Hans-Joachim Haupt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hauptmann Hans-Joachim Haupt (links), Oberstleutnant Georg von Oven, Hauptmann Cordt von Brandis (1918)
Restitutionsgrabstein für Hans-Joachim Haupt auf dem Invalidenfriedhof Berlin (Zustand 2013)

Hans-Joachim Haupt (* 26. Juni 1876 in Schlegelsburg[1] bei Soldin (Neumark); † 30. Juli 1942 in Berlin) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalmajor im Zweiten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haupt trat am 7. März 1896 als Sekondeleutnant in das Infanterie-Regiment „Hiller von Gärtringen“ (4. Posensches) Nr. 59 in Deutsch-Eylau ein. Ab 1. Oktober 1902 versah er für zwei Jahre Dienst als Adjutant im III. Bataillon seines Regiments, wurde dann in gleicher Funktion beim Bezirkskommando Deutsch-Eylau eingesetzt und als solcher am 20. März 1906 zum Oberleutnant befördert. Haupt schied am 30. März 1910 aus dem aktiven Dienst aus und wurde in die Reserve überführt.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs erfolgte im November 1914 seine Reaktivierung im Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments „Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin“ (4. Brandenburgisches) Nr. 24. Mit diesem kam er an der Westfront zum Einsatz und beteiligte sich als Chef einer Kompanie an der Erstürmung des Forts Douaumont. Als Hauptmann der Reserve (seit 8. März 1915) wurde er am 13. Mai in das Aktivenverhältnis übernommen und am 18. Mai 1916 zum Kommandeur des III. Bataillons des Regiments ernannt. Für seine Verdienste hatte er am 16. März 1916 den Pour le Mérite erhalten.

Haupt verblieb über das Kriegsende hinaus bei der Truppe und war nach der Rückführung in die Heimat und der dortigen Demobilisierung in Neuruppin ab Januar 1919 Kommandeur des III. Bataillons des Freiwilligen-Regiments von Oven. Ab 1. Juli 1919 war er dann bei der Abwicklungsstelle des Infanterie-Regiments 24 tätig, wurde im September zur Schutzpolizei kommandiert und am 30. Januar 1920 unter Beförderung zum Major aus dem aktiven Dienst entlassen. Haupt trat im Anschluss als Polizei-Major der Sicherheitspolizei Berlin bei und wurde dort im August 1933 Polizei-Oberstleutnant.

Als Oberstleutnant wechselte Haupt am 15. Oktober 1935 in das Heer über und man verwendete ihn beim Stab des Generalkommandos des III. Armeekorps. Dort erfolgte am 1. April 1937 auch die Beförderung zum Oberst. Am 27. August 1939 erhielt er den Charakter als Generalmajor verliehen. Tags zuvor war er in den Stab des stellvertretenden Generalkommandos des III. Armeekorps gekommen.

Haupt verblieb über den Beginn des Zweiten Weltkriegs in dieser Funktion und wurde am 1. März 1941 zum Generalmajor befördert. Als solcher verstarb er am 30. Juli 1942 und wurde auf dem Invalidenfriedhof Berlin beigesetzt. Seine Grabstelle wurde nach 1989 mit einem Restitutionsstein gekennzeichnet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Keilig: Die Generale des Heeres 1939–1945. Podzun-Pallas Verlag, 1983, ISBN 3-7909-0202-0, S. 129.