Hallescher FC

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Hallescher FC
Logo des Hallescher FC
Voller Name Hallescher Fußballclub e. V.
Ort Halle (Saale), Sachsen-Anhalt
Gegründet 26. Januar 1966
Vereinsfarben rot-weiß
Stadion Erdgas Sportpark
Plätze 15.057
Präsident Michael Schädlich
Manager Ralph Kühne (Finanzen)
Stefan Böger (Sport)
Trainer Rico Schmitt
Marco Kämpfe (Co-Trainer)
Homepage www.hallescherfc.de
Liga 3. Liga
Future-Team Liga U23 (II.)
2015/16 13. Platz
6.Platz (Future-Team Liga II.)
Heim
Auswärts

Der Hallesche FC (bis 1991 Hallescher FC Chemie) ist ein Fußballverein aus der sachsen-anhaltischen Stadt Halle an der Saale, der am 26. Januar 1966 durch Ausgliederung der Fußballsektion aus dem SC Chemie Halle gegründet wurde. Die Farben des 1350 Mitglieder (Stand: 13. Juni 2016) zählenden Vereins sind rot und weiß.[1]

Der Hallesche FC Chemie spielte von 1965 – mit einer Saison Unterbrechung – bis 1984 sowie zwischen 1987 und 1991 in der DDR-Oberliga, der höchsten Spielklasse im DDR-Fußball. Der größte Erfolg der Hallenser war der dritte Platz in der Saison 1970/71 und die damit verbundene Qualifikation für den UEFA-Pokal. In der letzten Spielzeit der nunmehr NOFV-Oberliga erreichte man den vierten Tabellenplatz und zog damit ebenfalls in den UEFA-Pokal ein. Nach der deutschen Wiedervereinigung konnte der Hallesche FC nicht mehr an die alten Erfolge anknüpfen. Bis auf die Saison 1991/92, in der der Verein in der 2. Bundesliga antrat, spielte man bis 2012 nur unterklassig. In der Saison 2011/12 gelang dem Halleschen FC der Aufstieg in die 3. Liga. In diesem Zusammenhang bekam die erste Männermannschaft ab der Saison 2012/13 ein neues Logo.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strukturelle Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die historischen Wurzeln des HFC reichen bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Die sowjetischen Besatzungsmacht hatte auf der Grundlage der Direktive Nr. 23 des Alliierten Kontrollrats alle Sportvereine auf Dauer verboten und zunächst Sportwettkämpfe nur in engen territorialen Grenzen gestattet. Es entstanden locker organisierte Sportgruppen, in Halle 1946 z. B. die SG Halle-Glaucha. Sie nannte sich 1948 in SG Freiimfelde Halle um. Diese schloss sich 1949 mit anderen Sportgruppen zur ZSG Union Halle zusammen.

Zu dieser Zeit war in der sowjetischen Besatzungszone der Sportbetrieb bereits neu organisiert worden, die Sportgruppen wurden von so genannten Trägerbetrieben übernommen und in Betriebssportgemeinschaften (BSG) umgewandelt. Dies geschah für die ZSG Union erst später, am 15. Juli 1950 übernahm das Energiekombinat West die ZSG in die neue BSG Turbine Halle.

1954 startete die DDR-Sportführung eine neue Strukturreform und veranlasste die Gründung von Sportklubs als regionale Schwerpunkte. Eine der wesentlichsten Stützen der neuen Sportklubs waren die Fußballsektionen der örtlichen Betriebssportgemeinschaften. So sollte auch mit dem SC Chemie Halle-Leuna verfahren werden, die Fußballsektion der BSG Turbine Halle sollte in den SC eingegliedert werden. Dagegen gab es seitens der Spieler erhebliche Widerstände, erst im Oktober 1954 fanden sich die Fußballspieler zum Übertritt bereit, die Fußballsektion von Turbine Halle blieb hingegen erhalten.

Parallel zum SC Chemie war in Halle auch noch der SC Wissenschaft Halle gegründet worden. 1958 wurden beide Sportklubs zum SC Chemie Halle zusammengelegt. 1965 ging eine neue Welle der Umstrukturierung durch den DDR-Sport, die leistungsstärksten Fußballsektionen wurden aus ihren Sportklubs herausgelöst und als Fußballklubs neu gegründet. Auf diese Weise wurde am 26. Januar 1966 der Hallesche FC Chemie gegründet. Als nach der deutschen Wiedervereinigung und den damit verbunden wirtschaftlichen Veränderungen die finanzielle und logistische Unterstützung der regionalen Chemieindustrie eingestellt wurde, nannte sich der Klub 1991 in Hallescher FC um.

Sportliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo von Wacker Halle

Vor dem Zweiten Weltkrieg war der FC Wacker 1900 Halle zeitweilig einer der stärksten deutschen Fußballklubs in Mitteldeutschland. In der Saison 1920/21 wurden die Hallenser Mitteldeutscher Meister. In der darauffolgenden Endrunde um die deutsche Meisterschaft erreichte der Klub das Halbfinale, unterlag dort allerdings deutlich dem späteren deutschen Meister, dem 1. FC Nürnberg. 1924 kam Wacker Halle bei der mitteldeutschen Meisterschaft in das Finale und unterlag dort der SpVgg 1899 Leipzig. 1928 konnte im Finale um die mitteldeutsche Meisterschaft der Dresdner SC, die künftig dominierende Mannschaft in Mitteldeutschland, besiegt werden. Im Achtelfinale der deutschen Meisterschaft war dann aber der FC Bayern München Endstation. 1934 gelang mit der Gaumeisterschaft in der neu geschaffenen Gauliga Mitte noch einmal ein großer Erfolg. Mannschaften wie der 1. FC Nürnberg, Borussia Fulda oder der Dresdner SC waren dann aber in den Spielen um die deutsche Meisterschaft zu stark.

1946 bis 1954[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Turbine Halle

Die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene SG Freiimfelde Halle stand 1948 im Endspiel um die 1. Ostzonenmeisterschaft, unterlag jedoch der SG Planitz mit 0:1. Ein Jahr später machte es die Nachfolgermannschaft ZSG Union Halle im Endspiel um die 2. Ostzonenmeisterschaft besser. Der Thüringer Vertreter Fortuna Erfurt wurde mit 4:1 besiegt. Gleichzeitig hatte sich Halle für die neue höchste Fußballklasse Ostdeutschlands, die Oberliga, qualifiziert. In der 1. Oberligasaison 1949/50 belegte die ZSG Union Rang 5. Die im Sommer 1950 gegründete BSG Turbine Halle rutschte in der Saison 1950/51 auf den sechsten Platz herunter. Dagegen verlief die Spielzeit 1951/52 für Turbine optimal, mit einem Vierpunkte-Vorsprung vor der SG VP Dresden gewannen die Hallenser die DDR-Fußballmeisterschaft. Die folgende Saison brachte einen enttäuschenden Abfall auf Rang 13, zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Anschließend fiel die Mannschaft völlig auseinander, da zahlreiche Spieler infolge der politischen Unruhen im Zusammenhang mit dem Volksaufstand von 1953 in die Bundesrepublik geflüchtet waren. Trotzdem konnte sich Turbine auch in der folgenden Spielzeit 1953/54 mit Platz acht in der Oberliga behaupten.

1955 bis 1991[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler des SC Chemie mit dem 1962 gewonnenen FDGB-Pokal

Nach dem Anschluss des Großteils der Oberligamannschaft der BSG Turbine Halle an den SC Chemie Halle-Leuna 1954 erfolgte jedoch der Abstieg in die DDR-Liga. Als Zweitligist konnten die Hallenser allerdings den nächsten großen Erfolg feiern. 1956 gewann Halle den DDR-Fußballpokal (FDGB-Pokal) durch ein 2:1 im Finale gegen ZSK Vorwärts KVP Berlin. Zum Spieljahr 1957 kehrte Halle auch in die Oberliga zurück, um zwei Jahre später, nun als SC Chemie Halle, erneut abzusteigen. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg konnte sich der Klub immerhin vier Jahre halten. Erfolgreicher als in der Liga war Chemie jedoch erneut im FDGB-Pokal. Nachdem 1960 noch im Halbfinale gegen SC Empor Rostock das Aus kam, konnte die Mannschaft 1962 den Pokal ein zweites Mal gewinnen. Im Finale besiegte Halle den SC Dynamo Berlin mit 3:1. 1963 erreichte die Mannschaft erneut das Pokalhalbfinale gegen Motor Zwickau. 1964/65 musste Chemie jedoch erneut für ein Jahr in die Zweitklassigkeit.

Mannschaftsfoto 1983/84

Dem sofortigen Wiederaufstieg folgte dann die erfolgreichste Phase in der Oberliga, deren größter Erfolg der dritte Platz 1970/71 und die damit verbundene Qualifikation für den UEFA-Pokal war. Nach dem tragischen Aus (siehe unten) im UEFA-Pokal ging es auch in der Liga wieder abwärts. 1973 stand der erneute Abstieg fest, dem jedoch der sofortige Wiederaufstieg folgte. Diesem schlossen sich zehn durchgehende Oberligajahre an, die man zumeist auf einem Platz im Mittelfeld abschloss.

Historisches Logo des HFC Chemie (1966 Gerhard Voigt, „Burg“)

1984 ging es erneut hinab in die DDR-Liga, in der man zweimal hintereinander als Zweiter den Aufstieg knapp verpasste, ehe 1987 die Rückkehr in die Oberliga gelang. Durch die beste Platzierung seit dem dritten Platz 1971, dem vierten Platz in der Spielzeit 1990/91, gelang den Hallensern die Qualifikation für die gesamtdeutsche 2. Bundesliga.

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chemie Halle spielte erstmals als FDGB-Pokalsieger 1962 im Europapokal mit, scheiterte jedoch in der 1. Runde im Europapokal der Pokalsieger am OFK Belgrad (A 0:2/H 3:3).

Die zweite Europapokalqualifikation gelang nach dem dritten Platz in der DDR-Oberliga 1970/71 zum UEFA-Pokal 1971/72. Nach einem 0:0 im Hinspiel daheim gegen die PSV Eindhoven wurden die Hallenser am Vorabend des Rückspiels in einen Hotel-Großbrand in Eindhoven verwickelt. Es gelang u. a. den Spielern Klaus Urbanczyk und Erhard Mosert, einigen anderen Hotelgästen das Leben zu retten, wobei sie sich allerdings selbst schwer verletzten. Da zudem der Nachwuchsspieler Wolfgang Hoffmann beim Brand ums Leben kam, zog sich der HFC Chemie aus dem UEFA-Pokal zurück und das Rückspiel wurde nicht mehr ausgespielt. Dadurch kam die PSV Eindhoven in die 2. Runde. Ein inoffizielles „Rückspiel“ wurde 2006 ausgetragen, wobei Eindhoven gegen den damaligen Viertligisten in Halle 12:2 gewann.[2]

Die dritte und seitdem letzte Europapokalqualifikation gelang 1991 nach dem vierten Platz in der Oberliga Nordost. Als gesamtdeutscher Zweitligist schied Halle gegen Torpedo Moskau in der ersten UEFA-Pokalrunde aus (H 2:1/A 0:3).

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1962/63 Europapokal der Pokalsieger Qualifikation Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien OFK Belgrad 3:5 0:2 (A) 3:3 (H)
1971/72 UEFA-Pokal 1. Runde NiederlandeNiederlande PSV Eindhoven 0:0 0:0 (H) kampflos[3]
1991/92 UEFA-Pokal 1. Runde SowjetunionSowjetunion Torpedo Moskau 2:4 2:1 (H) 0:3 (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 5 Spiele, 1 Sieg, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen, 5:9 Tore (Tordifferenz −4)

Entwicklung nach 1991[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umbenannt in Hallescher FC, trat das Team zur Saison 1991/92 in der Süd-Staffel der 2. Bundesliga an. Auf Grund des Spielmodus während jener Saison gehörte der HFC in der Rückrunde zu den sechs Mannschaften, die gegen den Abstieg spielten. Den Wechsel von Spielmacher Dariusz Wosz zum VfL Bochum während der Winterpause konnte das Team jedoch nicht kompensieren, so dass der Klassenerhalt verpasst wurde und der HFC absteigen musste. Nachdem die zum Ziel gesetzte sofortige Rückkehr in den Profifußball gescheitert war, setzte ein kontinuierlicher sportlicher Abstieg ein, der erst in der fünftklassigen Verbandsliga gestoppt werden konnte. Zeitweilig büßte der HFC dabei auch seine Vormachtstellung im halleschen Fußball gegenüber dem VfL Halle 1896 ein.

Seit der Saison 2000/01 spielte der HFC acht Jahre lang in der Südstaffel der Oberliga Nordost (Spielklasse 4). Bei der Neueinteilung des Ligasystems 2008 konnte sich der HFC für die Regionalliga Nord qualifizieren. Als Liganeuling gelang in der Saison 2008/09 ein ausgezeichneter zweiter Platz hinter Holstein Kiel, wobei der Aufstieg in die 3. Liga erst am letzten Spieltag verpasst wurde. Bemerkenswert ist, dass der HFC während dieser Saison einerseits bis zum 26. Spieltag ungeschlagen war, und andererseits keine einzige Auswärtsniederlage hinnehmen musste. Jene Serie hielt 28 Auswärtsspiele lang: von November 2007 (1:2 gegen VfB Germania Halberstadt am 12. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd) bis September 2009 (0:1 gegen den FC Oberneuland am 6. Spieltag der Regionalliga Nord). Durch den Gewinn des Sachsen-Anhalt-Pokals (4:3 nach Elfmeterschießen gegen den 1. FC Magdeburg am 14. Mai 2008) durfte der HFC in dieser Saison auch am DFB-Pokal teilnehmen, schied aber bereits in der 1. Hauptrunde nach einem 0:5 gegen Hannover 96 aus. In der Saison 2009/10 spielte der HFC ebenfalls lange um den Aufstieg mit, konnte sich aber auf Grund nur mäßigen Erfolges in den letzten Begegnungen nicht behaupten und belegte am Ende den vierten Platz. Am 16. Mai 2010 entschied der Hallesche FC die 20. Austragung des Landespokals durch einen 3:2-Erfolg über den Oberligisten VfB Germania Halberstadt für sich. In der 1. Runde des DFB-Pokals 2010/11 schlug der HFC den Zweitligisten 1. FC Union Berlin mit 1:0. In der 2. Runde unterlag die Mannschaft dem Zweitligisten MSV Duisburg mit 0:3.

Während sich der HFC in der Saison 2010/11 schon früh aus dem Aufstiegsrennen verabschiedete, gelang im Landespokal der vierte Finaleinzug in Folge. Am 17. Mai 2011 hieß der Gegner im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion die Mannschaft von FC Grün-Weiß Piesteritz aus der Verbandsliga Sachsen-Anhalt (6. Liga). Erwartungsgemäß gewann der Hallesche FC das Spiel mit 2:0 und startet durch die erfolgreiche Titelverteidigung wiederum in der 1. Runde des DFB-Pokals 2011/12. Dort musste sich der Hallesche FC nach einem über lange Zeit ausgeglichenem Spiel schließlich Eintracht Frankfurt mit 0:2 geschlagen geben.

Am letzten Spieltag der Saison 2011/12, nachdem Holstein Kiel der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg mit 4:1 unterlag, stieg der HFC mit einem 0:0-Unentschieden gegen den letztlich drittplatzierten RB Leipzig, in die dritte Liga auf.

Vier Tage später sicherte sich der HFC im FSA-Pokalfinale zum dritten mal in Folge den Landespokal gegen den Haldenslebener SC, vor ca 2.700 Zuschauern mit 4:0 im Paul-Greifzu-Stadion in Dessau (und damit insgesamt der 6. Landespokal seit der Erstaustragung 1991). Damit zogen sie erneut in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals ein. In der 1. Runde des DFB-Pokal 2012/13 traf der HFC auf den Zweitligisten MSV Duisburg, dem er mit 0:1 unterlag. Somit kam es zu einem wiederholten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften innerhalb von zwei Jahren. In der 2. Runde des DFB-Pokal 2010/11 unterlag die Mannschaft damals dem Zweitligisten MSV Duisburg mit 0:3.

3. Liga (seit 2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Saison in der 3. Liga schloss der Hallesche FC nach einer eher bescheidenen Hinrunde und einer starken Rückrunde am letzten Spieltag mit einem 2:1-Heimsieg gegen den 1.FC Saarbrücken letztlich als Tabellenzehnter ab. Dabei konnte jedoch erst am vorletzten Spieltag mit einem 2:2-Unentschieden in der Auswärtspartie bei der 2. Mannschaft von Borussia Dortmund der Klassenerhalt gesichert werden. Die Saison 2013/14 zeigte einen ganz ähnlichen Verlauf: Die überwiegend aus neuen Spielern zusammengesetzte und später durch zahlreiche Verletzungen dezimierte Mannschaft fand zunächst nicht in den Wettbewerb und stand zum Jahreswechsel auf einen Abstiegsplatz. Nicht zuletzt aufgrund der Wintertransfers von Tim Kruse (defensives Mittelfeld) und Francky Sembolo (Sturm) gelang eine herausragende Rückrunde und der sichere Klassenerhalt mit Platz 9 der Tabelle. Die Saison 2014/15 wurde mit Platz 10 abgeschlossen. Zudem gewann der HFC zum siebenten Mal den Landespokal. Am 30. August 2015 wurde Sven Köhler nach 8 Jahren beurlaubt. Trainernachfolger von Sven Köhler wurde Stefan Böger. Im Februar 2016 erklärte Böger, dass er zur Saison 2016/17 die neugeschaffene Stelle des Sportdirektors beim HFC übernehmen wird.[4] Als Nachfolger für den Trainerposten wurde Rico Schmitt verpflichtet. Da der HFC zum Ende der 3. Fußball-Liga 2015/16 in Abstiegsgefahr geriet, trat Böger vorzeitig vom Traineramt zurück und wurde durch Schmitt ersetzt.[5] Unter Schmitt gelang dem HFC mit Platz 13 der Klassenerhalt, zudem wurde mit einem Finalsieg gegen den 1. FC Magdeburg der Landespokaltitel verteidigt.

Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Heimspiele trug der Hallesche FC bis Sommer 2010 im Kurt-Wabbel-Stadion aus. Da die Spielstätte aufgrund des Neubaus einer reinen Fußballarena abgerissen wurde, musste der Verein vorübergehend in das Stadion im Bildungszentrum im Hallenser Stadtteil Neustadt ausweichen. Das neue Stadion, das den Namen Erdgas Sportpark trägt und 15.057 Plätze fasst, wurde im September 2011 fertiggestellt und dient dem Halleschen FC seit der Saison 2011/12 als Heimstätte.[6]

Sponsoren und Ausrüster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Erste Mannschaft des Hallesche FC keine Unterstützung der regionalen Chemieindustrie mehr erhielt, schloss man im Zuge der Wiedervereinigung erste Sponsorenverträge ab:[7]

Saison Ausrüster Hauptsponsor Branche
2007/08 Masita Stadtwerke Halle Energie, Ver- und Entsorgung
2008/09 Masita Stadtwerke Halle Energie, Ver- und Entsorgung
2009/10 Masita Stadtwerke Halle Energie, Ver- und Entsorgung
2010/11 Masita Stadtwerke Halle Energie, Ver- und Entsorgung
2011/12 Masita Stadtwerke Halle Energie, Ver- und Entsorgung
2012/13 Masita Stadtwerke Halle Energie, Ver- und Entsorgung
2013/14 Masita Stadtwerke Halle Energie, Ver- und Entsorgung
2014/15 Masita Stadtwerke Halle Energie, Ver- und Entsorgung
2015/16 Puma[8] Stadtwerke Halle Energie, Ver- und Entsorgung
2016/17 Puma Stadtwerke Halle Energie, Ver- und Entsorgung

Meisterschaftsplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legende: ↓ abgestiegen ↑ aufgestiegen

Erste Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der 1. Mannschaft ab der Saison 2012/13, das die Symbole Mond und Sterne aus dem Halleschen Wappen zeigt

(Stand: 29. Januar 2016)

Kader der Saison 2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Spieler Nation Geboren am Im Verein seit
Tor
1 Fabian Bredlow DeutschlandDeutschland 02. Mär. 1995 2015
31 Lukas Königshofer OsterreichÖsterreich 16. Mär. 1989 2014
32 Tom Müller DeutschlandDeutschland 27. Nov. 1997 2015
Abwehr
3 Dominic Rau DeutschlandDeutschland 14. Nov. 1990 2014
5 Patrick Mouaya Kongo RepublikRepublik Kongo 06. Juli 1985 2009
7 Florian Brügmann DeutschlandDeutschland 23. Jan. 1991 2013
13 Stefan Kleineheismann DeutschlandDeutschland 08. Feb. 1988 2015
21 André Wallenborn DeutschlandDeutschland 25. Mär. 1995 2015
25 Marcel Baude DeutschlandDeutschland 05. Okt. 1989 2013
28 Jonas Acquistapace DeutschlandDeutschland 18. Juni 1989 2015
34 Max Barnofsky DeutschlandDeutschland 05. Mär. 1995 2015
Mittelfeld
4 Ivica Banović KroatienKroatien 02. Aug. 1980 2014
6 Toni Lindenhahn DeutschlandDeutschland 15. Nov. 1990 2007
9 Björn Ziegenbein DeutschlandDeutschland 30. Apr. 1986 2012
11 Mike-Steven Bähre DeutschlandDeutschland 10. Aug. 1995 2016
18 Tim Kruse DeutschlandDeutschland 10. Jan. 1983 2014
20 Sören Bertram DeutschlandDeutschland 05. Juni 1991 2013
22 Max Jansen DeutschlandDeutschland 26. Mai  1993 2014
23 Sascha Pfeffer DeutschlandDeutschland 09. Okt. 1986 2014
26 Dorian Diring FrankreichFrankreich 11. Apr. 1992 2015
27 Marco Engelhardt DeutschlandDeutschland 02. Dez. 1980 2014
Angriff
8 Tobias Müller DeutschlandDeutschland 31. Mär. 1993 2015
10 Selim Aydemir DeutschlandDeutschland TurkeiTürkei 26. Okt. 1990 2014
14 Timo Furuholm FinnlandFinnland 11. Okt. 1987 2013
15 Lukas Stagge DeutschlandDeutschland 11. Mai  1997 2015
35 Osayamen Osawe EnglandEngland 03. Sep. 1993 2014

Transfers zur Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge
Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland Robin Urban SSV Jahn Regensburg1 Sommer 2016
DeutschlandDeutschland Benjamin Pintol Kickers Offenbach
DeutschlandDeutschland Martin Röser Kickers Offenbach
DeutschlandDeutschland Fabian Baumgärtel Stuttgarter Kickers
KroatienKroatien Petar Slišković Stuttgarter Kickers
DeutschlandDeutschland Klaus Gjasula Stuttgarter Kickers
DeutschlandDeutschland Tobias Schilk 1. FSV Mainz 05 II
DeutschlandDeutschland Marvin Ajani Fortuna Düsseldorf II
LibanonLibanon Hilal El-Helwe VfL Wolfsburg II
DeutschlandDeutschland Michael Netolitzky TSV 1860 München II
Abgänge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
EnglandEngland Osayamen Osawe 1. FC Kaiserslautern Sommer 2016
DeutschlandDeutschland Maximilian Jansen SV Sandhausen
KroatienKroatien Ivica Banović SC Freiburg
DeutschlandDeutschland Lukas Königshofer Stuttgarter Kickers
DeutschlandDeutschland Tim Kruse Energie Cottbus
DeutschlandDeutschland Marcel Baude Energie Cottbus
DeutschlandDeutschland Marco Engelhardt TSG 1899 Hoffenheim II
DeutschlandDeutschland Sören Bertram FC Erzgebirge Aue
DeutschlandDeutschland Mike-Steven Bähre Hannover 96 II 2
DeutschlandDeutschland Robin Urban SSV Jahn Regensburg
DeutschlandDeutschland Jonas Acquistapace
Kongo RepublikRepublik Kongo Patrick Mouaya
DeutschlandDeutschland Selim Aydemir
DeutschlandDeutschland Björn Ziegenbein
DeutschlandDeutschland Dominic Rau
1 ausgeliehen
2 war ausgeliehen

Trainer- und Betreuerstab der Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Funktion
DeutschlandDeutschland Rico Schmitt Cheftrainer
DeutschlandDeutschland Stefan Böger Sportdirektor
DeutschlandDeutschland Marco Kämpfe Co-Trainer
DeutschlandDeutschland Dieter Strozniak Teamleiter
DeutschlandDeutschland Matthäus Witt Torwarttrainer
DeutschlandDeutschland Thomas Bartels Mannschaftsarzt
DeutschlandDeutschland Steve Rohr Physiotherapeut
DeutschlandDeutschland Walter Moissejenko Physiotherapeut
DeutschlandDeutschland Jens Neumann Physiotherapeut
DeutschlandDeutschland Dagmar Schultze Betreuerin

