Hans-Georg Huber

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Hans-Georg Huber (* 6. April 1952 in Marl, Landkreis Recklinghausen), ist ein deutscher Business-Coach, Führungskräfte-Trainer, Prozessbegleiter und Autor. Er gilt als einer der Pioniere des Coachings in Deutschland und prägte und gestaltet die Praxis und Ausbildung im Bereich Coaching und Prozessbegleitung maßgeblich mit.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Huber Betriebswirtschaft an der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin. Nach abgeschlossenem Grundstudium wechselte er an die Technische Universität (TU) Berlin, studierte Psychologie und schloss das Studium mit dem Diplom in Psychologie ab. Huber absolvierte Ausbildungen in Biodynamischer Psychologie bei Gerda Boyesen und in Psychoorganischer Analyse bei Paul C. Boyesen; weitere Lehrer waren unter anderem Jay Stattman (Unitive Körperpsychotherapie) und Henning von der Osten. Dazu kamen Weiterbildungen in Neurolinguistischem Programmieren (NLP) bei Thies Stahl, in Posturaler Integration am International Centre for Release and Integration (ICRI) in Mill Valley (Marin County, California, USA) und in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie am C. G. Jung-Institut Stuttgart.

Seit 1984 arbeitete Huber als Klinischer Psychologe/Psychologischer Psychotherapeut in eigener Praxis, seit 1985 parallel dazu als Ausbildungsrepräsentant und seit 1986 auch als stellvertretender Leiter der Ausbildungen in Biodynamischer Psychologie der Boyesen Foundation Utrecht für den deutschsprachigen Raum. 1988 war er Gründungsmitglied des Deutschen Instituts für Psychoorganische Analyse (DIPOA e.V.), das die Ausbildungen der Boyesen Foundation weiterführte, und der erste Geschäftsführer des DIPOA. Von 1987 bis 2001 war er zudem als Trainer, Ausbilder und Supervisor in Psychoorganischer Analyse tätig.

Seine Laufbahn als professioneller Coach, Führungskräfte-Trainer und Prozessbegleiter begann Huber zu Beginn der 1990er Jahre. Eine erste Publikation zum Thema Coaching erschien 1993 in der Zeitschrift managerSeminare unter dem Titel Externes Coaching – Entwicklungshilfe für Führungskräfte? In der Folgejahren engagierte sich Huber öffentlich für die Verbreitung und Akzeptanz von Coaching in Deutschland.[2]

Von 1994 bis 2000 war Huber zudem als Coach für Spitzensportler tätig, unter anderem für die Spielergewerkschaft „Vereinigung der Vertragsfußballspieler e. V. (VDV)“.[3]

Seit 1995 setzt sich Huber intensiv für die, seiner Ansicht nach notwendige Verbindung von Sinn und Erfolg in Führung und Unternehmenskultur ein.[4]

1996 gründete er gemeinsam mit Barbara Hofmann-Huber das Coachingbüro Huber & Partner in Freiburg im Breisgau. Seit 1997 bildet Hans-Georg Huber Coaches und Prozessbegleiter aus und engagiert sich öffentlich für eine hohe Qualität im Coaching und in Coachingausbildungen.[5]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Boyesen, Hans-Georg Huber: Eigentlich möchte ich … Leben zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Kösel-Verlag, München 1991, ISBN 3-466-34256-2.[6] ([2. Auflage] (1991), [3. Auflage] [1993], [4. Auflage] 1998)[7]
  • Paul Boyesen, Hans-Georg Huber: Pour qui je me réveille le matin. ins Deutsche übersetzt von Karine Hauselmann. Edition ADIRE, Paris 1993, ISBN 2-9505879-3-3.
  • Hans-Georg Huber: Der Druck im Profifußball. In: Jürgen Rollmann: Beruf Fußball-Profi – Oder ein Leben zwischen Sein und Schein. (= Sport-Report). Sportverlag Berlin, Berlin 1997, ISBN 3-328-00762-8, S. 94–96.
  • Hans-Georg Huber: Die innere Resonanz. Das passende Coaching-Tool auswählen und erfolgreich anwenden. In: Christopher Rauen (Hrsg.): Coaching-Tools. Erfolgreiche Coaches präsentieren 60 Interventionstechniken aus ihrer Coaching-Praxis. managerSeminare Verlag, Bonn 2004, ISBN 3-936075-18-2, S. 21–24.
  • Hans-Georg Huber, Hans Metzger: Sinnvoll erfolgreich. Sich selbst und andere führen. (= Rowohlt Paperback). Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2004, ISBN 3-499-61936-9. (Prospero Verlag, Münster/ Berlin 2009, ISBN 978-3-941688-02-5)[8]
  • Hans-Georg Huber: Coaching im Spannungsfeld zwischen Sinn und Erfolg. In: Jürgen Graf (Hrsg.): Seminare 2005. Das Jahrbuch der Management-Weiterbildung. managerSeminare Verlag, Bonn 2005, ISBN 3-936075-25-5, S. 89–96.
  • Hans-Georg Huber, Heribert Sterr-Kölln: Nachfolge in Familienunternehmen. Den Generationswechsel erfolgreich gestalten. Ein Orientierungsbuch für Unternehmerfamilien und ihre Berater. Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft, Steuern, Recht, Stuttgart 2006, ISBN 3-7910-2472-8.[9]
  • Hans-Georg Huber: Externes Coaching – Entwicklungshilfe für Führungskräfte? In: ManagerSeminare. 1/1993, S. 58–60.
  • Hans-Georg Huber, Hans-Metzger: Führung Heute – Zwischen Herrschen und Dienen. In: ManagerSeminare. Heft 86, Mai 2006, S. 66–70.
  • Hans-Georg Huber: Wozu braucht es verinnerlichte Kompetenz als Coach? In: Coaching Magazin. 1/2016, S. 36.
  • Hans-Georg Huber: Die Kunst, Entwicklungsprozesse zu gestalten. Erfolgsfaktoren in Coaching, Führung und Prozessbegleitung. ManagerSeminare Verlag, Bonn 2018, ISBN 978-3-95891-037-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Coaching Magazin. 1/2016, S. 36 und Rauen Coach-Datenbank 2009 (Memento vom 31. August 2009 im Internet Archive)
  2. vgl. Coaching - Therapie für die Chefs? In: Hessischen Rundfunk. Hr2, 19. August 1996 und Manager und Sportler tun sich schwer Hilfe zu holen. In: Deutschlandradio. 30. November 1997.
  3. „Mit dem Freiburger Psychologen Hans-Georg Huber hat die vdv einen Coach als Partner gefunden, der durch seine Kompetenz und Erfahrung in Wirtschaft und Sport professionelle Betreuung garantiert.“ (Wir Profis. Das Magazin der VdV. März 1997, S. 17.) siehe auch Coachingtelefon für Profifußballer. In: NDR3. 17.10.97 und Interview der Woche - Hans-Georg Huber am Coaching-Telefon. In: Süddeutsche Zeitung. 8. März 1997, S. 30.
  4. Ingeborg Tzschaschel: „Auf dem Weg zu einem sinnvollen und erfolgreichen Leben“. In: Rhein-Neckar-Zeitung. 11. März 1995, S. 14. Siehe auch „Warum ist der Chef so blöd?“, Taz, S. 13, 15. Februar 2005 und „Prominente im Gespräch - Hans-Georg Huber“, Bayern Alpha, 18. Januar 2006
  5. Vergleiche Kann man eine Coaching-Ausbildung nicht schneller und in komprimierter Form durchführen? und Wozu braucht es verinnerlichte Kompetenz als Coach? im Coaching-Magazin 1/2016, S. 36, und Welche Qualifikation hat ein guter Coach? In: IQ. Magazin zur Weiterbildung von Führungskräften. 2000/1. Niederkassel: WWP-Verlag, ISSN 1436-0551, S. 18–19.
  6. Claudia Szczesny-Friedmann: Die kühle Gesellschaft. Von der Unmöglichkeit der Nähe. Kösel-Verlag, München 1991, S. 215: „Paul C. Boyesen und Hans-Georg Huber, zwei erfahrene und international bekannte Körperpsychotherapeuten, zeigen in diesem Buch: Wir sind es, die unsere Erfahrungen wählen!“
  7. „Mit ihrem Forscherdrang berühren die Autoren einen unserer wundesten Punkte; denn nicht selten sind wir ratlos angesichts der Frage, welchen Sinn wir in unserem Dasein sehen, beziehungsweise, ob wir fähig sind, diesen Sinn auch zu leben.“ (NDR 4 (Norddeutscher Rundfunk [Hamburg], 4. Programm, heute NDR Info: Lesezeichen – neue Sachbücher vorgestellt, 5. Januar 1992.) – „Dass in den Menschen mehr steckt, als sie selber wahrhaben, als sie sich zutrauen, zeigt das neue Buch eines Psychologenteams auf, das Mut macht, aus der eigenen Vergangenheit für die Zukunft zu lernen.“ (Oberösterreichische Nachrichten. Linz an der Donau, 7. Juni 1991)
  8. Vgl. das Statement von Lothar J. Seiwert: „Die Autoren zeigen die wichtige Verbindung von Sinn und Erfolg in vielen Facetten. Das Gleichgewicht zwischen innerem und äußerem Erfolg ist ein entscheidender Faktor, um als Führungskraft seine Mitarbeiter glaubwürdig und erfolgreich in einer Zeit des Wandels führen zu können.“ (Umschlag-Rückseite von Huber/Metzger: Sinnvoll erfolgreich). Vgl. ferner das Zitat von Peter Meyer: „Was fällt Ihnen zum Stichwort »Menschenführung« ein?“ „Das Buch von Huber/Metzger: Sinnvoll erfolgreich – sich selbst und andere führen! Es ist lesenswert.“ Zu Sinnvoll erfolgreich (Die Welt. 5. März 2005).
  9. „Fachbücher versprechen in der Regel Arbeit. Das hier vorgestellte Buch geht darüber hinaus, es bringt Lesevergnügen. Selten gelingt es Autoren, ein schwieriges Thema wie das der Nachfolgeprozesse in Familienunternehmen so überzeugend aufzubereiten.“ (Deutsche Handwerks Zeitung, 8. November 2006.) – „Die Autoren legen hier ein interessantes und informatives Buch vor, das für Familienunternehmen zur Pflichtlektüre gehören sollte.“ Südkurier. 18. Mai 2006.)