Bismarckschule (Hannover)

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Bismarckschule
Bismarckschule Hannover.jpg
Schulform Gymnasium
Schulnummer 65006
Gründung 1906
Adresse

An der Bismarckschule 5

Ort Hannover
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 21′ 24″ N, 9° 44′ 55″ OKoordinaten: 52° 21′ 24″ N, 9° 44′ 55″ O
Träger Stadt Hannover
Schüler 995 (Stand: 15. Dezember 2011)
Lehrkräfte 81 (Stand: 17. Mai 2015)
Leitung Heinrich Frommeyer
Website www.bismarckschule.de

Die Bismarckschule ist ein Gymnasium in Hannover. Sie liegt im Stadtteil Südstadt, in unmittelbarer Nähe des Maschsees. Sie ist benannt nach dem deutschen Staatsmann und Gründer des Deutschen Reiches Otto von Bismarck.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bismarckschule wurde im Jahre 1906 als „Reformrealgymnasium“[1], als naturwissenschaftliches Realgymnasium für Jungen gegründet.

Nachdem anfangs das Gebäude der „Königlichen Entbindungsanstalt“ genutzt wurde, der „Provinzial-Hebammenlehranstalt“ am Herrenhäuser Kirchweg 5 im (heutigen) Stadtteil Nordstadt[1][2], konnten fünf Jahre später Schüler und Lehrer das neue Gebäude im Jugendstil beziehen, in dem sich die Bismarckschule bis heute befindet. Architekt des von 1909 bis 1911 im späten Jugendstil erbauten Gebäudes war Johann de Jonge. Seit 1953 ist die Bismarckschule eine UNESCO-Projektschule. Im Jahre 2005 wurde der Antrag auf die Einrichtung einer Ganztagsschule genehmigt.

Die heutige Bismarckschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordost-Ansicht

Insgesamt besuchen etwa 1000 Schüler die Bismarckschule, die von über 80 Lehrern und acht Referendaren in den Klassenstufen 5 bis 12 unterrichtet werden.

Am 24. September 2009 wurde der Grundstein für ein neues dreistöckiges Gebäude gelegt, das neben zehn Klassen- und zwei Gruppenräumen auch einer Mensa und einer Cafeteria Platz bietet. Der Neubau, in den rund 4,75 Mio. Euro investiert wurden, wurde am 18. August 2010 von Oberbürgermeister Stephan Weil eingeweiht.[3] Während der Bauzeit befanden sich die meisten Klassenräume in einem vierteiligen Containerbau auf dem Schulhof. Hier hatte man auch eine „Aula“ eingerichtet, in der die schriftlichen Abiturprüfungen abgelegt wurden.

Für weitere 8,25 Mio. Euro wurde auch das historische Hauptgebäude bis zur 100-Jahr-Feier 2011 modernisiert. Die Arbeiten wurden von der Stadt Hannover als Öffentlich-Private-Partnerschaft ausgeschrieben und vergeben.[4]

Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwerpunkte der schulischen Ausrichtung sind das mathematisch-naturwissenschaftliche Profil mit der Einrichtung entsprechender Schwerpunktklassen ab dem fünften Jahrgang, die Einrichtung von „Bläserklassen“ in den Jahrgängen 5 und 6, die Teilnahme am UNESCO-Schulprojekt sowie das Medienprofil der Schule.

In der fünften und sechsten Klasse haben die Schüler in der „Bläserklasse“ die Möglichkeit, ein Instrument zu erlernen. Die Mitwirkung ist auf zwei Jahre beschränkt. Die Schüler haben die Wahlmöglichkeit unter verschiedenen Instrumenten (Querflöte, Klarinette, Alt-Saxophon, Tenor-Saxophon, Trompete, Posaune, E-Bass, Schlagzeug, ehemals auch Tuba und Euphonium). Das Erlernen der jeweiligen Instrumente erfolgt innerhalb der verschiedenen Instrumentengruppen durch einzelne Fachkräfte, sodass der Musikunterricht auf den Kenntnissen der Schüler aufbauen kann. Dieser erfolgt nicht im herkömmlichen Sinne, sondern durch „Klassen-Proben“.

Nach der siebten Klasse ist die „Bläserklasse“ beendet. Die Schüler können sich dann aussuchen, ob sie in einer Arbeitsgemeinschaft (AG) ihr Instrument weiter spielen, ob sie Einzel- oder Kleingruppenunterricht bei den jeweiligen Instrumentallehrern nehmen oder ob sie mit dem Spielen ihres Instruments ganz aufhören.

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Bismarckschule gibt es auch Projekte, wie die jährliche Afrikawoche der fünften Klassen.

Fremdsprachenangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Bismarckschule wird Englisch ab der fünften Klasse unterrichtet. Ab Klasse 6 wird als Wahlpflichtfach Französisch, Spanisch oder Latein angeboten. Zusätzlich kann ab der zehnten Klasse Italienisch gewählt werden.

Arbeitsgemeinschaften und Sportverein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden verschiedene Arbeitsgemeinschaften angeboten, wie die Fußball-, Computer-, Hockey-, Schulzeitung-, und Theater-AG.

Zu der Schule gehört der Ruderverein Bismarckschule Hannover e.V., der mit seiner Schülerabteilung ein Rudertraining für die Schüler der Bismarckschule am Schülerbootshaus der Stadt Hannover auf dem Maschsee anbietet.

Planetarium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude der Bismarckschule beherbergt ein Planetarium mit einem Zeiss-ZKP-1-Projektor sowie eine Sternwarte mit einem Zeiss-150-mm-Fernrohr und einem Celestron-C8-Teleskop in seinem Südturm. Das Planetarium wurde auf Grund der damaligen Sanierungsphase (2010) in einem einfachen Container untergebracht, ist mittlerweile wieder zu seinem Stammort zurückgekehrt, jedoch noch nicht wieder in Betrieb.

Kooperationspartner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bismarckschule kooperiert in der Oberstufe mit der Tellkampfschule und der Wilhelm-Raabe-Schule, um ein breites Spektrum an Schwerpunktwahlfächern zu ermöglichen. Außerdem unterstützt sie eine Partnerschule in Tansania.

Schülerzeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mehrmals im Jahr erscheinende Schülerzeitung der Bismarckschule (früher „BisZ“, heute „fussnote“) wird von Schülern erstellt. Die Auflage beträgt 100–300 Exemplare.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bismarckschule (Hannover) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hans Kammel: Bismarckschule, in: Stadtlexikon Hannover, S. 68
  2. Rainer Kasties M.A.: Entbindungs- und Hebammenlehranstalt, in: Stadtlexikon Hannover, S. 161
  3. www.hannover-entdecken.de - Bismarckschule: Oberbürgermeister weiht dreigeschossigen Erweiterungsbau ein
  4. Bärbel Hilbig: Gymnasium bekommt Anbau. Start an der Bismarckschule, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 25. September 2009, Seite 14
  5. Dirk Böttcher: Fricke, (1) Wilhelm, in: Stadtlexikon Hannover, S. 191f.
  6. Hans Christoph Graf von Seherr-Thoß: Meyer, Sigmund (genannt Hans Sigismund). In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 17, Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-00198-2, S. 373 f. (Digitalisat).