Goethestraße (Frankfurt am Main)

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Goethestraße
Wappen
Straße in Frankfurt am Main
Goethestraße
Goethestraße und Horst-Lippmann-Platz
Basisdaten
Ort Frankfurt am Main
Ortsteil Innenstadt
Angelegt 1892
Anschluss­straßen Steinweg (Ost)
Querstraßen Neue Mainzer Straße, Luginsland, Horst-Lippmann-Platz, Alte Rothofstraße, Rathenauplatz,
Plätze Opernplatz (West), Goetheplatz (Ost)
Bauwerke -
Technische Daten
Straßenlänge 290 m[1]

Die Goethestraße ist eine Straße in Frankfurt am Main. Sie verläuft vom Goetheplatz im Osten bis zum Opernplatz im Westen parallel südlich zur Großen Bockenheimer Straße (besser bekannt als Freßgass). Sie gilt als Einkaufsstraße für Textilien und Konsumgüter des gehobenen Bereichs. Neben Filialisten finden sich alteingesessene Familienunternehmen. Zwischen der Goethestraße und der Großen Bockenheimer Straße befindet sich die Kleine Bockenheimer Straße mit Jazzkeller Frankfurt, Jazzhaus und weiteren Lokalen. Mit durchschnittlich 2.040 Passanten pro Stunde (2011) ist sie die dritt meistfrequentierte Luxuseinkaufsstraße Deutschlands.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Straße wurde 1892 bis 1894 als Straßendurchbruch südlich der Großen Bockenheimer Gasse angelegt, um den Verkehrsfluss zwischen Opernplatz und Roßmarkt zu verbessern. Zu diesem Zweck kaufte der Magistrat 37 Gebäude, um sie abreißen zu lassen und Platz für den neuen Straßenzug zu machen.

Bis 1933 befanden sich einige Galerien in der Straße, welche Avantgarde-Kunst ausstellten, der Kunsthandel Ackermann und Sauerwein, welcher u. a. Käthe Kollwitz führte und Heinrich Trittler (Inhaber Paul Schütz, später Karl Vonderbank), welcher u. a. Emil Nolde, Erich Grube und Fifi Kreutzer führte und der Kunstsalon Oskar Hermes.

Die ursprüngliche Bebauung wurde im Zweiten Weltkrieg bei den Luftangriffen auf Frankfurt am Main weitgehend zerstört. Das heutige Straßenbild ist durch nüchterne Zweckbauten der Wiederaufbauzeit und der 1970er Jahre geprägt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goethestraße, Kreuzung Rothofstraße

Die Goethestraße ist seit 1992 als Fahrradstraße ausgewiesen, jedoch auch für den Anliegerverkehr mit Kraftfahrzeugen freigegeben.[3] Für den Kraftverkehr ist die Goethestraße jeweils aus Richtung Hochstraße und aus Richtung Börsenstraße bis zur Kreuzung Alte Rothofstraße als Einbahnstraße eingerichtet, dort wird der motorisierte Individualverkehr südlich in die Junghofstraße abgeleitet.

Aufgrund ihres Charakters als Einkaufsstraße ist das Verkehrsaufkommen in der Goethestraße sehr hoch. Durch das für eine Fahrradstraße sehr hohe Kraftverkehrsaufkommen und den gleichzeitig knappen Parkraum ergeben sich in der Goethestraße regelmäßig Konflikte zwischen Rad- und Kraftverkehr.[4]

An das Frankfurter Nahverkehrsnetz ist die Goethestraße gut angebunden. Im Osten liegt der Schnellbahnknoten Hauptwache und im Westen die U-Bahn-Station Alte Oper. Von 1894 bis 1986 wurde die Goethestraße von mehreren Linien der städtischen Straßenbahn zwischen den Stationen Opernplatz und Goetheplatz genutzt.[5]

Geschäfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute befinden sich abseits inhabergeführter Geschäfte viele Filialen großer Luxusmarken an der Goethestraße, darunter: Armani, Bulgari, Chanel, Gucci, Hermès, Jimmy Choo, Louis Vuitton, Moncler, Prada, Tiffany, Versace, Vertu und Wempe.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Goethestraße (Frankfurt am Main) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (Hrsg.): DVD Amtliche Stadtkarten Frankfurt am Main 2009. Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 2009. (online)
  2. Jones Lang LaSalle: Kölner Schildergasse ist die meistbesuchte Einkaufsmeile Deutschlands … (Memento vom 19. Oktober 2013 im Internet Archive)
  3. ADFC Frankfurt, frankfurt aktuell, Ausgabe 5/2001 (Memento des Originals vom 9. November 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.adfc-frankfurt.de
  4. ADFC Frankfurt, frankfurt aktuell, Ausgabe 2/2001 (Memento des Originals vom 28. Oktober 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.adfc-frankfurt.de
  5. Historische Frankfurter Netzpläne

Koordinaten: 50° 6′ 51″ N, 8° 40′ 25″ O