Hans Herbert Grimm

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Hans Herbert Grimm (* 26. Juni 1896 in Markneukirchen;[1]7. Juli 1950 in Altenburg[2]) war ein deutscher Lehrer und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grimm, Sohn eines Kaufmanns, studierte Philosophie und Germanistik und wurde 1921 in Halle an der Saale mit einer Dissertation zum Thema Die Mundart des Döbratales promoviert. Später arbeitete er als Lehrer für Französisch am Karolinum in Altenburg. Seit 1925 war er mit Elisabeth geb. Richter verheiratet.[3] 1928 veröffentlichte er unter dem Pseudonym „Schlump“ den Roman Schlump. Geschichten und Abenteuer aus dem Leben des unbekannten Musketiers Emil Schulz, genannt 'Schlump', von ihm selbst erzählt' über den Ersten Weltkrieg. Unter den Nationalsozialisten wurde das Buch verboten und 1933 mit zahlreichen anderen unliebsamen Werken öffentlich verbrannt. 2014 wurde der Roman neu aufgelegt.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Grimm als Dolmetscher an der Westfront eingesetzt. Nach dem Krieg wurde er wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft aus dem Schuldienst entlassen, später rehabilitiert. Danach arbeitete er für eine Spielzeit als Dramaturg am Landestheater Altenburg.[4] Im Sommer 1950 wurde er zu einer Unterredung vor DDR-Behörden geladen. Zwei Tage später nahm er sich zu Hause das Leben.[5][6]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Mundart des Döbratales, Dissertation, Halle an der Saale 1921.
  • Schlavittchen – Eine Novelle, Crimmitschau 1924.
  • Hans Herbert Grimm: Schlump. Geschichten und Abenteuer aus dem Leben des unbekannten Musketiers Emil Schulz, genannt 'Schlump', von ihm selbst erzählt. Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04609-0.
  • Schlump (Pseudonym): Schlump. Geschichten und Abenteuer aus dem Leben des unbekannten Musketiers Emil Schulz, genannt 'Schlump', von ihm selbst erzählt. Kurt Wolff Verlag, Berlin 1928
    • Schlump: the story of an unknown soldier. Übersetzung ins Englische von Maurice Samuel. London: M. Secker, 1929

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geburtsregister StA Markneukirchen, Nr. 164/1896
  2. Sterberegister StA Altenburg, Nr. 483/1950
  3. Heiratsregister StA Leipzig II, Nr. 572/1925
  4. http://www.otz.de/web/zgt/kultur/detail/-/specific/Vergessener-Antikriegsroman-von-1928-in-der-Hauswand-versteckt-1483026319
  5. Nicht nur Dumme kommen in die Schützengräben in FAZ vom 26. April 2014, Seite 11.
  6. Im Sterberegister ist als Todesursache „Herzleiden, Herzschlag“ vermerkt.