Gyeongju

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Gyeongju
Koreanisches Alphabet: 경주시
Chinesische Schriftzeichen: 慶州市
Revidierte Romanisierung: Gyeongju-si
McCune-Reischauer: Kyŏngju-si
Basisdaten
Provinz: Gyeongsangbuk-do
Koordinaten: 35° 50′ N, 129° 13′ OKoordinaten: 35° 50′ N, 129° 13′ O
Fläche: 1.324,39 km²
Einwohner: 277.185 (Stand:  2010)
Bevölkerungsdichte: 209 Einwohner je km²
Gliederung: 4 eup, 8 myeon, 11 dong
Postleitzahl: 38056 - 38201, 38210
Karte
Gyeongju (Südkorea)
Gyeongju
Gyeongju
Gyeongju auf der Karte von Südkorea.

Gyeongju ist eine Stadt im Südosten Südkoreas und als frühere Hauptstadt mit vielen historischen Stätten Touristenziel. Sie liegt im Südosten der Provinz Gyeongsangbuk-do an der Küste des Japanischen Meeres. Städte in der Nähe umfassen auch die Industriezentren Pohang und Ulsan. Zahlreiche Hügel, Ausläufer des Taebaek-Gebirges, liegen im Stadtgebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gyeongju war unter dem Namen Seorabol – auch Geumseong (Goldfestung) genannt – die Hauptstadt des alten Königreichs Silla und auch des Vereinigten Sillareichs, das fast ganz Korea umfasste, eine Tatsache, die für die heutige Bekanntheit verantwortlich ist. Das Silla-Königreich entstand zum Beginn des 1. Jahrhunderts und beherrschte den größten Teil der Koreanischen Halbinsel vom 7. Jahrhundert bis 9. Jahrhundert. Auch heute noch ist eine große Anzahl historischer Stätten aus dieser Zeit zu besichtigen. Nach dem Fall des Königreichs büßte Gyeongju seine Bedeutung ein. Die Hauptstädte Koreas befinden sich seither im zentralen Korea.

Stadtzentrum von Gyeongju

In den 1920er Jahren wurden die ersten Königsgräber aus dem 7. bis 9. Jahrhundert geöffnet und ungewöhnliche Goldfunde gemacht. In und um Gyeongju gibt es zahlreiche bis zu 25 m hohe Rasenkuppen, die lange für natürliche Erhebungen gehalten wurden, tatsächlich aber Hügelgräber der Könige und Aristokraten Sillas sind.[1]

Heute ist Gyeongju eine typische mittelgroße Stadt, die den ökonomischen, demographischen und sozialen Trends des modernen Südkorea folgt. Trotzdem hat sich die Stadt ihre Identität bewahrt, was auch daran liegt, dass in Gyeongju keine Wolkenkratzer gebaut werden dürfen.[2] Diese finden sich etwas abseits im Bomunho Ressort, wo mehrere große Hotelbauten und ein Freizeitpark entstanden. Touristisch eines der bekanntesten Ziele Südkoreas, profitiert die Stadt ökonomisch von der Nähe zu den großen industriellen Zentren wie Ulsan. Gyeongju ist sowohl an das nationale Eisenbahn- als auch Autobahnnetz angeschlossen.

Der Grottentempel Seokguram und der Tempel Bulguksa gehören seit 1995, die historischen Stätten Daeneungwon, Cheomseongdae, Banwolseong und Hwangnyongsa seit 2000 zum UNESCO-Welterbe.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bulguksa-Tempel
Cheomseongdae-Observatorium

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gyeongju listet folgende acht Partnerstädte auf: [3]

Stadt Land seit
Huế VietnamVietnam Vietnam 2007
Iksan Korea SudSüdkorea Nord-Jeolla, Südkorea 1998
Inglewood Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kalifornien, Vereinigte Staaten 1990
Nara JapanJapan Japan 1970
Nitra SlowakeiSlowakei Slowakei 2014
Obama JapanJapan Fukui, Japan 1977
Pompeji ItalienItalien Kampanien, Italien 1985
Versailles FrankreichFrankreich Île-de-France, Frankreich 1987
Xi’an China VolksrepublikVolksrepublik China Shaanxi, Volksrepublik China 1994

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gyeongju – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Gyeongju – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nelles Guide Korea.
  2. Gyeongju: Echoes of Empire. In: 10 Magazine. Bd. 2, 2010, Nr. 4, abgerufen am 8. März 2010.
  3. Gyeongju is Korea - Golden City, Gyeongju > Sister Cities. Abgerufen am 14. Januar 2017.