Gothaer Versicherungsbank

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Gothaer Versicherungsbank VVaG
Gothaer.svg
Rechtsform Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
Gründung 2. Juli 1820
Sitz Köln, Deutschland
Leitung Karsten Eichmann
Mitarbeiter 5.910
Umsatz 4,51 Mrd. EUR (Beitragseinnahmen, 2014)
Branche Versicherungswesen
Website www.gothaer.de
Hauptverwaltung in Köln

Der Gothaer Versicherungsbank VVaG ist ein Versicherungskonzern, an dessen Spitze die Gothaer Versicherungsbank VVaG steht. Unterhalb der Konzernmutter sind diverse Aktiengesellschaften angesiedelt, die ihren Gewinn in die Gothaer Finanzholding AG abführen. Der gesamte Gothaer-Konzern gehört mit über 4,5 Milliarden Euro Beitragseinnahmen und rund 3,5 Millionen versicherten Mitgliedern zu den größten deutschen Versicherungsunternehmen. Die größte Gesellschaft des Konzerns ist die Gothaer Allgemeine Versicherung AG, die mit Beitragseinnahmen von rund 1,6 Milliarden Euro, achtgrößter Schaden- bzw. Unfallversicherer in Deutschland ist. Die IT der Gothaer wird von der Gothaer Systems gepflegt.

Geschäftsfelder[Bearbeiten]

Die Konzerngesellschaften bieten über ihren angestellten und selbstständigen Außendienst, über Makler sowie über den Direktvertrieb Versicherungsprodukte aus den Sparten Schaden/Unfall, Kranken und Leben an. Die Gothaer versichert Industrie-, Firmen- und Privatkunden. Ein weiteres Geschäftssegment ist das Kapital- und Anlagegeschäft.

Standorte[Bearbeiten]

Die Gothaer hat seit vielen Jahrzehnten ihre Hauptverwaltung und seit einigen Jahren alle Stammgesellschaften in Köln angesiedelt. Hier sind die Gothaer Versicherungsbank VVaG, die Gothaer Allgemeine Versicherung AG, die Gothaer Lebensversicherung AG und die Gothaer Krankenversicherung AG beheimatet.

Weitere größere Standorte befinden sich in Göttingen (vornehmlich Lebensversicherungsgeschäft) sowie in Hamburg und Stuttgart (Kompetenzcenter Unternehmerkunden) und in Berlin (Gothaer Schaden-Service-Center). Im Zuge der Zentralisierung des Konzerns verlieren diese aber zunehmend an Bedeutung.

Bundesweit ist die Gothaer an über 30 Standorten mit einer Vertriebs- und/oder einer Maklerdirektion vertreten.

Geschichte[1][Bearbeiten]

von 1820 bis 1968[Bearbeiten]

