Hans Richter-Haaser

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Hans Richter-Haaser (* 6. Januar 1912 in Dresden; † 13. Dezember 1980 in Braunschweig) war ein deutscher Pianist.

Neben seinem Hauptinstrument Klavier studierte Hans Richter-Haaser am Dresdner Konservatorium Schlagzeug, Komposition und Dirigieren. Außerdem zeigte er große Begabung zum Geigenspiel. Schon mit 16 Jahren, 1928, trat er zum ersten Male öffentlich auf mit der Wanderer-Fantasie von Franz Schubert. Zwei Jahre später, 1930, setzte er sich unter 120 Klavier-Bewerbern durch und gewann den renommierten C. Bechstein-Preis.

In den Wirren des Zweiten Weltkrieges verließ Richter-Haaser seine Heimatstadt Dresden und siedelte nach Detmold über. Nach dem Krieg wurde er Leiter der Detmolder Sinfoniker. An der 1946 gegründeten Nordwestdeutschen Musikakademie, der heutigen Hochschule für Musik Detmold, erhielt er sogleich einen Lehrauftrag für Klavier und Kammermusik, der 1955 in eine Professur umgewandelt wurde. 1963 gab er dieses Amt jedoch auf, um sich mit aller Intensität seiner internationalen Konzerttätigkeit als Pianist widmen zu können. Daneben machte er auch zahlreiche Schallplattenaufnahmen.

Vor allem als Interpret der Werke von Beethoven, Schumann und Brahms machte sich Hans Richter-Haaser weltweit einen Namen.

Während der Generalprobe zu einem Sinfoniekonzert in der Braunschweiger Stadthalle brach er beim zweiten Satz des 2. Klavierkonzertes B-Dur von Johannes Brahms am Flügel zusammen und erlag im Krankenhaus einer Lungenembolie, kurz vor Vollendung seines 69. Lebensjahres.

Ehrungen[Bearbeiten]