Heidi Benneckenstein

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Heidi Benneckenstein (* 1992 in Fürstenfeldbruck als Heidrun Redeker) ist eine deutsche ehemalige Rechtsextremistin und Autorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heidi Benneckenstein wuchs in einem Dorf bei München in einer Familie auf, die ein gefestigtes nationalsozialistisches Weltbild hatte. Sie wurde Mitglied in militanten Jugendgruppen, in der Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) und Kameradschaften. Benneckenstein erlebte viel Drill, Schläge und Belohnung für konformes Verhalten. Mit 15 Jahren zog sie nach Passau und nahm Kontakt zum Umfeld der NPD auf. In Jena traf sie auch Ralf Wohlleben, ein Neonazi aus dem Umfeld der Rechtsterroristen des NSU. Benneckenstein wurde mit 17 Jahren schwanger und ihr Freund Felix und sie fragten sich ob ihr Kind völkisch erzogen werden sollte. Sie und ihr Mann, der ehemalige Kameradschaftsaktivist Felix Benneckenstein, stiegen aus der Szene aus und Redeker brach mit ihrer Familie im Alter von 19 Jahren.[1][2]

Benneckenstein schrieb eine Autobiographie über ihre Jugend in der rechten Szene.

Xaver von Cranach schrieb im Spiegel über ihren Erlebnisbericht: „Benneckensteins Buch ist das Porträt einer Aussteigerin. Es zeigt, wie autoritäre Erziehung und Rassenideologie ein junges Mädchen zu einer überzeugten Nationalsozialistin machten.“[3]

Autobiografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein deutsches Mädchen. Mein Leben in einer Neonazi-Familie. Unter Mitarbeit von Tobias Haberl. Tropen, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-608-50375-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. mdr.de: "Ein deutsches Mädchen" - Heidi Benneckenstein und ihre Flucht aus der Neonazi-Szene | MDR.DE. (mdr.de [abgerufen am 26. Dezember 2017]).
  2. Bayerischer Rundfunk: Nazi-Aussteigerin Heidi Benneckenstein: Ein "deutsches Mädchen" packt aus | BR.de. 12. Oktober 2017 (br.de [abgerufen am 26. Dezember 2017]).
  3. Klett-Cotta :: Ein deutsches Mädchen - Heidi Benneckenstein. Abgerufen am 26. Dezember 2017.