Gyrostemonaceae

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gyrostemonaceae
Gyrostemon ramulosus, Illustration

Gyrostemon ramulosus, Illustration

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Gyrostemonaceae
Wissenschaftlicher Name
Gyrostemonaceae
Endl.

Die Gyrostemonaceae sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales). Die 16 bis 19 Arten sind in Australien einschließlich Tasmanien (eine Art) heimisch.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wachsen als Sträucher, kleine Bäume oder manchmal Halbsträucher, die Xerophyten sind und oft ein wenig sukkulent sind. Das Sekundäre Dickenwachstum geht von einem konventionellen Kambiumring aus. Die Stämme und Laubblätter sind gummiartig.

Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter können gestielt oder sitzend und klein bis mittelgroß sein. Die einfachen, oft fleischigen, oder krautigen bis ledrigen Blattspreiten sind linealisch, lanzettlich, verkehrt-lanzettlich oder eiförmig. Die Blattspreiten sind besitzen nur eine Blattader oder es liegt Fiedernervatur vor. Es können winzige Nebenblätter vorhanden sein.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blüten stehen einzeln oder in end- oder seitenständigen, traubigen oder ährigen Blütenständen zusammen. Es sind kleine Deckblätter (Brakteolen) vorhanden.

Die Blüten sind funktional eingeschlechtig, meist auch auf getrennten Pflanzenexemplaren (Diözie); seltener sind die Arten einhäusig getrenntgeschlechtig (Monözie). Die unauffälligen Blüten sind mehr oder weniger radiärsymmetrisch. Die Blütenhülle (Perianth) besteht aus einem Kreis mit vier oder fünf verwachsenen, kelchblattartigen (sepalinen) Blütenhüllblättern, die einen breiten fleischigen, flachen oder konvexen Blütenboden umgeben. Der Kelch ist becherförmig, gelappt oder ganzrandig. An diesem setzen die 6 bis 100 (zahlreichen) Staubblätter und der Fruchtknoten an. Die Staubblätter sind untereinander frei und auch nicht mit den Blütenhüllblättern verwachsen. Es sind höchsten kurze Staubfäden vorhanden. Die Staubbeutel öffnen sich mit einem Längsschlitz. Die Pollenkörner besitzen drei Aperturen und sind meist colpat. 5 bis 25 Fruchtblätter sind teilweise bis vollständig zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Pro Fruchtblatt gibt es eine anatrope Samenanlage.

Die meist anfangs fleischigen Spaltfrüchte zerbrechen radial in 2 bis 25 einsamige Teilfrüchte oder Schließfrüchte stehen in einer Sammelfrucht (Synkarp) zusammen. Die Samen besitzen ölhaltiges und ein gutentwickelten, gekrümmten Embryo mit zwei flachen Keimblättern (Kotyledonen).

Chromosomenzahlen und Inhaltsstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Chromosomenzahlen betragen n=14 oder 15.

In dieser Familie sind die für die Ordnung der Brassicales charakteristischen Senfölglykoside vorhanden.

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bestäubung erfolgt durch den Wind (Anemophilie).

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie Gyrostemonaceae ist in weiten Gebieten Australiens heimisch und kommt, mit Ausnahme des monsunbeeinflussten Nordens und südwestlichen Tasmanien im gesamten Kontinent vor. Die Arten treten jedoch nur in ariden Gebieten gehäuft auf. Manche Arten sind „Feuer-Opportunisten“ und besiedeln gestörte Standorte.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie der Gyrostemonaceae ist innerhalb der Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales) die Schwestergruppe der Resedaceae.

In der Familie Gyrostemonaceae gibt vier bis fünf Gattungen mit 16 bis 19 Arten:

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Artikel beruht auf folgenden Weblinks:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Codonocarpus bei Australian Plant Name Index.
  2. Australian Plant Name Index.
  3. Gyrostemon bei Australian Plant Name Index.
  4. Australian Plant Name Index.
  5. Katherine S. Downes, Byron B. Lamont, Marnie E. Light & Johannes van Staden: The fire ephemeral Tersonia cyathiflora (Gyrostemonaceae) germinates in response to smoke but not the butenolide 3-methyl-2H-furo[2,3-c]pyran-2-one, In: Annals of Botany, Volume 106, Issue 2, 2010, S. 381-384.
  6. G. J. Keighery: Walteranthus, a new genus of Gyrostemonaceae from Western Australia, In: Botanische Jahrbucher ..., Band 106, 1, Engelmann Leipzig 1985.
  7. Australian Plant Name Index.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gyrostemonaceae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien