Thies Stahl

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Thies Stahl (* 1950) ist ein deutscher Psychologe, Autor und Psychotherapielehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stahl studierte von 1970 bis 1977 Psychologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und schloss mit dem Diplom ab. Er absolvierte Zusatzausbildungen in Gesprächspsychotherapie von 1974 bis 1977, in Gestalttherapie von 1977 bis 1982 (bei Hilarion Petzold), in Familientherapie von 1977 bis 1983 (bei Virginia Satir und C. Gammer), in Hypnotherapie von 1979 bis 1985 (bei John Grinder, Jeffrey Zeig), in NLP von 1980 bis 2006 (bei John Grinder, Richard Bandler, Robert Dilts) und in systemischer Aufstellungsarbeit von 2000 bis 2012 (bei Matthias Varga von Kibéd, Insa Sparrer, Bert Hellinger, Gunthard Weber und Michaela Kaden).[1] 1980 übersetzte er das erste NLP-Buch der Begründer Richard Bandler und John Grinder und brachte das NLP nach Deutschland.[2] Er ist NLP-Lehrtrainer und -Coach.

1981 gründete Thies Stahl die „Deutsche Gesellschaft für Neurolinguistisches Programmieren“ (DGNLP), schloss sich 1989 mit 20 von ihm ausgebildeten DGNLP-Trainern zur „Trainer-Gemeinschaft Neurolinguistisches Programmieren“ (TGNLP) zusammen, war eine Zeit lang im Vorstand der „German Association for Neuro-Linguistic Programming“ (GANLP) und initiierte 1996 den Zusammenschluss der drei größten deutschen NLP-Vereinigungen zum Deutschen Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren (DVNLP)[3][2]. Von 1996 bis 1998 war Stahl Gründungsvorstand im DVNLP und danach dessen langjähriges Ehrenmitglied.[3] 2015 trat Thies Stahl aus diesem Verband aus.

Thies Stahl ist tätig als Psychotherapeut (HP), Coach, Aus- und Weiterbilder in NLP-, Coaching, Mediation und systemischer Aufstellungsarbeit und entwickelt eigene Ansätze systemischen Vorgehens in der Arbeit mit Individuen, Systemen und generationsübergreifenden Verstrickungen.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Change-Talk. Coaching-Können bis zur Meisterschaft. (mit Martina Schmidt-Tanger). Junfermann Verlag, Paderborn 2005, ISBN 978-3-87387-617-0, 2. Auflage 2007.
  • Mit Walter Ötsch: Das Wörterbuch des NLP. Das NLP-Enzyklopädie-Projekt. Junfermann Verlag, Paderborn 1997, ISBN 978-3-87387-336-0, 2. Auflage 2003.
  • Neurolinguistisches Programmieren (NLP): Was es kann, wie es wirkt und wem es hilft. PAL, Mannheim 1992, 2. Aufl., ISBN 978-3-923614-43-1; 5. Aufl. 1996.
  • Triffst du nen Frosch unterwegs... Junfermann Verlag, Paderborn 1988, ISBN 978-3-87387-284-4, 6. Auflage 1995
  • Das Konzept "Widerstand" in der Psychotherapie Milton Ericksons, in der Kommunikationstherapie und im Neurolinguistischen Programmieren. In: Hilarion Petzold (Hrsg.): Widerstand – ein strittiges Konzept in der Psychotherapie. Junfermann, Paderborn 1981, ISBN 978-3-87387-178-6, S. 427–467; online

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vita Thies Stahl
  2. a b Anne-Karien Schau: Theorie des Neuro-Linguistischen-Programmierens. Die Struktur eines Kommunikationskonzeptes in der Veränderungsarbeit, Diplomica, Hamburg 2005, ISBN 9783832485597, S. 84; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  3. a b DVNLP: Die Chronik, dvnlp.de