Hélène Miard-Delacroix

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Hélène Miard-Delacroix, 2017

Hélène Miard-Delacroix (* 5. November 1959) ist eine französische Historikerin und Politikwissenschaftlerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hélène Miard-Delacroix ist seit 2008 Professorin für deutsche Zeitgeschichte an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Paris-Sorbonne.[1] Vorher war sie auch an der Universität Tours und ab 2003 als Professorin an der École normale supérieure in Lyon tätig.

Sie besuchte die École normale supérieure in Fontenay-aux-Roses (1980–1985) und studierte an der Sorbonne und Sciences Po Paris Institut d’études politiques de Paris. Sie promovierte und habilitierte sich an der Universität Sorbonne Université. Bis 2018 war sie Vorsitzende des Internationalen Beirats der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung[2] und war bis 2020 stellvertretende Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Zeitgeschichte.[3] Sie gehört zum Wissenschaftlichen Beirat im Haus der Europäischen Geschichte in Brüssel.[4] Sie ist Mitglied der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.[5] Seit 2020 ist sie Mitglied des Senats der Leibniz-Gemeinschaft.

Im Wintersemester 2016/2017 war sie Alfred-Grosser-Gastprofessorin für Bürgergesellschaftsforschung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Am 27. April 2017 gehörte sie zu den Unterzeichnern eines Aufrufes von Universitätsforschern, die eine Wahl von Emmanuel Macron für die Präsidentschaftswahl ankündigten, weil er sich für ein stärkeres Europa einsetze.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Partenaires de choix ? Le Chancelier Helmut Schmidt et la France. Peter Lang, Berne/Paris/New York 1993.
  • mit Alfred Grosser: Allemagne (= Dominos. Bd. 27). Flammarion, Paris 1994.
  • Question nationale et nationalisme. Perceptions françaises d’une problématique allemande au début des années cinquante. Septentrion, Lille-Villeneuve d’Ascq 2004.
  • hrsg. mit Rainer Hudemann: Wandel und Integration. Deutsch-französische Annäherungen der Fünfziger Jahre – Mutations et intégration. Les rapprochements franco-allemands dans les années cinquante. Oldenbourg, München 2005.
  • Im Zeichen der europäischen Einigung: 1963 bis in die Gegenwart (= Deutsch-französische Geschichte. Band 11). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2011.
  • Willy Brandt. Fayard, Paris 2013.
  • hrsg. mit Reiner Marcowitz: 50 ans de relations franco-allemandes. Nouveau monde éditions, Paris 2013, ISBN 978-2-36583-351-6.
  • Willy Brandt, Life of a Statesman, London, New-York, I.B. Tauris, 2016.
  • mit Andreas Wirsching: Von Erbfeinden zu guten Nachbarn. Ein deutsch-französischer Dialog, Reclam, Stuttgart, 2019.
  • hrsg. mit Andreas Wirsching: Emotionen und internationale Beziehungen im Kalten Krieg (= Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien. Band 104), De Gruyter, Berlin 2020, ISBN 978-3-11-067954-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MIARD-DELACROIX Hélène (Memento vom 24. Januar 2020 im Internet Archive), auf lettres.sorbonne-universite.fr
  2. Gremien (Memento vom 28. Juni 2016 im Internet Archive), auf willy-brandt.de
  3. Wechsel an der Spitze des Beirats - IfZ-Gremium in neuer Besetzung, auf ifz-muenchen.de, abgerufen am 6. März 2021
  4. Das Kuratorium und Wissenschaftliche Beirat, auf historia-europa.ep.eu
  5. Vorstand & Mitglieder, auf kgparl.de, abgerufen am 6. März 2021
  6. Internationaler Forschungspreis für französische Deutschlandhistorikerin Miard-Delacroix. Abgerufen am 6. Februar 2017.