finden regelmäßige internationale Austauschprogramme mit Schulen in Bristol (England), Gérardmer (Frankreich), Fort Smith (USA), Wrocław (Polen) und Shanghai (China) statt. Die Partnerschaft mit der Cotham School in Bristol, der britischen Partnerstadt des Schulstandorts Hannover, wurde 1995 initiiert und ist damit das älteste kontinuierliche Austauschprogramm an der Goetheschule.

Räumliche Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude wurde von dem beim Städtischen Hochbauamt beschäftigten Architekten Leonhardt entworfen und zwischenzeitlich erweitert. Ein neuer Trakt (D) ist entlang der Haltenhoffstraße auf der Fläche des ehemaligen Sportplatzes der Schule fertiggestellt und in den Betrieb integriert worden. Zur Zeit wird die Goetheschule im Bestand saniert. Die Hauptstelle befindet sich zur Zeit im Gebäude des Gymnasiums Limmer, Wunstorfer Straße 14, 30453 Hannover.

Der A-Trakt und der B-Trakt sowie die Aula werden saniert und wesentlich erweitert, der C-Trakt wurde entfernt, eine neue Dreifeldsporthalle wird an einen dann ebenfalls vergrößerten D-Trakt angebaut. Die Arbeiten sollten bis zum Sommer 2019 abgeschlossen werden, verzögern sich allerdings, sodass inzwischen mit einer Fertigstellung Ende Januar 2020 gerechnet wird.[2]

Schulleiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Quelle ist die Schulchronik der Goetheschule zum fünfzigsten Jubiläum und weitere Ergänzungen.

  • Harald Caspers (Im Amt von 1955 bis 1972)
  • Horst Meier-Wiedenbach (Im Amt von 1972 bis 1975)
  • Hans-Jürgen Müller (Im Amt 1975, kommissarisch)
  • Gerhard Unterberg (Im Amt von 1977 bis 1985)
  • Adolf Zinke (Im Amt 1985, kommissarisch)
  • Horst Homburg (Im Amt von 1986 bis 1993)
  • Andreas Unger (Im Amt 1993, kommissarisch)
  • Frauke Stiekel (Im Amt 1993, kommissarisch)
  • Wilhelm Bredthauer (Im Amt von 1994 bis 2017)
  • Michael Schneemann (Im Amt seit 2017)

Ehemalige Schüler (Goethegymnasium)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Schüler (Goetheschule)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anke von Seck (* 1966), ehemalige deutsche Kanutin – Olympiasiegerin

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jochen Hengst, Constanze Krohne, Joachim Wendorf (Red.): 60 Jahre neugierig. 60 Jahre Gymnasium Goetheschule, Festschrift zum 60sten Jubiläum der Neugründung, Hannover: Gymnasium Goetheschule, 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Goetheschule (Hannover) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Waldemar R. Röhrbein: Stichwort Leonhardt, in Hannover Chronik, passim; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  2. Umbau der Goetheschule in Herrenhausen wird deutlich teurer als geplant. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung. 28. September 2019, abgerufen am 25. Oktober 2019.