Hans-Jürgen Riediger

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Riediger (links) 1975

Hans-Jürgen Riediger (* 20. Dezember 1955 in Finsterwalde) war Fußballspieler in der DDR-Oberliga beim Berliner Fußballclub BFC Dynamo. Er spielte 41 Mal (6 Tore) in der Fußballnationalmannschaft der DDR und gewann 1976 die olympische Goldmedaille.

Hans-Jürgen Riediger spielte in seiner Jugendzeit für Traktor Sonnewalde und Motor Finsterwalde Süd und kam mit 14 Jahren zum Berliner Fußballklub BFC Dynamo. Der Stürmer machte bereits bei 34 Nachwuchsländerspielen auf sich aufmerksam und kam bereits mit 17 Jahren am 20. Juni 1973 beim Spiel gegen den Sachsenring Zwickau zu seinem DDR-Oberligadebüt; bereits im nächsten Heimspiel gegen die BSG Wismut Aue erzielte er seine ersten beiden Tore in der höchsten Spielklasse der DDR[1]. Am 26. März 1975 spielte er gegen Bulgarien das erste Mal für die Nationalelf der DDR. Mit ihr kam er später auf insgesamt 41 Länderspiele, in denen er sechs Tore erzielte. In der Fußballolympiaauswahl der DDR wurde Riediger in den Jahren 1975 und 1976 in acht Spielen eingesetzt und gewann beim Fußballturnier der Olympischen Spiele 1976 in Montreal die Goldmedaille. Für diesen Erfolg wurde er mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Silber ausgezeichnet.[2] Mit seinen zahlreichen Toren war er maßgeblich an den ersten fünf Meistertiteln des BFC von 1979 bis 1983 beteiligt. Insgesamt bestritt Riediger 193 Spiele in der DDR-Oberliga und erzielte dabei 105 Tore. Trotz seiner überragenden Torquote wurde er nie Torschützenkönig der Oberliga, wobei er meist nur knapp anderen Torschützen unterlag. Seine letzte Saison 1982/83 war zugleich auch seine stärkste: In den ersten 15 Oberligaspielen erzielte Riediger 16 Tore. Jedoch verletzte sich der Goalgetter schwer am Knie, so dass sowohl die Saison als auch seine Karriere vorzeitig beendet waren.

Nach seinem unfreiwilligen Karriereende infolge eines Knorpelschadens im Knie und anschließender Entzündung studierte Riediger an der DHfK in Leipzig und arbeitete bis 1996 als Nachwuchstrainer beim BFC Dynamo[1]. Außerdem war er Cheftrainer der unterklassigen Vereine TSG Fredersdorf und Eintracht Königs Wusterhausen. Sein Sohn Marcel ist ebenfalls Fußballer. Er spielte unter anderem beim FC Berlin und beim Halleschen FC.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hans-Jürgen Riediger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jörn Luther & Frank Willmann: Der Meisterclub. Das Neue Berlin 2004, ISBN 3-360-01227-5, S. 107f
  2. Von der Ehrung für die Olympiamannschaft der DDR. Hohe staatliche Auszeichnungen verliehen. Vaterländischer Verdienstorden in Silber. In: Neues Deutschland. 10. September 1976, S. 4, abgerufen am 10. April 2018 (online bei ZEFYS – Zeitungsportal der Staatsbibliothek zu Berlin, kostenfreie Anmeldung erforderlich).