Das Gebäude der ehemaligen Gothaer Lebensversicherung in der Gothaer Bahnhofstraße, jetzt Museum der Deutschen Versicherungswirtschaft und Sitz zweier Thüringer Gerichte.
Museum der deutschen Versicherungswirtschaft in Gotha
  • 1827 – Arnoldi gründete als weiteres Unternehmen die Gothaer Lebensversicherungsbank für Deutschland.
  • 1830 – Die Gothaer Feuerbank wurde in Gothaer Feuerversicherungsbank für Deutschland umbenannt.
  • 1842 – Die erste große Herausforderung entstand 1842 – E.W. Arnoldi musste das nicht mehr miterleben, er war im Jahr zuvor verstorben – durch den Ausbruch und die verheerenden Folgen des Hamburger Brands. In einem dreitägigen Flächenbrand wurde Hamburgs Innenstadt vernichtet. Die Gothaer Feuer, damals hauptbetroffene deutsche Feuerversicherung, zahlte innerhalb von drei Jahren rund 1,4 Mio. Taler als Entschädigungssumme. Erstmals und zugleich letztmals mussten die Mitglieder 93 % des Jahresbeitrags als Nachschuss zahlen.
  • 1854 - Ein mehrtägiger Brand in Memel stellte die Gothaer Feuer erneut auf die Probe: 800.000 Taler als Entschädigung waren zu zahlen. Ein Nachschuss wurde zwar nicht erhoben, jedoch entfiel für dieses Jahr die Beitragsrückerstattung.
  • 1869 - In diesem Jahr erhielten die Beamten der Bank einen Ruhegehaltsrechtsanspruch.
  • 1878 - Die Bank versicherte bei 150.000 Mitgliedern eine Summe von 2,7 Mrd. Mark bei einer Beitragsrückvergütung von 80 %. Das Geschäft wurde durch 950 Agenturen belebt. Erstmals nahm die Gothaer Feuer eine Rückversicherung.
  • 1879 - Der nächste Schritt der sozialen Absicherung von Bevölkerungsteilen war die Gründung des Witwen- und Waisen-Versorgungsvereins.
  • 1883 - Als erster Gegenseitigkeitsverein trat die Gothaer Feuer dem Verband Deutscher Privat-Feuerversicherungsgesellschaften bei und 1900 dem Prämienkartell der in Deutschland arbeitenden Privat-Feuerversicherungsgesellschaften.
  • 1902 – Die Gothaer Lebensversicherungsbank für Deutschland wurde in Gothaer Lebensversicherungsbank auf Gegenseitigkeit und die Gothaer Feuerversicherungsbank für Deutschland in Gothaer Feuerversicherungsbank auf Gegenseitigkeit umbenannt.
  • 1903 - Es wurde im Bürobetrieb der Gothaer erstmals eine Schreibmaschine eingesetzt.
  • 1910 - 1910 wurde die Nachschusspflicht erneut halbiert auf das Doppelte einer Jahresprämie.
  • 1913 - Die versicherten Summen erreichten eine Höhe von 7,4 Mrd. Mark bei einer Rückvergütung von 74 %.
  • 1921 - Die Devisenverpflichtungen der Bank wurden durch den Verkauf des Schweizer Geschäfts abgelöst. Bis 1924 wurden verschiedene kleinere Versicherungen gegründet.
  • 1923 – Gründung der Gothaer Transport-Versicherungsbank AG.
  • 1924 – Für das sich entwickelnde Kraftfahrzeuggeschäft wurde die Gothaer Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft gegründet und die Gothaer Transport wird in Köln angesiedelt. Die Unternehmen wurden mit gegenseitigen Beteiligungen untereinander verflochten. Man sprach erstmals vom "Gothaer"-Konzern.
  • 1925 - Die ersten Lochkartenmaschinen (der Fa. Powers) wurden in Betrieb genommen, um Massenarbeiten schneller und fehlerfrei zu erledigen. Die Maschinen wurden 1930 durch Adressiermaschinen ersetzt.
  • 1930 – Die Gothaer Transport firmierte als Gothaer Kraftfahrzeug- und Transportversicherungsbank Akt. Ges. und verkaufte jetzt auch Kraftfahrversicherungen.
  • 1931 - Die Nachschusspflicht wurde erneut gesenkt, sie betrug nun die Hälfte einer Jahresprämie.
  • 1933 - Die 43-Stundenwoche wurde eingeführt.
  • 1936 - Die Gothaer Feuer hatte 3.400 Agenturen, ein Beitragsaufkommen von 12 Mio. Reichsmark und 25 Verwaltungsstellen.
  • 1940 - Es erfolgte die Gründung der Versorgungskasse der Gothaer Feuer und damit eine Vereinheitlichung der Altersversorgung sowie eine Einführung der Altersversorgung für die Berufsvertreter.
  • 1940 - Die Gothaer Feuer übernahm die „Gothaer Kraftfahrzeug- und Transportversicherung AG“ und wurde somit erstmals ein Kompositversicherer, gleichzeitig wurde die Gothaer Transportversicherung in Gothaer Transport- und Rückversicherung AG umbenannt.
  • 1945 - Im Februar kam es infolge des Kriegs zur Zerstörung des Gothaer Bankgebäudes. Im gleichen Jahr wurde das Versicherungswesen in Mitteldeutschland verstaatlicht, weshalb die Gothaer Feuer ihren Sitz im April des Folgejahres nach Köln verlegte. Der „Umzug“ erfolgte teilweise recht abenteuerlich, da die staatlichen Stellen die Unterlagen nicht außerlandes gehen lassen wollten. Die Lebensversicherung und die Gothaer Allgemeine verlagerten ihren Sitz nach Göttingen.
  • 1946 - Es wurden bis 1950 die Bestände der Dresdner Feuerversicherung übernommen, die unter dem gleichen Schicksal leiden musste.
  • 1948 - Die IBM-Lochkartenmaschinen fanden Einzug in die Gothaer Feuer. Zehn Jahre später wurden die ersten elektrischen Schreibmaschinen eingesetzt, weitere vier Jahre später wurde die elektronische Datenverarbeitung mit einem IBM 1401-Computer begonnen. 1968 wurde die IBM 360 eingesetzt.
  • 1957 - Nach der Vollendung des Kölner Bankgebäudes kam es in den Folgejahren zu folgenden Beteiligungen und Neugründungen: Beteiligung an der Roland Rechtsschutzversicherung (1957), Aachener Bausparkasse (1965), Nothilfe Krankenversicherung V.a.G. (1967), Gothaer Gruppe (1968).

