Gordonstoun

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Gordonstoun House

Gordonstoun ist eine internationale schottische Privatschule.

Sie wurde 1934 durch den aus Deutschland geflohenen Reformpädagogen Kurt Hahn gegründet, auf den auch die Schulen Schloss Salem, Birklehof und Louisenlund zurückgehen.

Gordonstoun war nicht von Beginn an die Elite-Schule, als die sie bis heute im öffentlichen Bewusstsein ihren Platz gefunden hat. Die Schule startete vielmehr als Schule für Flüchtlingskinder und für aus Deutschland geflüchtete Lehrer, vergleichbar etwa der Beltane School in Wimbledon (London) oder Stoatley Rough School.[1] Für Feidel-Nertz zählt sie zu den 20 Schulen im Exil, die versucht haben, die progressiven Elemente der deutschen Reformpädagogik während der Weimarer Republik in der Emigration fortleben zu lassen.

Gordonstoun liegt bei Elgin in einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert.

Zahlreiche Prominente haben Gordonstoun besucht.

Gordonstoun besuchen sowohl britische als auch Schüler aus Österreich, Deutschland, Amerika und aus asiatischen Ländern. Die Schule ist Teil der Round-Square-Vereinigung, einem Zusammenschluss von internationalen Schulen. Die Vereinigung hat ihren Namen durch eines der Hauptgebäude auf dem Campus bekommen, das, wie der Name sagt, rund ist. Der Innenhof dieses Gebäudes ist ebenfalls rund. Kombiniert mit dem englischen Wort für Platz (square) ergibt sich: Runder Platz.

Roundsquare ist auch der Name eines historischen Gebäudes, eines der elf Häuser, in dem die Schüler untergebracht sind. Einmal im Jahr findet die sogenannte Round Square Conference statt, an der Vertreter aller Schulen der Round-Square-Vereinigung teilnehmen, darunter auch die Schule Schloss Salem am Bodensee und die Schule Birklehof. Gordonstoun ist eine Boarding School, die über mehrere Gebäude verteilt ist, darunter auch das Schloss Gordonstoun.

Bekannte Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hildegard Feidel-Mertz (Übersetzung: Andrea Hammel): Integration and Formation of Identity: Exile Schools in Great Britain, in: Shofar. An Interdisciplinary Journal of Jewish Studies, Volume 23, Number 1, Fall 2004, pp. 71-84.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hildegard Feidel-Mertz (Übersetzung: Andrea Hammel): Integration and Formation of Identity, S. 72

Koordinaten: 57° 42′ 15″ N, 3° 22′ 18″ W