HMS Diamond (H22)

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Diamond Royal Navy
HMS Diamond in Hongkong
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1.375 ts Standard
1.890 ts maximal
Länge: 100,28 m
Breite: 10,06 m
Tiefgang: 3,78 m
Antrieb: 3 Admirality-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
36.000 PS (26.460 kW)
Treibstoffvorrat: 473 t Heizöl
Geschwindigkeit: 36 kn (66,7 km/h)
Reichweite: 5.870 sm bei 15 kn
Besatzung: 145
Bewaffnung: 4 × 4,7-inch-Schiffsgeschütze (4 × 1)
1 × 3-inch-Flak
8 × 0,5-inch-Flugabwehr-MGs (2 × 4)
8 × 21-inch-Torpedorohre (2 × 4)
60 × Wasserbomben

HMS Diamond (H22) war ein Zerstörer der D-Klasse der britischen Royal Navy im Zweiten Weltkrieg.

Das Schiff lief am 8. April 1932 als Teil einer Klasse von acht Zerstörern bei Vickers-Armstrong in Barrow-in-Furness, Cumbria, vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 2. November 1932.

Zusammen mit ihren Schwesterschiffen bildete HMS Diamond die 1. Zerstörerflottille, die zunächst der Mittelmeerflotte zugeordnet war. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges waren die Schiffe in Hongkong stationiert. Sie wurden dann jedoch ins Mittelmeer zurückbeordert.

In der ersten Hälfte des Jahres 1940 wurde HMS Diamond zeitweise im Südatlantik eingesetzt. Wieder zurückgekehrt, wurde das Schiff im östlichen Mittelmeer und insbesondere in der Ägäis verwendet. Zu den Hauptaufgaben gehörte die Eskorte von Handelsschiffen sowohl in griechische Häfen als auch nach Malta.

Anfang 1941 nahm der Zerstörer, nunmehr Teil der 10. Zerstörerflottille, als Eskorte an einem der Malta-Geleitzüge teil. Bei der Evakuierung der alliierten Truppen vom griechischen Festland im April 1941 (Operation Demon) war das Schiff im Dauereinsatz. Dabei gelang es HMS Diamond zusammen mit HMS Wryneck, einen Großteil der Soldaten von einem durch Bomben getroffenen Truppentransporter zu retten.

Am darauffolgenden Tag, dem 27. April 1941, waren die beiden oben genannten Zerstörer dann selbst Ziel eines Luftangriffs. HMS Diamond und ihr Begleiter wurden beide unter schweren Verlusten sowohl unter der Besatzung als auch der eingeschifften Truppen durch einen Stuka-Angriff nördlich von Kreta versenkt.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two. Arms and Armour Press, London 1988, ISBN 0-85368-910-5.

Weblinks[Bearbeiten]