von 1968 bis 1996[Bearbeiten]

  • 1968 – Die Gothaer-Versicherungsgruppe wurde gegründet, wobei die Muttergesellschaften jeweils 26 % des Aktienstammkapitals der Tochtergesellschaften hielten.
  • 1969 - Die Gothaer verfügte über Beitragseinnahmen von 234 Mio. DM, 10.500 Agenturen, 397 Außenbeamte und 49 Verwaltungsstellen.
  • 1970 – Die Gothaer Feuerversicherungsbank auf Gegenseitigkeit wurde in Gothaer Versicherungsbank VVaG umbenannt.
  • 1974 – Die Gothaer Transport und Rück firmierte in Gothaer Rückversicherung AG und konzentrierte sich auf das Rückversicherungsgeschäft.
  • 1980 – Die Gothaer Krankenversicherung AG, mit Sitz in Köln, wurde als Tochter der Gothaer Leben und der Gothaer Versicherungsbank gegründet.
  • 1990 – Die Gothaer Finanzholding AG wurde als Instrument gemeinsamer Beteiligungspolitik gegründet. Die Gothaer Krankenversicherung verlagerte ihren Sitz nach Göttingen.
  • 1991 – Die Gothaer Allgemeine verlagerte ihren Sitz nach Köln. Die Bestände wurden auf die Gothaer Versicherungsbank übertragen. Die Gothaer-Namur Kreditversicherung wurde gegründet.
  • 1996 – Die Gothaer Versicherungsbank bezog ihre neuen Räumlichkeiten in Köln-Zollstock, in direkter Nachbarschaft zur Berlin-Kölnische Versicherung a. G.

Von 1997 bis heute[Bearbeiten]

