Groß Lengden

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Koordinaten: 51° 30′ 32″ N, 10° 1′ 59″ O

Groß Lengden
Einheitsgemeinde Gleichen
Höhe: 245 m
Einwohner: 918 (4. Mai 2015)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 37130
Vorwahl: 05508
Karte

Der Ortsteil Groß Lengden liegt im nordwestlichen Bereich der Gemeinde Gleichen

Groß Lengden ist der nördlichste Ortsteil der Gemeinde Gleichen im Landkreis Göttingen und hat 918 Einwohner (Stand: 4. Mai 2015).[1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groß Lengden liegt am südöstlichen Hang des Göttinger Waldes, der dort steil zum Tal der Bramke abfällt. Zusammen mit dem nur wenig südlicher gelegenen Sattenhausen ist es der nördlichste Ortsteil der Gemeinde. Südwestlich schließt sich der Ortsteil Klein Lengden an; die südöstlich liegende Siedlung Niedeck mit Forsthaus und Domäne gehört zur Gemarkung von Groß Lengden. Im Norden liegen größere Teile des Göttinger Waldes in der Groß Lengdener Gemarkung, die bis zum Kerstlingeröder Feld und bis 500 Meter an die Mackenröder Spitze hinanreicht. Nördlich des Ortes ragt die Pferdekrippe auf, weiter nördlich befindet sich mit dem 425 Meter hohen Staneberg die höchste Erhebung. Östlich des Ortes jenseits der Bramke gehören der 385 Meter hohe Kronenberg mit einer Burgruine, nördlich davon der Hengstberg zur Gemarkung. Südöstlich von Groß Lengden erhebt sich der 315,5 Meter hohe Kahlberg im Reinhäuser Wald.

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Ortsname

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zeitpunkt der Ortsgründung ist wie bei den meisten Orten der Region unbekannt. Die erste schriftliche Erwähnung eines Ortes Lengithi bzw. Lengidi wird dem Jahr 822 zugeschrieben und findet sich im Codex Eberhardi des Klosters Fulda. Der Legende nach wurden auf dem Hengstberg einst weisse Pferde geopfert. Erste Hinweise auf zwei Orte des Namens Lengden finden sich in einer dem Jahr 1022 zugeschriebenen Urkunde.[2]

Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde Groß Lengden am 1. Januar 1973 ein Ortsteil der neu gebildeten Gemeinde Gleichen.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat setzt sich aus fünf Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.[4]

  • Dorfliste Groß Lengden: 5 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister von Groß Lengden ist Joachim Johannes Thiery.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ev.-luth. Kirche in Groß Lengden

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • die ev.-luth. Kirche aus der Mitte des 18. Jahrhunderts[5]
  • Die höchste bekannte Elsbeere der Welt mit 35 Metern Höhe steht in Groß Lengden.
  • das Naturschutzgebiet Stadtwald Göttingen und Kerstlingeröder Feld
  • Ruine der mittelalterlichen Höhenburg Niedeck auf dem Kronenberg, erbaut wohl um oder kurz vor 1200, zerstört, seit dem Dreißigjährigen Krieg verlassen und verfallen[6]
  • früh- bis hochmittelalterliche Wallanlage Hünsche Burg 500 Meter südlich der Burg Niedeck[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Groß Lengden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Einwohner der Gemeinde Gleichen (Stand 4. Mai 2015), abgerufen am 3. März 2016
  2. Kirstin Casemir, Uwe Ohainski, Jürgen Udolph: Die Ortsnamen des Landkreises Göttingen. In: Jürgen Udolph: Niedersächsisches Ortsnamenbuch (NOB), Teil IV. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2003, ISSN 0436-1229, ISBN 3-89534-494-X, S. 250f
  3. Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Kreis Göttingen 20. November 1972 (PDF; 16 kB)
  4. Ortsratswahl Groß Lengden 2011
  5. a b Lufen, Peter Ferdinand: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen, Bd. 5.3: Landkreis Göttingen, Teil 2. Altkreis Duderstadt mit den Gemeinden Friedland und Gleichen und den Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen. Herausgegeben vom Niedersächsischen Landesverwaltungsamt - Institut für Denkmalpflege -. CW Niemeyer, Hameln 1997, ISBN 3-8271-8257-3, S. 271.
  6. Klaus Grote: Mittelalterliche Burgstelle Niedeck. Informationstafel am Zuweg zur Burg, 1999