Hand of God (Fernsehserie)

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Seriendaten
Deutscher Titel Hand of God
Originaltitel Hand of God
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 2014–2017
Produktions-
unternehmen
Universal Television, Alcon Television Group, Amazon Studios
Länge ca. 45–66 Minuten
Episoden 20 in 2 Staffeln
Genre Drama
Produktion Marc Forster
Idee Ben Watkins
Musik Marc Streitenfeld
Erstausstrahlung 28. August 2014 (USA) auf Amazon Instant Video
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
2. Oktober 2015 auf Amazon Instant Video
Besetzung
Synchronisation

Hand of God ist eine US-amerikanische Fernsehserie mit Ron Perlman in der Hauptrolle. Sie wird seit 2014 von Universal Television und Alcon Television Group für Amazon produziert und über dessen Streaming-Angebot Amazon Instant Video veröffentlicht. Die Pilotfolge konnte ab dem 28. August 2014 gestreamt werden. Die Abonnenten durften dann ihre Meinungen über diese äußern und abstimmen, bevor Amazon Studios entschied, eine Bestellung für weitere Episoden aufzugeben.[1] Die komplette erste Staffel ist seit dem 4. September 2015 weltweit verfügbar.[2] Eine deutschsprachige Version wurde am 2. Oktober 2015 veröffentlicht.[3] Im Dezember 2015 wurde die Serie für eine zweite Staffel verlängert, welche im Jahr 2016 anlaufen sollte, endgültig aber erst Anfang 2017 zur Verfügung stand.[4] Im September 2016 gab Amazon bekannt, dass die Serie mit der zweiten Staffel enden wird. [5]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie handelt von dem korrupten Richter Pernell Harris, der sich in einer schweren Lebenskrise befindet, weil sich sein Sohn PJ (Pernell Jr.) in den Kopf geschossen hat und im Koma liegt. PJs Ehefrau, also Harris’ Schwiegertochter, wurde davor bei einem Raubüberfall vergewaltigt. Darauf hin findet Harris zu Gott, denn, so glaubt er, wenn er die Verantwortlichen für die Straftat findet, würde PJ – dem von den Ärzten nur geringe Chancen eingeräumt werden – wieder aufwachen. Auf seinem Rachefeldzug erleidet Harris immer wieder Halluzinationen, in denen seiner Meinung nach PJ zu ihm spricht und ihm Hinweise gibt.

Die erste Staffel endet mit dem Tod der Urheberin des Raubüberfalls und dem Abschalten der lebenserhaltenden Maßnahmen PJs, welcher daraufhin erwacht, allerdings wird im Off anschließend ein Herzstillstand angedeutet.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation der Serie übernahm die FFS Film- & Fernseh-Synchron GmbH, München unter Dialogbuch von Dr. Michael Nowka und Dialogregie von Jan Odle.[6]

Schauspieler Charakter Synchronsprecher Beschreibung
Ron Perlman Pernell Harris Tilo Schmitz ein Richter
Dana Delany Crystal Harris Gundi Eberhard Pernell Harris Ehefrau
Andre Royo Robert „Bobo“ Boston Martin Halm der Bürgermeister der Stadt
Garret Dillahunt KD Jan Odle ein religiöser Fanatiker
Alona Tal Jocelyn Harris Katharina Schwarzmaier PJ Harris’ Ehefrau, Pernell Harris’ Schwiegertochter
Julian Morris Paul Curtis Nils Dienemann ein Prediger
Emayatzy Corinealdi Tessie Graham Solveig Duda Pernell Harris’ Geliebte
Johnny Ferro PJ Harris (Pernell Jr.) der Sohn von Pernell und Crystal Harris, der nach einem Selbstmordversuch im Koma liegt
Elizabeth McLaughlin Alicia Hopkins Jacqueline Belle Assistentin des Predigers Paul Curtis

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritiken zur Serie fielen sehr unterschiedlich aus. Während das Echo in den USA überwiegend negativ ausfiel,[7][8][9] äußerten sich deutsche Kritiken positiver.

Anna Meinecke von n-tv schrieb beispielsweise „Manchmal ist ‚Hand of God‘ für Dramaserien-Erprobte ein bisschen zu simpel – wenn Harris’ korrupte Seite zum Beispiel mit einer Prostituierten und einem schwammigen Grundstücksdeal offengelegt wird. Manchmal ist das Format auch unsensibel: Jocelyns Vergewaltigung scheint die Männer in ihrem Leben – Ehemann und Schwiegervater – übel mitzunehmen, sie selbst darf sich nicht großartig positionieren. Trotz der kleinen Fehler weiß ‚Hand of God‘ jedoch auf jeden Fall zu fesseln. Es ist leichter, der Serie zu folgen, als man bei ihrer Thematik denken mag. Das ist vor allem den großartigen Schauspielern geschuldet. Und in puncto Spannungsbogen schadet es sicher nicht, dass die Show als ganze und nicht nur episodenweise verfügbar ist.“[10]

Joachim Huber von „Der Tagesspiegel“ äußerte sich folgend: „Die Serie ist ein Kriminalfall, mehr noch ein Psychothriller. Den Plot hat es so oder so ähnlich schon gegeben, klar, was die Serie aus den Amazon-Studios allerdings heraushebt, das ist die zweite Ebene. Die Geschichte hinter der Story: Fanatismus, hier religiös fundamentiert, als Treibmittel, als Instrument, als Waffe. Gott liefert die Argumente, umgekehrt: Gott ist die Ausrede.“[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Natalie Harvey: Amazon Studios Sets August Premiere for Third Group of Pilots. In: hollywoodreporter.com. 11. August 2014, abgerufen am 6. Oktober 2015 (englisch).
  2. Mario Giulio: Hand of God: Amazon schickt neue Serie ins Rennen – Serienjunkies.de. In: serienjunkies.de. 4. September 2015, abgerufen am 6. Oktober 2015.
  3. Mario Giglio: Hand of God: Deutschsprachige Premiere im Oktober – Serienjunkies.de. In: serienjunkies.de. 4. August 2015, abgerufen am 6. Oktober 2015.
  4. Nellie Andreeva: Amazon Picks Up 5 New Primetime Series & 3 Kids Series, Renews ‘Red Oaks’ & ‘Hand Of God’. 18. Dezember 2015.
  5. Arthur A.: "Hand of God": Amazon-Serie wird nach zwei Staffeln enden. In: Filmfutter.com. 15. September 2016. Abgerufen am 15. September 2016.
  6. Hand of God. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 6. Oktober 2015.
  7. Amazon's new series Hand of God is excruciatingly terrible television. 6. September 2015.
  8. Review: ‘Hand of God,’ on Amazon, Is a California Neo-Noir Thriller. In: The New York Times. 4. September 2015.
  9. Mary McNamara: Amazon's 'Hand of God' features miraculous acting, but little else. 3. September 2015.
  10. Anna Meinecke: Wie von Gottes Hand: Ein fanatischer Richter übt Selbstjustiz – n-tv.de. In: n-tv.de. 4. September 2015, abgerufen am 6. Oktober 2015.
  11. Joachim Huber: Ich bin der Herr, sagt Richter Harris. In: tagesspiegel.de. 4. September 2015, abgerufen am Oktober 2015.