Gumi

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Gumi
Koreanisches Alphabet: 구미시
Chinesische Schriftzeichen: 龜尾市
Revidierte Romanisierung: Gumi-si
McCune-Reischauer: Kumi-si
Basisdaten
Provinz: Gyeongsangbuk-do
Koordinaten: 36° 7′ N, 128° 21′ OKoordinaten: 36° 7′ N, 128° 21′ O
Fläche: 617,28 km²
Einwohner: 374.654 (Stand:  2005)
Bevölkerungsdichte: 607 Einwohner je km²
Gliederung: 2 eup, 6 myeon, 19 dong
Karte
Gumi (Südkorea)
Gumi
Gumi
Gumi auf der Karte von Südkorea.
Geumosan National Park in Gumi

Gumi ist eine Stadt in der südkoreanischen Provinz Gyeongsangbuk-do. Sie ist Heimatstadt des 1979 ermordeten südkoreanischen Präsidenten Park Chung-hee. Während seiner Regierungszeit wurde die Industrie der Stadt durch den Staat stark gefördert. Heutzutage wird Gumi auch als Silicon Valley Südkoreas bezeichnet, da sich hier hauptsächlich Unternehmen wie LG und Samsung angesiedelt haben. Produziert werden hier vor allem Flüssigkristallbildschirme für den Consumer-Bereich.

2013 richtete sie als erste Stadt der Welt ein Elektrobusnetz ein, bei dem die OLEV-Busse kabellos über Induktionstechnik mit Strom aufgeladen werden (100 Kilowatt bei einer Frequenz von 20 Kilohertz und einer maximalen Übertragungseffizienz von 85 Prozent).[1][2] Die Technologie wurde in Daejeon am KAIST entwickelt.

Flusssäure Störfall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. September 2012 ereignete sich beim Verladen von Flusssäure von einem Tankwagen ein Störfall im Betrieb der Hube Global Co., Ltd. in Gumi.[3] Dabei kam es zu einer Explosion und etwa 8 Tonnen Flusssäure wurden freigesetzt. Vier Mitarbeiter von Hube Global und ein Fremdarbeiter kamen ums Leben, mindestens 18 Schwerverletzte und etwa 3200 Personen wurden in Krankenhäusern behandelt.[4] Betroffen waren mehr als 12.200 Menschen, darunter Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei. Zu den materiellen Schäden gehören der Ernteausfall von 210 Hektar Getreide und 3.940 Tiere. Hunderte von Einwohnern mussten mehr als zwei Monate evakuiert werden und 40 Unternehmen in der Nähe hatten einen Profitausfall von 5,3 Milliarden Südkoreanische Won. Die südkoreanische Regierung bezifferte ihre Restaurierungskosten im Katastrophengebiet mit 55,4 Milliarden Südkoreanische Won.[5] Am 27. Januar 2013 und am 2. Mai 2013 ereigneten sich im Samsung Halbleiterproduktionbetrieb in Hwaseong weitere Störfälle mit Flusssäure.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Extremetech
  2. Ingenieur.de
  3. Yong-kyun Kim, Hong-Gyoo Sohn, Disaster Risk Management in the Republic of Korea, S. 86
  4. K.J. Kwon, CNN Toxic leak in South Korea sickens thousands, ruins crops, October 9, 2012, https://edition.cnn.com/2012/10/09/world/asia/south-korea-toxic-leak/index.html
  5. 비교적 최근인 2012년 9월에 일어난 구미 H사의 불산가스 유출사 경북 구미시 산동면 구미 제4국가산업단지 내에 있던 H사에서 발 생한 사고를 말하는데, 업체 직원들이 야외 작업장에 있던 탱크로리 (tank lorry)에 실린 불산을 공장 내의 설비로 주입하던 중에 근로자 의 실수로 탱크로리의 밸브가 열리면서 불산가스가 누출되어 직원 4명 과 외주업체 근로자 1명 등 모두 5 명이 사망하였고 18명이 부상을 당 하였으며 사고현장에 출동한 소방관과 경찰, 그리고 인근의 주민 등 12,200여 명이 건강검진이나 치료를 받았고 공장 인근에 있는 210여 헥타르의 농작물과 3,940여 마리의 가축이 피해를 받았을 뿐만 아니 라 주민 수백 명이 두 달 넘게 대피생활을 해야 했고 인근의 40여 개 업체에서도 53억 원의 피해를 보게 되었다. 이 사고로 정부는 사고지 역을 특별재난지역으로 지정하여 총 554억 원의 복구비용을 투입하기 하였다. vgl. S. 101, British Broadcasting Corporation, 8 October 2012, South Korea designates chemical leak area 'disaster zone' http://www.bbc.com/news/world-asia-19867454, Nature, https://www.nature.com/news/alert-over-south-korea-toxic-leaks-1.12369