Hans Nicolai Sunde

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Hans Nicolai Sunde, auch Nicolay Sunde (* 18. September 1823 in Husum, Herzogtum Schleswig; † 8. Januar[1] 1864 in Kiel, Herzogtum Holstein), war ein deutscher Genre- und Porträtmaler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sunde, von Geburt an körperbehinderter Sohn des Norwegers Ohle Johannes Sunde, des Kapitäns des dänischen Linienschiffs Christian VIII.,[2] zeigte früh ein Interesse für die Malerei. Nach einer Lehre in einer lithografischen Anstalt in Altona bei Hamburg erhielt er eine akademische Malerausbildung in Kopenhagen, Antwerpen, München und Düsseldorf. An der Kunstakademie München schrieb er sich am 25. April 1847 ein.[3] Ein Studienaufenthalt in Düsseldorf, damals Zentrum der Düsseldorfer Malerschule, ist für das Jahr 1856 belegt.[4]

Der Schriftsteller Theodor Storm, der ab 1843 in Husum als Rechtsanwalt arbeitete und zu dem näheren sozialen Umfeld Sundes gehörte, ließ sich in der 1867 erschienenen Novelle Eine Malerarbeit durch Sunde zu der Figur des kleinen buckligen Malers Edde Brunken inspirieren.[5] Porträts von Storm und dessen Ehefrau Constanze, geborene Esmarch (1825–1865), malte Sunde im Jahr 1857.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Nicolai Sunde. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 32: Stephens–Theodotos. E. A. Seemann, Leipzig 1938, S. 293.
  • Lilli Martius: Die schleswig-holsteinische Malerei im 19.Jahrhundert. Neumünster 1978
  • Berend Harke Feddersen: Schleswig-Holsteinisches Künstler-Lexikon, Nordfriisk Instituut, Bredstedt 1984
  • Jürgen Dietrich, Astrid Fink: Hans Nicolai Sunde. Zeugnisse eines Malerlebens. Schriften des Nordfriesischen Museums Nissenhaus, Band 63, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2004, ISBN 978-3-89876-189-5
  • Ulrich Schulte Wülwer: Kieler Künstler. Band 1: Kunstleben und Künstlerreisen 1770–1870. Boyens, Heide 2014, ISBN 978-3-8042-0744-8, S. 280

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thieme-Becker
  2. Jürgen Dietrich: Als Husum noch „Tor zur Halligwelt“ war. Artikel vom 19. August 2009 im Portal shz.de, abgerufen am 7. Januar 2017
  3. 00485 Hans Nicolay Sunde, Eintrag im Matrikelbuch 2 (1841–1884) der Akademie der Bildenden Künste München
  4. Museum Kunstpalast: Künstler und Künstlerinnen der Düsseldorfer Malerschule (Auswahl, Stand: November 2016), PDF
  5. Franziska von Aspern, Jenny Kuntemeier (Mitarbeit): Hans Nicolay Sunde: Familienporträt, 1860. Gruppenporträt der Familie von Christian Meyer im Salon auf seinem Gut Düttebüll, PDF