Düsseldorfer Malerschule

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Der Schadow-Kreis (Die Familie Bendemann und ihre Freunde), Gemeinschaftsarbeit von Eduard Bendemann (Zweiter oben links), Theodor Hildebrandt (Dritter oben links), Julius Hübner (unten rechts), Wilhelm von Schadow (unten links sitzend) und Karl Ferdinand Sohn (Erster oben links), 1830 in Rom begonnen, 1831 in Düsseldorf beendet[1]

Der kunsthistorische Begriff Düsseldorfer Malerschule[2] bezeichnet eine Gruppe von Malern, die vor allem im 19. Jahrhundert – genauer von 1819 bis 1918 – an der Königlich-Preußischen Kunstakademie in Düsseldorf ausgebildet worden waren, dort gelehrt, von Lehrern der Kunstakademie Privatunterricht genommen oder im nahen Umfeld der Kunstakademie gewirkt hatten.[3]

Die ersten Akademiedirektoren Peter von Cornelius und Wilhelm von Schadow prägten die anfänglich engere Ausrichtung der Lehranstalt im Sinne des Neo-Klassizismus. Die Themen umfaßten die der Mythologie, des Christentums, wichtige historische Themen sowie die Landschaftsmalerei. Zusehends machte sich die Strömung der Romantik in Deutschland breit und hielt ihren Einzug in der Akademie. Auch vor dem Realismus musste sie sich schließlich beugen. Unter dem Einfluss des Vormärz erweiterte sich das Programm der Akademie und ihres künstlerischen Umfeldes aber schon bald in der Breite romantischer und weiterer Strömungen, so dass auch einer realistischen, gesellschaftskritischen Kunstauffassung sowie der Landschafts- und Genremalerei mehr Raum und Geltung zukamen. Unter den Bildthemen und Stilen der Malerschule sind „Historienmalerei, Landschaft, Genre und Stillleben in allen Facetten vertreten“, die in der „bürgerlich bestimmten Kunst des 19. Jahrhunderts eine Rolle gespielt haben“.[4] Durch Rezensionen, Veröffentlichungen und Ausstellungen, durch die Verbreitung der Werke über den internationalen Kunstmarkt,[Anm. 1] Durch Reisen, weitverzweigte freundschaftliche und familiäre Verbindungen sowie durch die teilweise globalen schulischen und beruflichen Karrieren ihrer Protagonisten strahlte das Schaffen der Düsseldorfer Malerschule weit aus, vor allem im Zeitraum zwischen 1830 und 1870, durchaus aber auch in späteren Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Weltweit gaben die in Düsseldorf geschulten Maler ihre künstlerischen Techniken, Haltungen, Lehrmethoden, Sujets, Topoi und Diskurse weiter, in anderen Kunstakademien und in den aufkommenden Künstlerkolonien. Insbesondere die Düsseldorfer Landschafts- und Genremalerei war viele Jahre führend und stilbildend.[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Doppelporträt der Prinzen Friedrich von Preußen (1794–1863) und Friedrich Wilhelm Heinrich zu Solms-Braunfels (1801–1868) in Kürassier-Uniformen von Wilhelm von Schadow, 1830: Das Bild zeigt die Prinzen, die über ihre Mutter Halbbrüder waren, vor dem Hintergrund der Rheinlandschaft. Ein Blickpunkt der Landschaft ist die Burg Rheinstein, die 1829 im Auftrag des der Rheinromantik zugeneigten Prinzen Friedrich wiederaufgebaut worden war.

Seit der Neugründung der Düsseldorfer Kunstakademie ebneten ihr Leiter Peter von Cornelius, Direktor zwischen 1819 und 1824, und vor allem sein Nachfolger Wilhelm von Schadow, Direktor von 1826 bis 1859, den Weg zu einer international beachteten Kunsthochschule, die auch auf junge Künstler aus dem Ausland eine große Anziehungskraft ausübte. Hierin gefördert wurde die Akademie durch den 1829 gegründeten Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, an dessen Gründung neben Schadow auch Karl Josef Ignatz Mosler, Akademiesekretär und Lehrer für Kunstgeschichte, maßgeblich beteiligt war. Grundlage des „Siegeszugs der Düsseldorfer Malerschule“[6] war nicht zuletzt der Kunstmarkt, der durch die rege Nachfrage des aufstrebenden rheinischen und westfälischen Bürgertums wesentlich getragen wurde. Spektakuläre Kunstkäufe des Hochadels, aber auch private Kunstgalerien wie die Eduard Schultes oder die Galerie Boisserée, die ab den 1830er Jahren in Düsseldorf, Köln, Berlin und New York[7] gegründet wurden, sorgten für einen ständigen Absatz und trugen den Ruf der Düsseldorfer Malerschule in die Welt hinaus.[8] In Düsseldorf selbst bildete sich ab ca. 1835 – besonders entlang der Alleestraße und der Ratinger Straße – das erste Galerienviertel des Rheinlands. Weitere Ausstellungsgebäude wie die 1878 bis 1881 errichtete Düsseldorfer Kunsthalle unterstützten eine öffentlichkeitswirksame Präsentation der Bilder. Verfahren der Vervielfältigung über Holz- und Kupferstich sowie Lithografie schufen für die Maler weitere Absatzmöglichkeiten. Im Zuge des aufstrebenden Kunsthandels und Medienbetriebs und der damit steigenden Nachfrage nach Kunstdrucken und Illustrationen spezialisierten sich darauf eine Reihe Düsseldorfer Betriebe, etwa die Anstalt von Richard Brend’amour oder die Firma Arnz & Comp., später Elkan & Comp.

