Hans Schüler (Intendant)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Hans Ernst Wilhelm Carl Schüler (* 18. November 1897 in Berlin; † 23. Juni 1963 in Mannheim) war ein deutscher Opernregisseur und Theaterintendant.

Nach seinem Studium, das er mit Promotion abschloss, war Schüler als Regisseur in New York, Erfurt und Wien tätig. 1928 wurde er Intendant in Königsberg und 1932 in Leipzig. Von Lübeck, wo er 1947 Intendant des Theaters Lübeck geworden war, ging Schüler nach vier Spielzeiten 1951[1] als Intendant zum Nationaltheater Mannheim. Hier inszenierte er neben Opernklassikern wie Beethovens Fidelio, Verdis Aida, Wagners Lohengrin, Tannhäuser, Meistersinger und Tristan und Isolde und Mozarts Don Giovanni auch Werke wie Werner Egks Columbus. Er war maßgeblich am Theaterneubau 1957 beteiligt. Anlässlich der 150. Geburtstages von Wagner und Verdi 1963 führte Schüler einen Zyklus von 18 Werken beider Komponisten auf.

Seit der ersten Aufführung am 14. April 1957 steht Schülers legendäre Parsifal-Inszenierung im Wesentlichen unverändert jährlich am Karfreitag und anderen hohen Feiertagen (Fronleichnam etc.) im Mannheimer Nationaltheater auf dem Spielplan. Keine andere Operninszenierung kann so viele Aufführungsjahre verzeichnen.

1957 wurde er mit dem Großen Verdienstkreuz des Bundesverdienstkreuzes ausgezeichnet. Die Stadt Mannheim benannte einen Weg nach ihm.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Förderkreis historischer Grabstätten in Mannheim (Hrsg.): Die Friedhöfe in Mannheim. Mannheim 1992
  • Gerhard Heldt: Hans Schüler und sein „Parsifal“-Konzept (Mannheim 1957). In: Gerhard Heldt, Brigitte Heldt (Hrsg.): Ein Leben für die Oper. Jean Cox zum 16. Januar 1982. Laaber-Verlag, Laaber 1982, ISBN 3-921518-68-7, S. 73–82
  • Liselotte Homering, Karin von Welck (Hrsg.): Mannheim und sein Nationaltheater. Menschen – Geschichte(n) – Perspektiven. Palatium-Verlag, Mannheim 1998, ISBN 3-920671-27-9
  • Herbert Meyer: Das Nationaltheater Mannheim. 1929–1979. Bibliographisches Institut, Mannheim 1979, ISBN 3-411-01563-2
  • Karl Otto Watzinger: Hans Schüler. In: Baden-Württembergische Biographien. Band 1, Kohlhammer, Stuttgart 1994, ISBN 978-3-17-012207-9, S. 343 (Volltext).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Tschechne: Lübeck und sein Theater. Die Geschichte einer langen Liebe. Reinbek 1996, S. 99 ISBN 3-923707-29-0