Helmut Quaritsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Helmut Quaritsch (* 20. April 1930 in Hamburg; † 19. August 2011 in Speyer) war ein deutscher Rechtswissenschaftler und Ministerialdirektor a. D.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quaritsch wurde 1957 zum Dr. jur. promoviert und habilitierte sich 1965 an der Universität Hamburg bei Hans-Peter Ipsen mit der Arbeit Staat und Souveränität für öffentliches Recht und Kirchenrecht. 1966 wurde er Ordinarius für Öffentliches Recht an der Ruhr-Universität Bochum, 1968 dann an der Freien Universität Berlin und 1972 schließlich an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer. Er war 1981 bis 1983 der Rektor der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften. Von 1970 bis 1973 war Quaritsch neben seiner Tätigkeit in Speyer außerdem Direktor der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages.

Seine Forschungsschwerpunkte waren das Ausländer-, Asyl- und Staatsangehörigkeitsrecht, das öffentliche Dienstrecht, Staats- und Souveränitätstheorien der Neuzeit (insbesondere bei Jean Bodin und Carl Schmitt) sowie verfassungs- und zeitgeschichtliche Untersuchungen zur Amnestie-Problematik.

Helmut Quaritsch war Mitherausgeber der Fachzeitschrift Der Staat und zeitweilig Vorsitzender der Vereinigung für Verfassungsgeschichte.

Werke (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Positionen und Begriffe Carl Schmitts, 3. Aufl., Berlin 1995, ISBN 3-428-08257-5.
  • (als Herausgeber): Complexio Oppositorum. Über Carl Schmitt, Vorträge und Diskussionsbeiträge des 28. Sonderseminars 1986 der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, Berlin 1988, ISBN 3-428-06378-3.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]