Romantische Landschaft von Carl Friedrich Lessing, 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts
Früchte auf einer Porzellanschale von Johann Wilhelm Preyer, 1832

Ein bedeutender Förderer und früher Sammler der Düsseldorfer Maler war der Berliner Bankier Joachim Heinrich Wilhelm Wagener, aus dessen Schenkung 1861 der entscheidende Impuls zur Gründung der Berliner Nationalgalerie hervorging. 1850 hatte der private Sammler Pierre Louis Ravené mit einem bedeutenden Anteil an Bildern der Düsseldorfer Malerschule die erste öffentlich zugängliche Kunstsammlung Berlins eröffnet. Zur Jahrhundertwende baute der Galerist und Sammler Alfred Flechtheim seine Kollektion und seinen Kunsthandel zunächst mit Werken der Düsseldorfer Malerschule auf.[9] Eine andere Galerie an der Düsseldorfer Königsallee, die die Düsseldorfer Malerschule bis in die 1930er Jahre führte und die Spitzen der Gesellschaft zu ihren Kunden zählte, war die 1913 gegründete Kunsthandlung von Julius und Max Stern. Zeitgenössische Veröffentlichungen von Moritz Blanckarts, Carl Gustav Carus, Anton Fahne, Ernst Förster, Wilhelm Füssli, Georg Wilhelm Friedrich Hegel,[10] Heinrich Heine, Mary Botham Howitt, Wilhelm von Humboldt,[11] Carl Leberecht Immermann, Adolph Kohut, Wolfgang Müller von Königswinter, Adolf Kröner,[12] Franz Kugler, Romeo Maurenbrecher, Hermann Püttmann, Atanazy Raczyński,[13] Adolf Rosenberg,[14] Karl Schnaase, Johann Joseph Scotti, Carl Seidel, Karl Leopold Strauven, Ernst H. Toelken, Friedrich von Uechtritz, Friedrich Theodor Vischer,[15] J.F. Wilhelmi[16] und Karl Woermann,[17] später auch Paul Clemen und Walter Cohen, machten die Malerschule dem deutschsprachigen Bildungsbürgertum bekannt. Bei der weltweit beachteten Kunstausstellung Salon de Paris des Jahres 1864 bemerkte der Kritiker Alexandre Cantaloube: „An allen Ecken und Enden werden Sie Werke der Düsseldorfer Malerschule finden.“[18]

Das von Schadow entwickelte, vielerorts nachgeahmte Lehrkonzept der Akademie, das den Lehrbetrieb als eine sozial eng vernetzte, hierarchisch gegliederte Künstlergemeinschaft aus Direktor, Lehrern und Hilfslehrern, Meisterschülern und einfachen Schülern auffasste, wies der Historienmalerei den höchsten Rang unter den Fächern zu. Es folgten die Bildnis- (d.h. die Akt- und Porträt-), die Genre- und schließlich die Landschaftsmalerei. Die Genremalerei der Düsseldorfer Schule erfuhr Ende der 1820er Jahre durch den Berliner Eduard Pistorius, der sich an die holländische Malerei des 17. Jahrhunderts anlehnte, entscheidende Anregungen.[19] Erst spät wurde durch Johann Wilhelm Preyer die Stilllebenmalerei als eigenständiges Fach begründet. Zusätzlich wurden Anatomie, Architektur und Kupferstich gelehrt. 1854 wurde eine Professur für Bildhauerei eingerichtet. 1868 kam ein Lehrstuhl für Kunstwissenschaften hinzu. Erst 1874 wurde für die Genremalerei eine Meisterklasse eröffnet. Ab 1903 bot ein nach Münchner Vorbild eingerichtetes Freiluftatelier der Tiermalerei optimierte Lehrbedingungen. Außerhalb des offiziellen Lehrbetriebs der Düsseldorfer Akademie gaben die Lehrkräfte Privatunterricht. Dieser ermöglichte es im 19. Jahrhundert unter anderem rund 200 Künstlerinnen, sich auf akademischem Niveau ausbilden zu lassen.

Bereits ab Mitte der 1830er Jahre traten Differenzen zwischen den Künstlern und Kunstrichtungen auf, die schließlich zum Rückzug Wilhelm von Schadows und zur Spaltung des Instituts führte. Die Gründe für die Differenzen waren unterschiedlicher Art. Auf der einen Seite ließ sich Schadows Gedanke einer von gleichen Idealen beseelten, homogenen Vereinigung von Künstlern kaum aufrechterhalten. Dieser im Pietismus wurzelnde Gedanke war besonders vom deutschrömischen Lukasbund, dem Cornelius und Schadow angehört hatten, hochgehalten worden. Zum zweiten fühlten sich die neupreußischen Schüler aus der Rheinprovinz und aus Westfalen gegenüber den altpreußischen „Ostländern“ benachteiligt, etwa bei der Besetzung akademischer Ämter, bei Stipendien und bei dem Verkauf von Bildern.[20][21] Einige von ihnen verließen daraufhin Düsseldorf.[22] Und schließlich führten die vielschichtigen Veränderungen in der Zeit des Vormärz, die sich im sozialen und kulturellen Leben Preußens und seiner Nachbarländer niederschlugen, zu einer von Schadow ungern gesehenen Schwerpunktverlagerung von der nazarenischen Kunst hin zur biedermeierlichen und spätromantischen Landschafts- und Genremalerei.

Einen thematischen Schwerpunkt bildete die Historienmalerei, als deren Düsseldorfer Exponenten neben den Direktoren Cornelius und Schadow etwa die Maler Alfred Rethel, Hermann Stilke, Heinrich Mücke, Carl Friedrich Lessing, Emanuel Leutze, Johann Peter Theodor Janssen, Wilhelm Camphausen und Hermann Wislicenus hervortreten. Die jungen Künstler der Landschaftsklasse unter Johann Wilhelm Schirmer orientierten sich an niederländischen Künstlern wie Jacob Isaacksz. van Ruisdael oder Allart van Everdingen, im Gegensatz zu dem auf italienische Vorbilder ausgerichteten Kreis um Schadow. Gemeinsam mit dem Romantiker Carl Friedrich Lessing lehrte Schirmer die Landschaftsmalerei in und „vor der Natur“, die Pleinairmalerei. Häufig gewählte Sujets waren die Landschaften, Geschichten und Mythen des Nieder- und Mittelrheins. Zum Teil sind diese Werke, etwa die Aquarelle Caspar Scheurens von der Burg Stolzenfels, dem Bereich der Rheinromantik zuzuordnen.[23] Ausgeprägt war außerdem die Italiensehnsucht der Düsseldorfer Maler, etwa bei Albert Flamm. Es entstanden auch Bilder, die von einem früh aufkommenden Realismus zeugen, weil alltägliche Bildthemen ausgesucht und sachlich-natürlich dargestellt wurden. Die Künstler der Genreklasse beschäftigten sich unter anderem mit Themen sozialer Problematik, bezogen politisch Stellung zu den gesellschaftlichen Veränderungen und der wirtschaftlichen Rezession der 1840er Jahre, auch mit den Mitteln der Ironie und der Parodie, wie es besonders einige Werke von Adolph Schroedter und Johann Peter Hasenclever zeigen. Frühe impressionistische Malweisen, die den Malern die Möglichkeit gaben, unterschiedlichste Stimmungen hervorzurufen und dramatische Lichteffekte einzufangen, lösten zunehmend die Feinmalerei Schadowscher Lehre ab. Die Gegensätze innerhalb der Düsseldorfer Malerschule verstärkten sich so. Neben dem Kreis von Schadow, der von ihm und seinen Meisterschülern gebildet wurde, gruppierten sich – auch aus Gründen der Raumnot der Akademie – weitere Kreise, zum Teil als private, freie Ateliergemeinschaften. Die neuen Gemeinschaften, die sich zusehends voneinander lösten, gaben sich scherzhafte Namen: „Neu-Bethlehem“ oder „Jerusalem“ für die Historienmaler, „Alhambra“ für die Landschaftsmaler und „Sibirien“ für die Genremaler. Zwar versuchte der im Revolutionsjahr 1848 gegründete Künstlerverein „Malkasten“, den Zusammenhalt der Künstlerschaft wieder zu festigen, doch die Spannungen in der Akademie waren schließlich so groß, dass Schadow 1859 resigniert aufgab.

