Heinz Griesel

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Heinz Griesel (* 4. März 1931 in Duisburg) ist ein deutscher Mathematiker und Mathematikdidaktiker, der Professor an der Universität Kassel war.

Griesel studierte nach dem Abitur 1951 in Iserlohn (Märkisches Gymnasium) an der Universität Tübingen und der Universität Münster Mathematik, Physik, Logik und Philosophie und wurde 1957 bei Heinrich Behnke in Münster promoviert (Überkonvergenz in der Funktionentheorie mehrerer Veränderlicher)[1]. Ab 1958 war er Gymnasiallehrer in Dortmund und Lüdenscheid und war Fachleiter für Mathematik am Studienseminar in Hagen. Außerdem war er 1960 bis 1968 Lehrbeauftragter an der Universität Münster. 1967 wurde er Professor für Mathematik und Mathematikdidaktik an der PH Hannover und 1971 in Kassel, wo er mit Arnold Kirsch die Kasseler Schule der Mathematikdidaktik begründete.

1975 bis 1979 war er Vorsitzender der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (GDM), deren Ehrenmitglied er 2006 wurde. Seit 1979 ist er Obmann der Arbeitsgruppe Mathematische Struktur des Größenkalküls im Ausschuss für Einheiten und Formelgrößen (AEF) des DIN. In den 1970er Jahren veröffentlichte er ein dreibändiges Schulbuch auf Grundlage der damals in den Lehrplänen verbindlichen Neuen Mathematik, die er auch auf Alltagsrechnen ausdehnte.

Er ist seit 1970 verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Neue Mathematik für Lehrer und Studenten, Schroedel Verlag, Hannover:
    • Band 1: Mengen, Zahlen, Relationen, Topologie, 1971, 7. Auflage 1982
    • Band 2: Größen, Bruchzahlen, Sachrechnen. 1973, 3. Auflage 1976
    • Band 3: Rationale Zahlen, Algorithmen, Verknüpfungen, Gruppen, Körper. 1974, 3. Auflage 1977
  • Analysis 1,2, Reihe: Unterrichtshefte zur Mathematik von heute, Schroedel Verlag, zuerst 1968 bzw. 1970

Er war Mitherausgeber verschiedener Schulbuchreihen für Mathematik im Schroedel Verlag, u. a.: Mathematik heute, Mathematisches Unterrichtswerk für die Sekundarstufe I (ab 1971, mit Hermann Athen) und Mathematik heute – Materialien für die Sekundarstufe II (ab 1981).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinz Griesel im Mathematics Genealogy Project (englisch)