  • 1997 – Die Gothaer-Versicherungsgruppe bildete einen Gleichordnungskonzern mit der Berlin-Kölnische Versicherung unter dem Kunstnamen Parion.
    Aus Berlin-Kölnische Sachversicherung a. G. und Gothaer Versicherungsbank VVaG wurde die Gothaer Versicherungsbank VVaG, und aus der Gothaer Lebensversicherung a.G. und der Berlin-Kölnische-Lebensversicherung a. G. wurde die Gothaer Lebensversicherung a. G.. Der Vorstandsvorsitzende des Parion-Konzerns wurde Dr. Wolfgang Peiner (der spätere Finanzsenator von Hamburg).
  • 1998 – Die Asstel wurde als Direktversicherer des Konzerns mit Sitz in Köln-Mülheim gegründet.
  • 1999 – Die Gothaer Krankenversicherung AG und die Berlin-Kölnische Krankenversicherung AG firmierten in Berlin-Kölnische Speziale Krankenversicherung AG um.
    Die Gothaer Versicherungsbank VVaG lagerte einen Teil der Schadensbearbeitung in das Gothaer Schadenservice Center (GSC) in Berlin aus. Das Unternehmen war nicht im Arbeitgeberverband und unterlag daher auch nicht der Tarifautonomie.
  • 2000 – Der Parion-Konzern übernahm die IBM-Anteile an der IDG und siedelte die Gesellschaft unterhalb der Gothaer Versicherungsbank als eigenständige Gesellschaft an. Die Kooperation mit der IBM hatte sich nicht als wirtschaftlich erwiesen.
  • 2001 – Der Parion-Konzern übernahm die Limmat Industrieversicherungs AG in Stuttgart. In einer "Logischen Sekunde" wurden die Bestände der Gothaer Versicherungsbank VVaG auf die Limmat übertragen, danach wurde die Gesellschaft in Gothaer Allgemeine Versicherung AG umbenannt. Die leere Hülle der Gothaer Versicherungsbank VVaG wurde an die Konzernspitze des jetzt neuen Gothaer-Konzern gesetzt.
    Auf Verlangen der BAFin musste die Gothaer Versicherungsbank VVaG für die Existenz über ein Versicherungsprodukt verfügen. Man entschied sich für den Gothaer-Mitgliederschutzbrief. Er beinhaltet eine Auslandsreise-Unfallversicherung und wurde allen Gothaer-Mitgliedern, alle Versicherten des Gothaer Konzerns, kostenlos zur Verfügung gestellt.
    Die Berlin-Kölnische Speziale Krankenversicherung AG wurde in Berlin-Kölnische Krankenversicherung AG umbenannt und verlagerte ihren Sitz wieder nach Köln.
    Der Gothaer-Konzern ist fortan ein Unterordnungskonzern.
  • 2002 – Die Gothaer Credit Versicherung AG (ex. Gothaer-Namur) stellte ihren Geschäftsbetrieb ein.
    Die Gothaer übernahm die A&O Autoversicherung Oldenburg AG, einen regionalen Autoversicherer.
    Die Gothaer Pensionskasse AG wurde gegründet, die erste neue Pensionskasse nach der Rentenreform, sie bietet Lösungen für die betriebliche Altersversorgung.
  • 2003 – Start der Gothaer Markenkampagne "Die Gothaer".
    Die Berlin-Kölnische Krankenversicherung AG wurde in Gothaer Krankenversicherung AG umbenannt, damit ist der Name Berlin-Kölnische Versicherung nicht mehr existent.
  • 2004 – Die Gothaer Rückversicherung AG stellte ihren Betrieb ein.
  • 2005 – Die Gothaer lagerte einen Teil der Antragsbearbeitung in die Gothaer Kunden-Service-Center GmbH (GKC) aus. Auch diese Gesellschaft mit Sitz in Köln-Mülheim war nicht im Arbeitgeberverband. Gleichzeitig wurden die Niederlassungen Berlin, Dortmund und Frankfurt geschlossen. Ca. 370 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. In der Umstellungsphase schob das GKC Medienberichten zufolge 200.000 Geschäftsvorfälle vor sich her. Ursache sei die hoffnungslose Überforderung der Mitarbeiter gewesen.[2][3] 2011 wurde eingestanden, dass man falsche Prioritäten gesetzt hat und auch die Kostenziele nicht eingehalten werden konnten.[4]
    Die Gothaer erwarb die MLP Versicherung AG und benannte die Gesellschaft in Janitos Versicherung AG mit Sitz in Heidelberg um.
    Das Industriegeschäft der Inter Allgemeine Versicherung AG wurde übernommen.
  • 2006 – Die Gothaer Lebensversicherung AG verlagerte ihren Sitz von Göttingen nach Köln, damit sind alle Stammgesellschaften und die Konzernzentrale in Köln ansässig. Die ehemalige Hauptverwaltung Göttingen verlor damit ihren Status und wurde ein Standort Göttingen. Neben einigen allgemeinen Verwaltungsbereichen verblieb ein Teil des operativen Geschäfts der Gothaer Kranken- und Lebensversicherung am Standort Göttingen.[5]
  • 2010 – Als Teil seiner Strategie, in die Wachstumsregion Mittel- und Osteuropa zu expandieren, erwarb der Gothaer Konzern die Anteile am polnischen Non-Life Versicherer Polskie Towarzystwo Ubezpieczeń S.A., kurz PTU, die bislang vom polnischen Chemiekonzern CIECH S.A. und seinen Tochterunternehmen gehalten wurden.[6][7]
  • 2013 - Wechsel an der Konzernspitze. Zum 1. Januar 2014 gab Prof. Dr. Werner Görg die Position des Vorstandsvorsitzenden 2014 an Dr. Karsten Eichmann ab.[8]

Konzernstruktur[Bearbeiten]

Mehrheitsbeteiligung[Bearbeiten]