Internationale Bedeutung[Bearbeiten]

Brautfahrt auf dem Hardangerfjord, Gemälde von Hans Gude und Adolph Tidemand, 1848, ein Hauptwerk der Norwegischen Nationalromantik

Die 1840er bis 1860er Jahre der Düsseldorfer Malerschule waren durch einen bemerkenswerten Zulauf von ausländischen Schülern gekennzeichnet, und der Bekanntheitsgrad der Schule machte die Düsseldorfer Kunstwerke der einheimischen und der zugewanderten Künstler zu einem beliebten Exportartikel. Intensive Verflechtungen bestanden zu Künstlern aus den Vereinigten Staaten,[24][25] insbesondere zu Malern der Hudson River School,[26] sowie mit den Milieus romantischer Maler aus Skandinavien, den baltischen Ländern und Russland.[27][28]

Auszug des Prinzen Rebensaft – Düsseldorfer Maler in Kostümen im Stil der Zeit des Dreißigjährigen Krieges auf dem Festzug vom 14. Juni 1851 zum Biwak an der „Fahnenburg[29]
Heitere Runde im Malkasten von Wilhelm Schreuer, um 1900

Die Malerschule und die Niederlande[Bearbeiten]

Holland hatte auf deutsche Maler eine recht große Anziehungskraft ausgeübt. Neben Museumsbesuchen wurden die ruhige holländische Landschaft und die raue Küste der Nordsee einer Entdeckungsreise unterzogen. Die Attraktion war auch deshalb gegeben, weil die Industrialisierung hier noch nicht so weit fortgeschritten war und man auf viel Ursprüngliches und einer recht unberührten Landschaft gestoßen war. Es war ein Land, was seit dem 17. Jahrhundert nahezu unberührt war mit seinen Windmühlen und dem Strand von Scheveningen, wo sich das Fischerleben immer noch auf dem Strand abgespielt hatte – dies wird am besten deutlich in dem Gemälde Ebbe in Scheveningen von Andreas Achenbach aus dem Jahre 1837.[30] Malerstudien und Motivwahl folgten dann zwangsläufig. Zu einer Ausstellung des Kunstvereins wurden Werke von Carl Hilgers, Hermann Mervius und Carl Adloff an so ausgewählten Orten wie Amsterdam, Dordrecht und Scheveningen präsentiert.

Im Jahre 1844 zeigte Rudolf Jordan Motive aus Holland.[31] Darüber hinaus kam es während der gemeinsamen Tagen von niederländischen Künstlern und Düsseldorfer Malern zu Kontakten und zum Austausch während der gemeinsamen Zeiten an den sehr begehrten Motiven von Egmond aan Zee, Katwijk und Scheveningen. Dies lässt sich sogar an den Tierbildern von Hugo Mühlig[32] und Anton Mauve[33] erkennen.

Die Haager Schule und die Akademie[Bearbeiten]

Der Ruf der Düsseldorfer Schule zog niederländische Maler an. Vor allem der Rhein mit seiner Motivvielfalt trug mit dazu bei. Studienreisen dorthin unternahmen Maler mit so bekannte Namen wie Wijnand Nuyen, Anthoine Waldorp und Charles Rochussen.

Auch manche Maler der Haager Schule zog es an den Rhein zur Düsseldorfer Malerschule. So war Johannes Bosboom 1835 in Düsseldorf, und Jozef Israëls nahm sein erstes durch Bilderverkauf Verdientes dazu, um eine Studienreise nach Düsseldorf zu unternehmen. Im Jahre 1865, also zur Hochzeit der Schule von Barbizon,[Anm. 2] fanden sich die beiden Maler Philip Lodewijk Jacop Frederik Sadée und J.J. van der Sande Bakhuyzen in der Malerschule ein. – Der Grund für diese Besuche war der europaweit sehr gute Ruf der Akademie als Lehrstätte für Historien-[Anm. 3] und Landschaftsmalerei.[Anm. 4]

Die Haager Schule und der Rhein[Bearbeiten]

Die Gebrüder Jacobus Maris und Matthijs Maris bereisten den Rhein entlang mit Zwischenstationen in Köln und Mannheim bis in die Schweiz. Die raue und zugleich romantische Atmosphäre des Rheins zog auch Willem Maris und Bernardus Johannes Blommers an, die sich für Studien und die Malerei schlechthin anbot. Vor allen konnte man entlang des Stromes wandern und auch auf Schiffen größere Entfernungen zurücklegen. Im Jahre 1839 wurde dieser Strom von Johannes-Warnardus Bilders bereist.

Die Akademie und Düsseldorf[Bearbeiten]

Eng verflochten waren die Maler auch mit dem kulturellen und politischen Leben Düsseldorfs. Sie bereicherten das Bühnenbild des Theaters, sie sangen in den Chören, sie gestalteten Feste und Aufführungen.[34][35] Bekanntheit erlangten die Tableaux vivants, „lebende Bilder“, die Düsseldorfer Maler in ihrer besonderen Affinität zu literarischen und theatralischen Stoffen inszenierten.[36][37] Robert Reinick ließ Eindrücke seiner Düsseldorfer Zeit in die romantischen Dichtungen seiner Lieder eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde einfließen. Eduard Bendemann beteiligte sich an der Publikation, Robert Schumann vertonte sie später.[38] Einen engen künstlerischen und freundschaftlichen Austausch gab es zwischen Eduard Bendemann, Julius Hübner und dem Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Maler hatten zwischen 1829 und 1831 mit der „Casa Bendemann-Hübner“ an Roms Piazza del Popolo ein offenes, gastfreundliches Haus deutscher Italienreisender unterhalten, den Komponisten dort kennengelernt und 1833 anlässlich des Besuchs des preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm in Düsseldorf gemeinsam mit Mendelssohn im Galeriesaal der Akademie Teile von Händels Oratorium Israel in Ägypten aufgeführt.[39] Während der Deutschen Revolution 1848/49 engagierten sich viele Düsseldorfer Maler für die Anliegen einer demokratischen Verfassung und einer großdeutschen Einheit unter dem Dach einer konstitutionellen Monarchie. Als Sinnbild dessen schuf der Maler Karl Ferdinand Sohn die Monumentalskulptur einer Germania aus Holz, Leinwand und Pappe für das Fest der deutschen Einheit, das am 6. August 1848 von Bürgern, Künstlern und dem neugegründeten Düsseldorfer Turnverein auf dem Düsseldorfer Friedrichsplatz ausgerichtet wurde.[40] Etliche Maler, etwa Johann Peter Hasenclever, Philipp Hoyoll, Carl Wilhelm Hübner, Wilhelm Kleinenbroich, Gustav Adolf Koettgen, George Caleb Bingham, Carl d’Unker, Richard Caton Woodville und Christian Ludwig Bokelmann, interessierten sich für damals aktuelle gesellschaftspolitische und soziale Fragen, die sie in ironischer, psychologisierender, realistischer und später auch naturalistischer Weise darstellten. Einige unter ihnen hingen frühsozialistischen und nationalistischen Idealen an. Kritik an den politischen Verhältnissen pointierte die während der Revolution vom Publizisten und Historienmaler Lorenz Clasen herausgegebene Satirezeitschrift Düsseldorfer Monathefte, zu der viele Düsseldorfer Maler Zeichnungen lieferten. Aber auch nationalromantisch fundierte und politisch affirmative Malerei kam aus Düsseldorf, etwa die zwischen 1877 und 1897 von Hermann Wislicenus geschaffenen Wandbilder des Kaisersaals in Goslar.

Deutsche Kunstgenossenschaft[Bearbeiten]

1856 stellten Düsseldorfer Künstler rund ein Viertel der Teilnehmer eines Treffens, das zur Gründung der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, des ersten Berufsverbandes bildender Künstler in Deutschland, führte. Der Künstlerverein „Malkasten“ hatte zu diesem Treffen nach Bingen am Rhein eingeladen. In späteren Jahren unterstützten Düsseldorfer Maler Heinrich Lueg dabei, internationale Industrie- und Gewerbeausstellungen auszustatten und zu organisieren.[41] Zur Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf des Jahres 1902 wurde nach einer Idee der Maler Fritz Roeber und Georg Oeder die sogenannte Golzheimer Insel für Ausstellungszwecke entwickelt und für die Ausstellung der Künstler der Kunstpalast erbaut,[42] aus welchem später das Museum Kunstpalast am Ehrenhof hervorging. In ihren Beiträgen für das örtliche Kulturleben griffen die Düsseldorfer Maler häufig die Motive des Theaters, der Musik, der Literatur und des Brauchtums auf, um sie für ihre malerischen Aussagen zu nutzen.[43] Düsseldorfer Originale wie Peter Muckel oder Malerkollegen standen ihnen Modell.

Wirtschaftliche Ausrichtung[Bearbeiten]

Im Laufe des 19. Jahrhunderts vollzog die Düsseldorfer Malerschule im Zuge einer zunehmenden Kommerzialisierung und eines steigenden Konkurrenzdrucks eine deutliche Wende zu marktgängigen Themen wie der anekdotisch-humorigen Genremalerei in gut verkäuflichen Wohnzimmerformaten. Dies trug ihr den Ruf des Qualitätsverfalls ein, für den der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen wegen seine offensiven Vermarktungsstrategie verantwortlich gemacht wurde.[44] Ein bemerkenswerter Vertreter dieser kommerziellen Ausrichtung war der ab 1858 in Düsseldorf ansässige Maler Otto Erdmann, der fast ausschließlich Genrebilder im Rokoko- bzw. Neorokoko-Stil schuf.[45] Zeitgleich mit der Kommerzialisierung tritt auch die Verwendung des Pseudonyms J. Metzler auf Landschaftsgemälden auf. Bis heute ist nicht geklärt, welcher Düsseldorfer Künstler sich hinter dem erfolgreichen Namen verborgen hatte, auch über die Ursachen der Anonymisierung kann nur spekuliert werden.

Im Park der Villa Borghese von Oswald Achenbach, 1886

Nach der Reichsgründung (1871) stieg die Bevölkerungszahl der Stadt Düsseldorf stark an. Die Hochkonjunktur bescherte der Stadt ein buntes und vielfältiges kulturelles Leben und die Akademie war nicht mehr der alleinige Mittelpunkt der Künstlerschaft. Viele Maler zogen von auswärts an den Rhein, um die Großstadt Düsseldorf als Zentrum des Kunstschaffens und des Kunstmarkts zu nutzen. Die Düsseldorfer Malerschule als künstlerisch homogene Einheit gab es längst nicht mehr. Unter der 44-jährigen Ägide Eugen Dückers, der Oswald Achenbach 1872 als Lehrer für Landschaftsmalerei nachgefolgt war, überwand die Düsseldorfer Malerschule die spätromantische Malerei und wandte sich verstärkt dem Naturalismus und dem Impressionismus zu.

Aufbruch in die Moderne[Bearbeiten]

Ab 1830 ging von der École de 1830 um den Flecken Barbizon im Wald von Fontainebleau ein Aufbruch in die Moderne aus. Dies ist auch in den zwischenzeitlich in Frankreich kursierenden englischen Tafelbildern in Wasserfarbentechnik zu sehen. Die Freilichtmalerei, die leichte und lockere Pinselführung, die Abkehr von der glatten Oberfläche und die Wiederaufnahme der Maltechnik des Impasto[Anm. 5] taten ein übriges.

Die Münchner Schule und Frankreich mit der École de 1830 sowie dem Impressionismus überholten die Düsseldorfer Malerschule gegen Ende der fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts. Auch der niederländische Impressionismus der Haager Schule bildete die neue Avantgarde.

Im Jahre 1872 übernahm dann der 44-jährige Eugène Dücker von Oswald Achenbach den Bereich der Landschaftsmalerei. Es erfolgte der Aufbruch in die neue Ära, die die Kunsthistoriker auch als die Dücker-Linie bezeichnen.[46] Von den Motiven her wurde zusehends das Alltagsleben aufgegriffen. Wenn anfangs auch zaghaft, so folgte man dem Naturalismus[47] sowie dem Vor-Impressionismus bzw. der Haager Schule[48] in ihrer typischen Farbpalette.

