Graupa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Ortschaft in der sächsischen Stadt Pirna. Zum gleichnamigen Fluss in Tschechien siehe Krupá (Fluss).

Koordinaten: 51° 0′ 0″ N, 13° 55′ 0″ O

Graupa
Große Kreisstadt Pirna
Höhe: 164 m
Einwohner: 3067 (31. Dez. 2011)
Eingemeindung: 1. Januar 1999
Postleitzahl: 01796
Vorwahl: 03501
Jagdschloss Graupa

Graupa ist eine rechts von der Elbe und südöstlich von Dresden liegende Ortschaft. Seit dem 1. Januar 1999 ist Graupa ein Stadtteil von Pirna[1] im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Er besteht aus den Teilen Groß- und Klein- und Neugraupa sowie Vorderjessen. Zur Ortschaft Graupa gehört außerdem Bonnewitz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Graupa fließt der vom Borsberg kommende Graupaer Bach nach Pillnitz zur Elbe.[2] In seinem Lauf nimmt er jenseits der Stadtgrenze den Tiefen Grundbach auf, der durch den Tiefen Grund fließt, ein vom nördlich gelegenen Borsberg bis Kleingraupa zum Teil steil herabführendes Kerbtal.[3]

Richard-Wagner-Gedenkstätten Graupa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Richard-Wagner-Stätten Graupa gehören:

  • Gutshaus: Das Schäfersche Bauerngut (Lohengrinhaus) beherbergt seit 1907 ein kleines Museum. Richard-Wagner-Museum. Der Komponist Wagner schrieb hier im Sommer 1846 während eines Urlaubs seine Oper Lohengrin.
  • Sehenswert sind das Jagdschloss, der ehemalige Sitz eines Rittergeschlechts, mit Park.
  • Im Jahr 2005 wurde außerdem ein Richard-Wagner-Lehrpfad errichtet. 2006 wurde zusätzlich eine Panoramatafel erbaut.

Am 18. September 2006 begannen die Bauarbeiten zur Instandsetzung der Richard-Wagner-Stätten Graupa, die im Juli 2011 beendet wurden.[4] Das Lohengrinhaus (Schäfersches Gut) wurde nach Unterlagen von 1917 rekonstruiert. In ihm ist neben dem Sitz des Gaßmeierförderkreises die Wohnung Richard Wagners von 1846 zu besichtigen. Ferner wurden drei Studierwohnungen für Kunststudenten untergebracht.

Das Richard-Wagner-Museum, welches bis 2011 interimsmäßig in der alten Schule untergebracht war, erhielt sein Domizil im benachbarten Jagdschloss. Neben einer Erweiterung und Aufwertung des Museums ist dort ein Saal für etwa 120 Personen und eine kleine Cafeteria entstanden.

Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einrichtungen Borsbergbad und die Mittelschule wurden geschlossen. Das Bad soll durch eine Renaturierungsmaßnahme parkähnlich gestaltet werden.

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schöne Eiche mit einem Brusthöhenumfang von 7,20 m (2016).[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  2. Landeshauptstadt Dresden, Der Oberbürgermeister, Umweltamt (Hrsg.): Gewässersteckbrief Graupaer Bach. (Online als PDF; 2,4 MB Stand: 30. September 2011).
  3. Der Tiefe Grund. Heimatverein Graupa, abgerufen am 17. Dezember 2016.
  4. Schwanenritters Urlaubsort in: FAZ vom 27. August 2011, Seite 34
  5. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dresdner Heide, Pillnitz, Radeberger Land (= Werte unserer Heimat. Band 27). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1976.
  • Heimatverein Graupa e.V. (Hg.): 650 Jahre Graupa. Graupa 2010
  • Alfred Meiche: Historisch-topographische Beschreibung der Amtshauptmannschaft Pirna. Dresden 1927.
  • Siegfried Störzner: Großgraupa und sein Lohengrinhaus. in: Mitteilungen des Landesverein Sächsischer Heimatschutz Band XVII, Heft 3-4/1928, Dresden 1928, S. 136-153

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Graupa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien