Hans Bunje

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Hans Bunje

Hans Bunje, Pseudonym Hans Seekamp (* 1. Mai 1923 in Brake) ist ein deutscher Schriftsteller, Bühnen- und Hörspielautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Bunje wuchs als ältester von fünf Söhnen des Schriftstellers Karl Bunje in seiner Geburtsstadt auf. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges machte seinen Wunsch, Schiffsbau zu studieren zunichte, dafür wurde er bei der Marine zum Ingenieuroffizier für U-Boote ausgebildet. Nach Kriegsende studierte Bunje in Göttingen an der Georg-August-Universität die Fächer Deutsch, Geschichte und Philosophie und promovierte 1951 mit der Schrift Der Humor in der niederdeutschen Dichtung des Realismus.[1][2]

In den Jahren 1951 und 1952 arbeitete Bunje als Mittelschullehrer in Kiel, anschließend war er als Studienreferendar in Flensburg, Kiel und Rendsburg tätig, kehrte dann endgültig nach Kiel zurück und lehrte zunächst als Studienassessor, ab 1957 dann als Studienrat an der Kieler Gelehrtenschule.[2] Während dieser Zeit unterrichtete Bunje auch an der dortigen Pädagogischen Hochschule im Bereich „Niederdeutsches Laienspiel“.[1]

Daneben machte sich Bunje wie bereits sein Vater als Autor niederdeutscher Theaterstücke und Hörspiele einen Namen. Einige Bühnenstücke wurden auch für den Hörfunk adaptiert. Bereits Ende der 1940er-Jahre entstand unter dem Pseudonym Hans Seekamp das Stück Dubbelt verspeelt, das zunächst 1949 seine Uraufführung als Einakter erlebte, 20 Jahre später dann vom Hamburger Ohnsorg-Theater erstmals als Dreiakter gespielt wurde. Ende der 1970er-Jahre entstand mit der Musik von Karl Eckert das Musical De Sprottenkathrin, Ort und Datum der Uraufführung konnten nicht ermittelt werden.[2]

Ab 1975 fungierte Bunje als Leiter des Bühnenbundes Schleswig-Holstein, ab 1978 war er Redaktionsmitglied der Zeitschrift Periodika des Niederdeutschen Bühnenbundes.[3]

Hans Bunje hat 2 Töchter und lebt in Heikendorf Ortsteil Kitzeberg bei Kiel.[2]

Theaterstücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uraufführung Titel Bühne
1949 Dubbelt verspeelt Niederdeutsche Bühne Borkum
28. April 1968 Utkniepen hölpt nich Ohnsorg-Theater
30. März 1969 Dubbelt verspeelt Ohnsorg-Theater
27. September 1970 Dat stahlen Glück Ohnsorg-Theater
11. Oktober 1978 Dat Smugglernest Niederdeutsche Bühne Kiel
23. April 1980 De Wulken 80 Niederdeutsche Bühne Kiel
De Sprottenkathrin

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sendejahr Sender Titel Regie Sprecher (Auswahl)
1950 RB Dubbelt verspeelt Nicht bekannt Nicht bekannt
1952 NWDR Hamburg Allns üm de Deern Hans Freundt Hartwig Sievers, Rudolf Beiswanger, Hilde Sicks, Heidi Kabel, Otto Lüthje, Hans Mahler, Heini Kaufeld
1967 NDR Utkniepen hölpt nich Günther Siegmund Ernst Grabbe, Erna Raupach-Petersen, Hanno Thurau, Werner Riepel, Heinz Lanker, Rolf Bohnsack
1968 NDR Duppelt verspeelt Günther Siegmund Karl-Heinz Kreienbaum, Christa Wehling, Jochen Schenck, Rudolf Beiswanger, Edgar Bessen, Ulla Mahrt
1970 NDR Das Laubenparadies Rudolf Beiswanger Heinz Lanker, Hilde Sicks, Heidi Kabel, Christa Siems, Gertrud Prey
1971 NDR Dat stahlen Glück Curt Timm Herma Koehn, Werner Riepel, Hanno Thurau, Hilde Sicks, Heinz Lanker, Otto Lüthje
1972 NDR Krumme Tourn Rudolf Beiswanger Ernst Grabbe, Heidi Mahler, Edgar Bessen, Jürgen Pooch, Gertrud Prey, Ulla Mahrt

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Biographie beim Karl Mahnke Theaterverlag (Memento des Originals vom 14. Januar 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/mahnke-verlag.de, abgerufen am 5. Mai 2017.
  2. a b c d Biographie bei Plattdeutsche Bibliographie und Biographie, abgerufen am 5. Mai 2017.
  3. Wilhelm Kosch (Hrsg.): Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert, Band 4, Seite 608, K. G. Saur Verlag, Zürich und München, ISBN 3-908255-04-X.