Zweite Mannschaft/Future Team U23[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite Mannschaft des Halleschen FC spielte bis 2014 in der Oberliga Nordost (Staffel Süd), danach bis zur Auflösung 2015 in der Verbandsliga Sachsen-Anhalt. Bis 2014 war der ehemalige Bundesligaspieler Stefan Blank Trainer der zweiten Mannschaft. Nach dem Rückzug der II. Mannschaft aus der Verbandsliga setzt der Hallesche FC mit dem Future Team U23 auf die neu ins Leben gerufene Future League. In dieser erhalten Talente aus dem Nachwuchs-Leistungsbereich zusätzlich eine Plattform auf internationaler Ebene, um sich für den Profikader zu empfehlen. Die Spieltage werden individuell erstellt, und die Spiele werden zum Teil auf neutralen Plätzen ausgetragen. Neben dem HFC spielen auch Dynamo Dresden, Chemnitzer FC, Sparta Prag, Slovan Liberec und FK Teplice in der Future League.[9]

Auswahl bekannter Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DDR-Nationalspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Spieler bestritten während ihrer Zeit beim HFC Chemie Länderspiele für die Nationalmannschaft der DDR:

Bernd Bransch war der HFC Chemie-Spieler mit den meisten Länderspieleinsätzen (1974)

Gesamtdeutsche Nationalspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalspieler anderer Nationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesligaspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt 16 Spieler waren nach ihrer Zeit beim HFC (Chemie) in der 1. Bundesliga aktiv:

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2004 besitzt der Verein ein eigenes Maskottchen namens Hallotri, eine übergroße Biberfigur.[10]

In der Traditionspflege ist der 1991 aus dem Vereinsnamen getilgte Begriff „Chemie“ weiterhin präsent. Das Stadionheft des HFC heißt „Chemiker“, und der Schlachtruf der Fans lautet „Chemie – Halle“.[11]

Es besteht seit den 1990er Jahren eine Fanfreundschaft zu Lok Leipzig und seit den 2000ern zum FC Rot-Weiß Erfurt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hallescher FC – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hallescher FC – Mitgliedschaft. In: hallescherfc.de. Hallescher FC, abgerufen am 15. Juni 2016.
  2. Steffen Rohr: Inferno im „Seepferdchen“. In: Kicker-Sportmagazin. Nr. 80, 2014, S. 94–95.
  3. Die Brandkatastrophe 1971. In: spox.com. Spox.com, 10. April 2013, abgerufen am 17. Februar 2015.
  4. Daniel George: Personalentscheidung beim HFC: Böger ist ein Mann für die Zukunft. In: mz-web.de. Mitteldeutsche Zeitung, 18. Februar 2016, abgerufen am 19. Mai 2016.
  5. Hallescher FC: Rico Schmitt löst beim HFC Stefan Böger ab. In: mz-web.de. Mitteldeutsche Zeitung, 13. April 2016, abgerufen am 19. Mai 2016.
  6. halleforum.de: Richtfest beim Erdgas Sportpark in Halle (Saale) (Memento vom 11. April 2011 im Internet Archive)
  7. HFC-Mannschaften bis heute. In: hallescherfc.de. Hallescher FC, abgerufen am 22. August 2015.
  8. LEUCHTTURM IM OSTEN: PUMA WIRD NEUER HFC-AUSRÜSTER. In: hallescherfc.de. Hallescher FC, 11. Mai 2015, abgerufen am 22. August 2015.
  9. FUTURE LEAGUE: HFC-TALENTE STARTEN BEI SPARTA PRAG. Offizielle Website des Halleschen FC, 9. Juli 2015, abgerufen am 9. Juli 2015.
  10. Hinweis in: RevierSport 18/2013, S. 47 mit Erklärung des Namens.
  11. Hallescher Fussballclub e.V.: Hallescher FC e.V.: Tageskarten. In: Hallescher FC e.V..