Ein wichtiger Einfluss kam seinerzeit von Max Liebermann, den eine über dreißigjährige Freundschaft mit Jozef Israëls verband, einem der vielen Väter der Haager Schule. Liebermann griff zunächst den Naturalismus auf mit der für die Haager Schule typischen Palette.[49] Dann trat die Wendung zum Vor-Impressionismus ein, von Heinrich Heimes gut umgesetzt.[50] Richard Bloos schaffte den Sprung zum Impressionismus. [51][52][53]

Von Brüssel ausgehend griff nun ein anderer Einfluss auf Deutschland über. Im Jahre 1884 hatte sich die Société des Vingt zusammengefunden. Ihr erklärtes Ziel war das Abschütteln des Akademismus, die Überwindung von traditionellen Maltechniken und Motiven. Die Erneuerer wollten das, was sie malten, selbst bestimmen. Dieser revolutionäre Funke griff auch auf Deutschland über. In Berlin kam es nach denselben Schwierigkeiten zu der Vereinigung der XI, die im Herzen der Reichshauptstadt für Furore sorgte. Ein führender Kopf war Max Liebermann. Die Gründung dieser Gruppierung erfolgte im Jahre 1892. Auch in München passierte Ähnliches. Dort verließen viele namhafte Künstler die Münchener Künstlergenossenschaft und gründeten im Jahre 1892 dann den Verein bildender Künstler Münchens Secession e.V.. Eines der Gründungsmitglieder war erneut Max Liebermann.

1909 gründeten einige Maler der Landschaftsklasse, Julius Bretz, Max Clarenbach, August Deusser und Walter Ophey, unter dem Vorsitz des Mäzens Karl Ernst Osthaus den „Sonderbund“, der versuchte, den Kontakt mit dem französischen Impressionismus zu vertiefen.[Anm. 6] In zwei Ausstellungen, 1909 und 1912, wurden französische Impressionisten und Postimpressionisten zum ersten Mal in Deutschland der breiten Öffentlichkeit vorgestellt, darunter Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Pablo Picasso. Der Erste Weltkrieg beendete dann fürs Erste nicht nur die Kontakte mit französischen Künstlern, sondern er bedeutete auch das Ende der Düsseldorfer Malerschule.

Weiterführende Wirkung[Bearbeiten]

In ihrer Endzeit galt das Schaffen der Düsseldorfer Malerschule weitgehend als Anwendung des Herkömmlichen. Um die Jahrhundertwende spiegelte sich dies etwa in den Werken von Julius Bretz, Max Clarenbach, August Deuser, Olof Jernberg, Willy Lucas, Walter Ophey, Ernst te Peerdt, Carl Schmitz-Pleis, Max Stern und Fritz Westerdorp wider. – Die Goldene Zeit der Düsseldorfer Malerschule hatte sich schon in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts ihrem Ende zugewendet. Eugène Dücker und seine Schüler, die von ihnen in den 1870er Jahren vollzogene Abwendung von der traditionellen Auffassung der Landschaft und die damit einhergehende Wegbereitung einer Neuorientierung wirkten gleichwohl noch weit in das 21. Jahrhundert.[54]

Kunstwerke (Auswahl)[Bearbeiten]

Künstler[Bearbeiten]

Zwischen 1819 und 1918 gehörten der Düsseldorfer Malerschule etwa 4000 Künstler[57] an, unter anderem:

Ausstellungen[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Die zentralen internationalen Umschlagplätze für zeitgenössische Kunst in Europa waren London, Amsterdam, Brüssel und Paris und in der Neuen Welt Chicago und New York.
  2. Die Schule von Barbizon hieß anfangs École de 1830 und wurde erst in ihrer Endphase in die Schule von Barbizon umbenannt.
  3. Die Historienmalerei umfasste die Monumentalmalerei, die neue profane Historienmalerei sowie die Kriegs- und Schlachtenmalerei.
  4. Die Landschaftsmalerei, ein Genre aus der Zeit des „Goldenen Zeitalters der niederländischen Malerei“, wurde hier zur höchsten Blüte geführt.
  5. Das Impasto ist eine Maltechnik, welche mit Erfolg auch von Rembrandt van Rijn angewendet wurde und ihren Ursprung in dem Goldenen Zeit der Venezianischen Malerei hatte.. Impasto heißt auf italienisch nichts anderes als Teig. Die Farbe wird mit dem Malmesser oder einem starken Pinsel aufgetragen, was klar zu erkennen ist. Die Mischung erfolgt meistens auf dem Malgrund. Gewollt ist die Reflexion bzw. Umlenkung des einfallenden Lichtes auf der Oberflächenstruktur. Bekanntester jüngerer Vertreter ist Vincent van Gogh.
  6. Der Sonderbund war der Versuch, die Ereignisse in Brüssel, Berlin und München auf Düsseldorf zu übertragen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bettina Baumgärtel: Der Schadow-Kreis (Die Familie Bendemann und ihre Freunde), 1830/31. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, Band 2, S. 21 f. (Katalog-Nr. 9)
  2. Bereits 1837 beschreibt Friedrich von Uechtritz das Wirken des Malerkreises um Wilhelm von Schadow als „Düsseldorfer Schule“ (Blicke in das Düsseldorfer Kunst- und Künstlerleben. Erster Band. Düsseldorf, 1839, S. 21–22). Im gleichen Jahr folgen Carl Gustav Carus (Bemerkungen über die Bilder der Düsseldorfer Schule, ausgestellt in Dresden im Dezember 1836. Kunst-Blatt Nr. 28, 1837) und Anton Fahne, der den Begriff „Düsseldorfer Maler-Schule“ kreiert (Die Düsseldorfer Maler-Schule in den Jahren 1834, 1835 und 1836. Düsseldorf 1837, S. 30–31). 1839 verwendet Hermann Püttmann den Begriff „Düsseldorfer Malerschule“ ohne Bindestrich (Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit Errichtung des Kunstvereins im Jahre 1829. Leipzig 1839, S. 108).
  3. Bereits 1843 nahm der Schweizer Reiseschriftsteller W. Füssli die Düsseldorfer Malerschule als ein ortsunabhängiges Phänomen wahr. Er rechnete „[…] im weitern Sinn auch jene Künstler dazu, welche selbst nicht mehr in Düsseldorf wirkten, aber den Charakter der Anstalt in sich aufgenommen und anderwärts ihren Wirkungskreis sich geschaffen hatten, wie Hübner und Bendemann in Dresden, Rethel in Frankfurt die beiden Lasinski [sic] am Rhein und Andere.“ – Vgl. W. Füssli: Zürich und die wichtigsten Städte am Rhein mit Bezug auf alte und neue Werke der Architektur, Skulptur und Malerei. 2 Bände, Zürich, Comptoirs 1842–1843, S. 536. Zitiert nach: Bettina Baumgärtel: Zum Projekt. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Band 1, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, S. 18
  4. Hans Paffrath: Meisterwerke der Düsseldorfer Malerschule 1819–1918. Droste, Düsseldorf 1995, S. 7.
  5. Ekkehard Mai: Die Düsseldorfer Kunstakademie im 19. Jahrhundert – Cornelius, Schadow und die Folgen. In: Gerhard Kurz (Hrsg.): Düsseldorf in der deutschen Geistesgeschichte (1750–1850), Schwann, Düsseldorf 1984, S. 197 ff., ISBN 3-590-30244-5
  6. Patrick Bahners: Ausstellung „Weltklasse“ in Düsseldorf – Das Glück der stillen Brüter, Artikel vom 20. Dezember 2011 im Online-Portal der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, abgerufen am 20. Dezember 2011
  7. Gemeint ist hier die 1849 gegründete „Düsseldorf Gallery“ des preußischen Generalkonsuls John Godfrey Boker, eigentlich Johann Gottfried Böker (1794–1860) aus Remscheid, Mitinhaber der Weinhandlung J.G. & J. Böker in New York, Fachleuten noch heute bekannt durch das Produkt Boker's Bitter. In New York war Böker auch der Vertreter des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen. Angesiedelt am Broadway Nr. 548 war die „Düsseldorf Gallery“ eine permanente Kunstausstellung, die Werke der Düsseldorfer Malerschule auf dem amerikanischen Kunstmarkt vertrieb. – Vgl. Victoria Meinschäfer: „ … welche vom Pinsel eines Freundes herrühren.“ Über die Marketingstrategien der Düsseldorfer Malerschule. Artikel im Magazin des Portals phil-fak.uni-duesseldorf.de, 4/2009, PDF, abgerufen am 10. November 2014
  8. Die Vermarktungsaktivitäten des A&O und ihre Aktivitäten im Kunstmarkt (PDF; 81 kB), abgerufen am 30. September 2011
  9. Andreas Rehnold: „Mir ist die Kunst alles“, Onlineportal epd.de des Evangelischen Pressediensts, abgerufen am 15. März 2012
  10. Vgl. die von Heinrich Gustav Hotho 1835 bzw. 1842 veröffentlichen Ästhetikvorlesungen Hegels. – Siehe auch: Annemarie Gethmann-Siefert: Die Kritik an der Düsseldorfer Malerschule bei Hegel und den Hegelianern. In: Gerhard Kurz (Hrsg.): Düsseldorf in der deutschen Geistesgeschichte (1750–1850), Schwann, Düsseldorf 1984, S. 263 ff., ISBN 3-590-30244-5
  11. Wilhelm von Humboldt: Verhandlung der am 19. März 1833 gehaltenen Versammlung des Vereins der Kunstfreunde im preußischen Staate, S. 3–14, 1833. In: Gesammelte Schriften. Werke. Band 6, S. 585, Berlin 1907, Nachdruck durch Walther de Gruyter, 1968
  12. Adolf Kröner: Zur Vorfeier des Düsseldorfer Jubelfestes, Artikel zur 50-Jahrfeier der Wiedergründung der Düsseldorfer Kunstakademie in der Zeitschrift Die Gartenlaube, Jahrgang 1869, S. 394
  13. Atanazy Raczyński: Düsseldorf und das Rheinland. Mit einem Ausflug nach Paris. In: Die neuere deutsche Kunst, Erster Band, Berlin 1836 (online)
  14. Adolf Rosenberg: Aus der Düsseldorfer Malerschule. Studien und Skizzen. Leipzig, 1890
  15. Vischer kritisierte an der Düsseldorfer Malerschule das Fehlen einer deutsch-nationalen Qualität. Statt „Männlichkeit“ und der „künstlerischen Kraft des Charakters“ trete dort das „Weibische und Energielose, Traurige und Kümmerliche, Mimige und Hohle, Kindelnde und Spielende“ hervor (Deutsche Kunstgeschichte. In: Jahrbücher der Gegenwart. 2, 1844). – Zitiert nach: Annemarie Gethmann-Siefert: Die Kritik an der Düsseldorfer Malerschule bei Hegel und den Hegelianern. In: Gerhard Kurz (Hrsg.): Düsseldorf in der deutschen Geistesgeschichte (1750–1850), Schwann, Düsseldorf 1984, S. 283, ISBN 3-590-30244-5
  16. J.F. Wilhelmi: Panorama von Düsseldorf und seinen Umgebungen. J.H.C. Schreiner’sche Buchhandlung, Düsseldorf 1828, S. 89 f.
  17. Karl Woermann: Zur Geschichte der Düsseldorfer Kunstakademie, Düsseldorf 1880
  18. Gabriele Holthuis: Schätze der Sammlung. Die Düsseldorfer Malerschule, Webseite des Museums im Prediger der Stadt Schwäbisch Gmünd zur Ausstellung Die Düsseldorfer Malerschule vom 7. November 2008 bis zum 13. April 2009, abgerufen am 5. Oktober 2011
  19. Ute Ricke-Immel: Die Düsseldorfer Genremalerei. In: Wend von Kalnein (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1979, ISBN 3-8053-0409-9, S. 152
  20. Bernd Füllner et. al.: Düsseldorf als Stadt der Kunst 1815–1850. In: Dokumentation zur Geschichte der Stadt Düsseldorf (Pädagogisches Institut der Landeshauptstadt Düsseldorf), Düsseldorf 1987, Band 10, S. 14
  21. Anton Fahne: Die Düsseldorfer Maler-Schule in den Jahren 1834, 1835 und 1836. Düsseldorf 1837, S. 30–31
  22. Werner Alberg: Die Düsseldorfer Malerschule im 19. Jahrhundert. pdf-Dokument ohne Datum, Sammlung des Stadtmuseums Landeshauptstadt Düsseldorf, abgerufen im Portal duesseldorf.de am 9. Dezember 2012
  23. Roswitha Oschmann: Siebengebirgsmuseum zeigt „Sagen und Burgen am Rhein“. Artikel vom 16. November 2013 im Portal general-anzeiger-bonn.de, abgerufen am 19. November 2013
  24. Natalie Spassky (mit Linda Bantel, Doreen Bolger Burke, Meg Perlman und Amy L. Walsh): American Paintings in the Metropolitan Museum of Art. Volume II: A Catalogue of Works by Artists Born between 1816 and 1845. The Metropolitan Museum of Art, New York City, 1985, ISBN 0-87099-439-5, Introduction, S. XXV (online)
  25. Marisa J. Pascucci: Düsseldorf and Munich schools. In: The Grove Encyclopedia of American Art. Oxford University Press, New York 2011, ISBN 978-0-19-533579-8, S. 112 (online)
  26. Arne Neset: Arcadian Waters and Wanton Seas. The Iconology of Waterscapes in the Nineteenth-Century Transatlantic Culture. Peter Lang Publishing Inc., New York 2009, ISBN 978-1-4331-0297-4, S. 57 (online)
  27. Didier Rykner: L'Ecole de Düsseldorf, Artikel vom 16. November 2011 im Online-Portal der Zeitschrift La Tribune de l'Art, abgerufen am 20. Dezember 2011
  28. Rosalind P. Gray: Russian Genre Painting in the Nineteenth Century. Oxford University Press, Oxford, New York 2000, ISBN 0-19-820875-8, S. 53 (online)
  29. Otto von Reinsberg-Düringsfeld: Das festliche Jahr in Sitten, Gebräuchen und Festen der germanischer Völker. Leipzig 1863, S. 172 (Digitalisat)
  30. Dieses Werk ist derzeit im Niedersächsischen Landesmuseum zu Hannover zu sehen.
  31. Schiff in Not (Weiber holen Männer zur Rettung eines gefährdeten Schiffes), 1844, von Rudolf Jordan
  32. Am alten Rheindamm bei Oberkassel, 1900 von Hugo Mühlig und Am alten Rheindamm bei Düsseldorf-Heerdt, etwa 1902, von Hugo Mühlig
  33. Schafe auf einem Deich, etwa 1870, von Anton Mauve
  34. Werner Schwerter: Schau im Heine-Institut: Düsseldorfer Malerschule, Artikel vom 2. September 2010 im Portal RP ONLINE, abgerufen am 20. Januar 2012
  35. Karl Immermann beklagte hierzu in seinen Maskengesprächen: „Die Düsseldorfer Künstler sind geistige Nomanden. (…) Sie malen nicht nur, sich verkleiden sich auch, machen Knittelreime, oder gelegentlich Ottaven, extemporieren Schnurren, oder führen Komödien auf“ – Zitiert nach: Sabine Herder: Arnz & Comp. – Eine lithographische Anstalt zwischen Theater und Künstlerschaft. In: Bettina Baumgärtel: Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Peterberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, Bd. 1, S. 286
  36. Volker Frech: Lebende Bilder und Musik am Beispiel der Düsseldorfer Kultur. Magisterarbeit an der Universität Köln, November 1999, S. 7 (online)
  37. Toril Moi: Henrik Ibsen and the Birth of Modernism. Art, Theater, Philosophy. Oxford University Press, New York 2006, ISBN 978-0-19-929587-6, S. 129 (online)
  38. Christian Scholl, Anne-Katrin Sors (Hersg.): Vor den Gemälden: Eduard Bendemann zeichnet. Universitätsverlag Göttingen 2012, ISBN 978-3-86395-083-5, S. 11
  39. Christian Scholl, Anne-Katrin Sors, S. 11
  40. Hugo Weidenhaupt: Kleine Düsseldorfer Stadtgeschichte. Triltsch Verlag, Düsseldorf 1983, neunte überarbeitete Auflage, S. 109
  41. Stefanie Schäfers: Vom Werkbund zum Vierjahresplan. Die Ausstellung Schaffendes Volk, Düsseldorf 1937, als Buch erschienen in: Quellen und Forschungen des Niederrheins, Band 4 (Hrsg.: Düsseldorfer Geschichtsverein), ISBN 3-7700-3045-1, sowie auf Website 1880: Rheinisch-Westphälische Gewerbeausstellung, verbunden mit einer Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung (In: Die Ausstellungsgeschichte der Stadt Düsseldorf, Website 7 von 14), abgerufen am 4. März 2012
  42. Stefanie Schäfers, Website 1902: Industrie- und Gewerbe-Ausstellung für Rheinland, Westfalen und benachbarte Bezirke verbunden mit einer Deutsch-Nationalen Kunstausstellung, abgerufen am 4. März 2012
  43. Theater und Maler im 19. Jahrhundert – Eine Ausstellung des Theatermuseums im Rahmen des Projekts „Weltklasse – die Düsseldorfer Malerschule“, Beitrag vom 5. Oktober 2011 im Portal duesseldorf.de, abgerufen am 9. Oktober 2011
  44. Bettina Baumgärtel: Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918, Band 1 – Essays, S. 40, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9
  45. Babette Marie Warncke: Rokoko-Mode. Rokokorezeption in der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts. Dissertation an der Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg im Breisgau, 1995, S. 50 (Online-Fassung) (PDF; 54,4 MB)
  46. Bettina Baumgärtel: Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Bd. 2, Michael Imhof Verlag, 2011, S. 463–479.
  47. Meeresstrand, etwa 1890 und Rügen, 1885, von Eugène Dücker bzw. Stiller Tag, 1902 von Max Clarenbach
  48. Kartoffelernte, etwa 1890, von Hugo Mühlig
  49. Kartoffelernte, 1875, von Max Liebermann
  50. Sonnenuntergang an der Nordsee, 1891, Heinrich Heimes
  51. Vogelmarkt in Paris, 1909, Richard Bloos,
  52. Auf dem Ananasberg, 1910, Max Stern
  53. Rheinlandschaft im Nebel, 1909, Walter Ophey
  54. Kähne, 2007, von Michael Sichelschmidt
  55. Felix Schlesinger – „In der Paß- und Polizeistube vor der Emigration“, Webseite im Portal dah-bremerhaven.de (Stiftung Deutsches Auswandererhaus), abgerufen am 4. August 2014
  56. Auf der New York Sanitary Fair 1864 wurde das Bild begeistert aufgenommen. In ihm ließ Bierstadt seine Düsseldorfer Malerausbildung sowie seine Eindrücke von Reisen in europäische und amerikanische Hochgebirge einfließen. Mit einem Preis von 25.000 Dollar wurde es schließlich als teuerstes Landschaftsgemälde seiner Zeit verkauft. Vgl. Michaela Maier: Abert Bierstadt: Rocky Mountains – Lander’s Peak, Magisterarbeit, Heidelberg 1999, S. 4, pdf-Datei, abgerufen im Portal archiv.ub.uni-heidelberg.de am 18. August 2013
  57. Kunstmuseum Düsseldorf und Galerie Paffrath (Hrsg.): Lexikon der Düsseldorfer Malerschule, 3 Bände, Düsseldorf und München, 1997–1999
  58. Stephan Hamacher: Kunstwerk in St. Andreas entdeckt, Bericht vom 27. Oktober 2011 im Portal RP ONLINE, abgerufen am 27. Oktober 2011
  59. Um 1910 datieren Landschaftsgemälde, unter denen ein Maler mit dem Namen J. Metzler signierte, manchmal mit dem Zusatz Ddf, wohl für Düsseldorf. Aufgrund des Zusatzes, aber auch aufgrund der Malweise und Bildthemen wird dieser Maler der Düsseldorfer Schule zugeordnet. Bis heute ist nicht geklärt, um welche Person es sich dabei handelt bzw. welcher Düsseldorfer Künstler sich das Pseudonym zugelegt hatte.
  60. Weltklasse – Die Düsseldorfer Malerschule 1819–1918, Text der Ausstellungsankündigung des Museums Kunstpalast, Düsseldorf 2011, abgerufen am 24. September 2011
  61. Naumburg und die Düsseldorfer Malerschule, Webseite im Portal tambiente.de, abgerufen am 17. November 2014
  62. Corinne Schneider: Carl Gehrts und die Düsseldorfer Malerschule. Artikel vom 27. April 2015 im Portal wochenspiegellive.de, abgerufen am 2. Mai 2015
  63. Zur Ausstellung: Carl Gehrts und die Düsseldorfer Malerschule, Webseite im Portal axe-stiftung.de, abgerufen am 2. Mai 2015
  64. Tiefernst und stumm ist hier die Welt… Die Preußische Rheinprovinz im Blick der Düsseldorfer Malerschule, Webseite im Portal juelich.de, abgerufen am 7. April 2015

