Hauhau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hauhau ist eine Bezeichnung der neuseeländischen Māori für einen Zweig der religiösen Bewegung Pai Marire, der in den 1860er Jahren durch Te Ua Haumēne vom in der Region Taranaki ansässigen Iwi Taranaki gegründet wurde. Die Bewegung verbreitete die Ansicht, dass die Māori das während der Kolonisierung durch die Europäer verlorene Land zurückgewinnen würden.

Sie verbreitete sich auf der Nordinsel Neuseelands. Sie wurde teilweise von militanten Hauhau als Grundlage für ihren Krieg gegen die Europäer genutzt. Dies führte auch zu Bürgerkriegen zwischen Māoristämmen, zum Beispiel dem der Ngāti Porou zwischen 1865 und den 1870ern in den Regionen East Cape und Gisborne.

Militante Hauhau versprachen Unverwundbarkeit durch Kugeln, sie kämpften darum, die europäischen Siedler (Pākehā) vom Land der Māori zu vertreiben und suchten Unterstützung für die Kīngitanga, eine politische Bewegung, die danach strebte, eine Māori-Nation unter einem Māori-König zu errichten.

Nach der Tötung des anglikanischen Geistlichen Carl Sylvius Völkner durch militante Hauhau im Jahre 1865 in Opotiki kam es zu Repressalien durch die Miliz der Kolonisten, der Beschlagnahme von Land und der Gefangennahme und späteren Ermordung eines ortsansässigen Häuptlings und seiner Anhänger. In späteren Jahren erwies sich deren Unschuld an den Ereignissen.