Heidberg (Braunschweig)

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Heidberg
Wappen von Heidberg
Koordinaten: 52° 13′ 52″ N, 10° 32′ 21″ O
Höhe: 87 m ü. NN
Einwohner: 7682 (31. Dez. 2019)[1]
Eingemeindung: 1934
Postleitzahl: 38124
Vorwahl: 0531
Karte
Lage von Heidberg in Braunschweig
Heidberg Skyline bei Nacht, Februar 2019
Heidberg Skyline bei Nacht, Februar 2019

Der Heidberg ist ein Stadtteil im Süden Braunschweigs. Er gehört zum Stadtbezirk 212 – Heidberg-Melverode.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarorte Heidbergs sind im Westen Melverode, im Osten die Südstadt, im Südosten Mascherode, im Süden Stöckheim und im Norden die Kernstadt Braunschweigs.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in den 1930ern wurde der Bau einer Südstadt für Braunschweig geplant, aber erst 1958 wurde mit dem Südstadtvertrag der Baubeginn beschlossen. Die Entwürfe stammten von Ernst May. Im Januar 1959 begannen die Bauarbeiten für die Südstadtsiedlung auf den größeren östlichen Flächen des Stadtteils Melverode, deren westlicher Teil bei Melverode verblieb. Der östliche Teil der anfänglichen “Südstadtbebauung” wurde zum neuen Stadtteil Heidberg mit vier Nachbarschaften, der 1969 offiziell seinen Namen erhielt.

Der Name leitet sich von dem mittelniederdeutschen Wort Heide ab, das ein wild gewachsenes Waldgebiet meint, das auf sandigem Boden gedeiht. Schon in einer Urkunde aus dem Jahr 1300 ist die Bezeichnung “Heytberg” überliefert. Der Bezug zu dem wohl großen Bestand von Eibengewächsen kann auch aus alten Flurbezeichnungen wie “Ipkenberg” oder “Ibenkamp” gedeutet werden.[2]

Die Straßen und Wege im Heidberg sind neben dem Thüringenplatz, der Rostockstraße und dem Sachsendamm nach mitteldeutschen und pommerschen Städten benannt.

Park- und Grünanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtteil befindet sich der 24 Hektar große Heidbergpark mit dem zweiteiligen Heidbergsee, einer ehemaligen Kiesgrube. Nordwestlich des Stadtteils, jenseits der Autobahn, liegt der Richmondpark. Im Süden schließen sich jenseits des Springbachs Kleingartenanlagen an.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung ist ein reines Wohngebiet mit Nahversorgung, Kirchen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Sportplätzen sowie Schulen aller Stufen.

Verkehr

Im Westen hat der Heidberg einen Direktanschluss an die A 36: Anschlussstelle Braunschweig-Heidberg; nach Norden erreicht man nach 1000 m die A 39 Richtung Salzgitter und nordöstlich die A 39 in Richtung Wolfsburg.

Der Heidberg verfügt über eine Straßenbahnstrecke, die von der Linie 2 der Braunschweiger Verkehrs-GmbH befahren wird. Ferner kann der Heidberg durch die Straßenbahnlinie 1 erreicht werden. Durch den Stadtteil fahren die Buslinien 431 und 442.

Bildung
  • drei Kindertagesstätten
  • eine Grundschule (Grundschule Heidberg)
  • ein Schulzentrum, mit Gymnasium und Gesamtschule
  • eine Stadtteilbücherei
Kirchen
St. Bernward-Kirche
  • Die katholische St.-Bernward-Kirche befindet sich an der Stettinstraße. Sie wurde von 1968 bis 1970 erbaut, ihre Pfarrgemeinde wurde bereits 1963 gegründet. Neben der Kirche befindet sich die gleichnamige Kindertagesstätte.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Braunschweig-Heidberg.png

Das Wappen zeigt einen grünen mit fünf roten Früchten besetzten Eibenzweig auf einem weißen Schild (in der Heraldik silberfarben).

Der Zweig soll als stilisiertes Symbol für das Leben stehen, da Eiben bis zu 2000 Jahre alt werden können. Er drückt den Wunsch nach einer langen und gedeihlichen Zukunft für diesen Stadtteil aus. Das Wappen wurde von Wilhelm Bornstedt und Arnold Rabbow entworfen und am 25. September 1980 auf einer Versammlung aller Heidberger Vereine bestätigt.

Mehrere junge Eiben wurden auf Wunsch einer Bürgerinitiative durch die Stadtverwaltung neu in diesem Stadtteil angepflanzt.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Heidberg (Braunschweig) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerstatistik auf braunschweig.de
  2. a b Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, Meyer Verlag, Braunschweig 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 19.
  3. Gemeindebüro: St. Thomas im Heidberg. Abgerufen am 24. Juni 2019.
  4. Leitungsstruktur - Stephanus-Online. Abgerufen am 24. Juni 2019.