  • Gothaer Versicherungsbank VVaG, Köln (Muttergesellschaft)
  • Gothaer Finanzholding AG, Köln (95 %)
  • Gothaer Allgemeine Versicherung AG, Köln (100 %)
  • Gothaer Lebensversicherung AG, Köln (100 %)
  • Gothaer Krankenversicherung AG, Köln (100 %)
  • Gothaer Pensionskasse AG, Köln (100 %)
  • Gothaer Asset-Management AG, Köln (100 %)
  • Gothaer Schaden Service Center GmbH, Berlin (100 %)
  • Gothaer Kunden Service Center GmbH, Köln (100 %)
  • Gothaer Invest- und Finanz Service GmbH, Köln (100 %)
  • Gothaer Risk-Management GmbH (100 %)
  • Asstel Lebensversicherung AG, Köln (100 %)
  • Asstel ProKunde Versicherungskonzepte GmbH, Köln (100 %)
  • Asstel Sachversicherung AG, Köln (100 %)
  • Janitos Versicherung AG, Heidelberg (100 %)
  • Gothaer Systems GmbH, Köln (100 %)
  • A.S.I. Wirtschaftsberatung AG, Münster (100 %)
  • Hamburg-Kölner Vermögensverwaltung GmbH, Köln (100 %)
  • MediExpert GmbH, Köln

Sonstige Beteiligungen[Bearbeiten]

  • CG Car Garantie Versicherungs AG, Freiburg (50 %)
  • Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Köln (25,1 %)
  • Aachener Bausparkasse AG, Aachen (17,25 %)[9]
  • PTU – Polskie Towarzystwo Ubezpieczen, Polen (100 %) / heute: Gothaer TU
  • Platinum AG, Rumänien (67 %) / heute: Gothaer Asigurari Reasigurari

Fusionsversuch mit Bâloise[Bearbeiten]

Nachdem am 31. Januar 2008 die Financial Times Deutschland detaillierte Planungen über eine mögliche Fusion des Gothaer Konzerns mit der Bâloise veröffentlichte, wurde diese Absicht, sowie eine zeitgleich stattfindende Due-Diligence-Prüfung durch eine gemeinsame Presseerklärung beider Konzerne bestätigt.[10] Am 15. Februar 2008 wurden die Verhandlungen für gescheitert erklärt, da sich die Konzerne nicht über die kommerziellen Rahmenbedingungen einigen konnten.[11]

Kritik[Bearbeiten]

Im Juni 2013 wurde die Kritik laut, dass die Gothaer den Tarifwechsel innerhalb der privaten Krankenversicherung systematisch blockiere. Das Unternehmen würde Kunden, die in einen günstigeren Tarif wechseln wollen, verunsichern und nicht ausreichend informieren.[12] Das Unternehmen hat diese Kritik zurückgewiesen. Alle Punkte, die im Beratungsverlauf wichtig sind, würden angesprochen. "Dazu gehören insbesondere die Bedarfssituation des Kunden, auch Hinweise zu Auswirkungen von Tarifwechseln."[13]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Viele der angegebenen Daten entstammen dem Gothaer Haus der Versicherungsgeschichte
  2. Callcenter verärgert Gothaer-Kunden (Memento vom 3. August 2013 im Internet Archive)
  3. Call Center verärgert Gothaer-Kunden
  4. Trendgespräche 2011: Wohin die Reise geht
  5. Gothaer-Chronik
  6. Presse-Mitteilung der Gothaer
  7. Financial Times Deutschland vom 29. Juli 2010 (Memento vom 30. Juli 2010 im Internet Archive) (Zugriffsdatum 14. August 2010)
  8. Presse-Mitteilung der Gothaer
  9. Gothaer-Konzernstruktur
  10. Financial Times Deutschland vom 31. Januar 2008 (Memento vom 3. Februar 2008 im Internet Archive), Zugriffsdatum 16. Februar 2008
  11. Financial Times Deutschland vom 16. Februar 2008 (Memento vom 2. August 2012 im Webarchiv archive.is), Zugriffsdatum 16. Februar 2008
  12. PKV: Gothaer, Signal, Allianz behindern Tarifwechsel, zuletzt abgerufen am 31. Oktober 2013.
  13. Gothaer bezieht Stellung zu Kritik, zuletzt abgerufen am 31. Oktober 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gothaer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.915356.939625Koordinaten: 50° 54′ 55″ N, 6° 56′ 23″ O