Hallenbad

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Hallenbad Hütteldorf
Denkmalgeschütztes Herschelbad in Mannheim
Schwimmhalle „Neptun“ in Rostock (1959)

Ein Hallenbad ist ein in geschlossenen Räumen angelegtes Schwimmbad.

Für die Benutzung der Anlagen wird normalerweise eine Gebühr erhoben, wobei diese bei den meisten kommunalen Bädern nicht kostendeckend ist.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Hallenbäder bestehen im Allgemeinen aus folgenden Raumgruppen:

  • Schwimmhalle mit einem oder mehreren Schwimmbecken (z.B. Schwimmerbecken und Nichtschwimmerbecken, gelegentlich auch ein Sprungbecken) und den Beckenumgängen
  • Technik (vor allem die Wasseraufbereitung) und technische Nebenräume
  • Nebenräume für den Badegast (etwa Foyer, Umkleideräume, Toiletten, Duschen, oftmals auch gastronomische Einrichtungen)
  • Nebenräume für das Personal (etwa Personalumkleideräume)
Neues Hallenbad Idar-Oberstein mit Edelstein in Fassade

Einige Hallenbäder sind auch als Erlebnis- oder Wellnessanlagen mit Sauna, Dampfbad, Solarien, Wasserrutschen, künstlichen Tropenlandschaften, Sprungturm, Tauchbecken, Fitnessbereichen und Wellenbecken eingerichtet.

Energieversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus gesundheitlichen und Komfortgründen werden Wasser und Raumluft in Hallenbädern auf Temperaturen zwischen 25 und 38 °C beheizt. In Kombination mit den Hallengebäuden führt dies zu einem hohen Bedarf an Heizwärme, für weitere Systeme (Wasseraufbereitung, Saunabeheizung, Wellenmaschinen, Pumpen für Wasserrutschen oder Sprudelanlagen) wird entsprechend elektrische Leistung benötigt. Die meisten Hallenbäder in Mitteleuropa decken ihren Energiebedarf mit in Kraft-Wärme-Kopplung betriebenen Blockheizkraftwerken.

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Sicherheitsgründen werden vor allem die Becken von Aufsichtspersonen überwacht. Insbesondere wird auf drohendes Ertrinken von Personen geachtet. Die Bodenverfliesung bietet durch strukturierte Oberfläche auch nassen Füssen eine gewisse Haftung. Regeln wie "kein Laufen" und "kein Hineinspringen ins Becken" sollen Unfallverletzung durch Stürzen, Zusammenprallen, Anprallen und Aufeinanderspringen vermeiden helfen. Startsockel an einem Ende jeder Schwimmbahn erlauben bei etwa 10–12° Neigung zur Bahn hin, mit rauer oder strukturierter Oberfläche und typisch 55 cm Breite und 75 cm Länge jeweils einer Person den Startsprung in die Bahn.

Der Materialwahl für sicherheitsrelevante Bauteile (Deckenabhängungen) sollte bereits bei der Planung eine erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet werden (Spannungsrisskorrosion).[1]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. M. Faller, P. Richner: Sicherheitsrelevante Bauteile in Hallenbädern, Schweiz. Ing.-Arch. 2000 (16), S. 364–370 (online (3,7 MB))

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dietrich Fabian (Bearb.): Bäder. Handbuch für Bäderbau und Badewesen, München 1960.
  • Dietrich Fabian (Bearb.): Hallenbäder und Hallenfreibäder für Allgemeinheit, Schule und Sport (entwurf und planung 29), München 1975
  • Iris Meder: Badefreuden. Eine Reise zu den außergewöhnlichsten Bädern in Mitteleuropa. Wien 2011, ISBN 9783993000516

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hallenbad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Hallenbad – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen