Hansa-Brandenburg W.29

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Hansa-Brandenburg W.29
Modell der W.29
Modell der W.29
Typ: zweisitziges Jagd-Wasserflugzeug
Entwurfsland: Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich
Hersteller: Hansa- und Brandenburgische Flugzeug-Werke
Indienststellung: Frühjahr 1918
Stückzahl: 78[1]

Die Hansa-Brandenburg W.29 war ein Jagdflugzeug der deutschen Marine im Ersten Weltkrieg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit Hanns Klemm entwickelte Ernst Heinkel die Hansa-Brandenburg W.29 als Nachfolger der W.12[2]. Ausgehend von dem Doppeldecker, dessen Geschwindigkeit sich nicht mehr entscheidend steigern ließ, war das neue Wasserflugzeug als Tiefdecker ausgelegt. Daraus ergab sich ebenfalls eine Sichtverbesserung nach oben und nach vorn.

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der japanische Lizenzbau HM-1 war der W.29 sehr ähnlich

Der Rumpf hatte flache Boden- und Seitenteile und einen gewölbten Rumpfrücken. Die Spanten und die Beplankung bestanden aus Sperrholz. Die Sitze waren hintereinander angeordnet, wobei der Pilot vorne saß.

Der zweiteilige Trapezflügel war am Rumpfuntergurt angeschlossen und wurde von den äußeren Schwimmerstreben unterstützt. Die Hinterkante der Flügelwurzel hatte einen runden Ausschnitt. Die Rippen bestanden aus Sperrholz. Die Nasen- und Endleiste waren aus Holz gefertigt. Die Tragfläche war mit Stoff bespannt.

Die Seitenflosse bestand aus einem Stahlrohrgerüst, das mit Stoff bespannt war. Die freitragende Höhenflosse war eine mit Stoff bespannte Holzkonstruktion. Das Höhenruder war geteilt und besaß außen überstehende Ausgleichsflächen.

Das Flugzeug besaß zwei einstufige Schwimmer, die aus Holz gefertigt waren. Sie waren mit Streben aus Rundstahlrohr mit Sperrholzverkleidung befestigt.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten[3]
Besatzung 2
Länge 9,36 m
Spannweite 13,50 m
Höhe 3,00 m
Flügelfläche 32,20 m²
Leermasse 1000 kg
Startmasse 1495 kg
Höchstgeschwindigkeit 175 km/h
Steigzeit auf 3000 m 23 min
praktische Gipfelhöhe 5000 m
Flugdauer 4 h
Bewaffnung 1 oder 2 starre, vorwärtsfeuernde MG 08/15 7,92 mm und ein schwenkbares MG Parabellum 7,92 mm
Triebwerk ein 6-Zylinder-Reihenmotor Benz Bz III, 150 PS (112 kW)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • P. M. Grosz, Brandenburg W 29, Windsock Datafile 55
  • H. Dieter Köhler Die deutsche Luftfahrt Ernst Heinkel – Pionier der Schnellflugzeuge, Bernard & Graefe Verlag, ISBN 3-7637-6116-0
  • Wilfried Kopenhagen und Dr. Rolf Neustädt Das große Flugzeugtypenbuch, Transpress Verlag, Berlin

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. AERO, Heft 91, Seite 2545
  2. H. Dieter Köhler Die deutsche Luftfahrt Ernst Heinkel – Pionier der Schnellflugzeuge, 2. Auflage v. 1999, S. 41, Bernard & Graefe Verlag, ISBN 3-7637-6116-0
  3. AERO, Heft 91, Seite 2545