Literatur[Bearbeiten]

  • Anonymus (Düsseldorf Gallery): Catalogue of Paintings by Artists of the Düsseldorf Academy of Fine Arts, Baker & Godwin, New York City 1855 (online); darin: Historical Sketch of the Dusseldorf School of Art, S. 3–6
  • Anonymus (The Saturday Review): The Dusseldorf School of Painting. In: Eliakim Littell, Robert S. Litell (Hrsg.): Littell’s Living Age. Volume C, Fourth Series, Volume XII (January, February, March 1869), Littell and Gay, Boston 1869, S. 299 (online)
  • Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule 1819–1918. Ausstellungskatalog, 2 Bände, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9.
  • Martina Gödecke-Behnke: Das bürgerlicher Frauenporträt der Düsseldorfer Malerschule im Zeitraum von 1820 bis 1848. Eine kunstgeschichtliche und kulturhistorische Betrachtung anhand von zehn Beispielen, Dissertation 1982 an der Fakultät der Abteilung Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum, Verlag Dr. Bernd Kretschmer, St. Augustin 1983, ISBN 3-88873-004-X (= Wissenschaftliche Reihe Bd. 7)
  • Wolfgang Hütt: Die Düsseldorfer Malerschule 1819–1869, E. A. Seemann, Leipzig 1995, ISBN 3-363-00634-9.
  • Wend von Kalnein (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule. Ausstellungskatalog. Redaktion: Dieter Graf, Kunstmuseum Düsseldorf 1979, ISBN 3-8053-0409-9.
  • Wend von Kalnein: The Hudson and the Rhine. Die amerikanische Malerkolonie in Düsseldorf im 19. Jahrhundert, Kunstmuseum Düsseldorf, 1976
  • Ralf Kern: Oswald Achenbach: Ein Düsseldorfer malt Italien, LIT Verlag, Münster 2009, ISBN 978-3-643-10081-8.
  • Kunstmuseum Düsseldorf, Galerie Paffrath (Hrsg.): Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819–1918, 3 Bde., Bruckmann, München 1997–1998, ISBN 3-7654-3009-9, ISBN 3-7654-3010-2, ISBN 3-7654-3011-0, ISBN 3-7654-3011-0.
  • Ekkehard Mai: Die Düsseldorfer Kunstakademie im 19. Jahrhundert – Cornelius, Schadow und die Folgen. In: Gerhard Kurz (Hrsg.): Düsseldorf in der deutschen Geistesgeschichte (1750–1850), Schwann, Düsseldorf 1984, ISBN 3-590-30244-5.
  • Sabine Morgen: Die Ausstrahlung der Düsseldorfer Schule nach Amerika im 19. Jahrhundert. Düsseldorfer Bilder in Amerika und amerikanische Maler in Düsseldorf mit Künstlerlexikon auf CD-ROM, Edition Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-7675-3059-1 (= Göttinger Beiträge zur Kunstgeschichte, Band 2)
  • Hans Paffrath: Meisterwerke der Düsseldorfer Malerschule 1819–1918, Droste, Düsseldorf 1995
  • Friedrich Schaarschmidt: Zur Geschichte der Düsseldorfer Kunst, insbesondere im XIX. Jahrhundert, herausgegeben vom Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Verlag August Bagel, Düsseldorf 1902 online, PDF-Digitalisat
  • Johann Josef Scotti: Die Düsseldorfer Maler-Schule, oder auch Kunst-Academie in den Jahren 1834, 1835 und 1836, und auch vorher und nachher, Schreiner, Düsseldorf 1837 (Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf)
  • Karl Leopold Strauven: Ueber künstlerisches Leben und Wirken in Düsseldorf bis zur Düsseldorfer Maler-Schule unter Direktor Schadow. Hofbuchdruckerei H. Voß, Düsseldorf 1862
  • Andreas Wartmann: Studien zur Bildnismalerei der Düsseldorfer Malerschule (1826–1876), Lit Verlag, Münster 1996, ISBN 3-8258-2845-X (= Uni Press Hochschulschriften Band 80)
  • Rudolf Wiegmann: Die Königliche Kunst-Akademie zu Düsseldorf. Ihre Geschichte, Einrichtung und Wirksamkeit und die Düsseldorfer Künstler, Düsseldorf 1856.
  • Christian Scholl, Anne-Katrin Sors (Hrsg.): Vor den Gemälden: Eduard Bendemann zeichnet. Bestandskatalog der Zeichnungen und Skizzenbücher eines Hauptvertreters der Düsseldorfer Malerschule in der Göttinger Universitätskunstsammlung, Göttingen 2012, Göttinger Universitätsverlag, ISBN 978-3-86395-083-5 online (PDF; 15,4 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Düsseldorfer Malerschule – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien