Helmut Rehm

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Helmut Rehm (* 7. November 1911 in Zell am Ziller; † 14. Jänner 1991 in Hall in Tirol) war ein österreichischer Grafiker, Landschafts- und Porträtmaler der Moderne. Er gilt als Wegbereiter und Lehrer moderner Kunst in Tirol.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmut Rehm wuchs in Hall in Tirol auf und maturierte 1930 an der Oberrealschule in Innsbruck. Von 1935 bis 1939 studierte er als Meisterschüler bei Professor Herbert Boeckl an der Akademie der bildenden Künste Wien. Nach dem Krieg unterrichtete er bis 1948 an der Kunstgewerbeschule in Innsbruck. Einige seiner bekanntesten Schüler waren Wilfried Kirschl, Franz Pöhacker und Anton Tiefenthaler. Ab 1950 widmete er sich ausschließlich der Kunst und unternahm zahlreiche Studienreisen, zuerst durch Europa (Italien, Frankreich, Belgien, die Niederlande und Dänemark), später in arabische und afrikanische Länder (Türkei, Syrien, Libanon, Ägypten, Libyen, Tunesien, Sudan, Äthiopien und Saudiarabien). Dabei entstanden seine bedeutendsten Bilder und Zeichnungen. Eine Reihe von Ausstellungen in seiner Heimat, in Frankreich, Deutschland, Italien, Saudi-Arabien und den USA würdigen das Werk von Helmut Rehm.

Seine Frau war die Porträtmalerin und Buchillustratorin Maria Rehm (1915–2002).

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke im öffentlichen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wandbild Schmetterlinge, Innsbruck, Maria-Theresien-Straße 49a
  • Deckenmalereien, Spitalskirche Matrei am Brenner, 1950 (mit Ernst Degn)[1]
  • Wandbild Szenen aus Navis und Ausblick auf das Meer, Volksschule (jetzt: Kindergarten) St. Kathrein, Navis-Außerweg, um 1953[2]
  • Bildtafeln Geißelung Christi, Kreuztragung und Keuzigung, Bildstöcke an der Hallerstraße, Rum/Thaur, 1953–1955[3][4][5]
  • Sgraffito Landleben im Jahreslauf, Wohnhaus Bahnhofstraße 10, Kirchberg in Tirol, 1956[6]
  • Fassadengestaltung Schmetterlinge, Durchgang Maria-Theresien-Straße 49a, Innsbruck, 1956[7]
  • Sgraffito, Wohnhaus Liebeneggstraße 16, Innsbruck-Wilten, 1958[8]
  • Wandbilder mit Märchen-, Tier- und Familienmotiven, Doppelvolksschule Pradl-Ost, Innsbruck, 1960[9]
  • Fassadengestaltung Tiere und Pflanzen, Wohnhaus Dr.-Glatz-Straße 4–6, Innsbruck-Pradl, 1960[10]
  • Wandmalereien und Bleiglaswand, Volksschule Brixlegg, 1968[11]
  • Fassadenmosaik, Wohnhaus Adamgasse 13–15, Innsbruck-Wilten, 1969[12]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martina Egger: Der akademische Maler Helmut Rehm. Diplomarbeit Innsbruck 1992.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Helmut Rehm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. R. Dollinger, Wiesauer: Spitalskirche hl. Geist. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. April 2018.
  2. Volksschule, Schulhaus St. Kathrein. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. April 2018.
  3. Bildsäule, 8. Stationsbildstock Geißelung Christi. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. April 2018.
  4. Bildsäule, 10. Stationsbildstock Kreuzigung. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. April 2018.
  5. Bildsäule, 11. Stationsbildstock Kreuztragung. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. April 2018.
  6. Molling, Wiesauer: Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden: Landleben im Jahreslauf. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. April 2018.
  7. Molling, Wiesauer: Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden: Fassadengestaltung Schmetterlinge. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. April 2018.
  8. Wohngebäude, Mehrparteienhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. April 2018.
  9. Amt der Tiroler Landesregierung, Kulturabteilung (Hrsg.): Kulturberichte aus Tirol 2007. 60. Denkmalbericht. Innsbruck 2007, S. 48–51 (PDF; 10,7 MB)
  10. Molling, Wiesauer: Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden: Fassadengestaltung Tiere und Pflanzen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. April 2018.
  11. Volksschule. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. April 2018.
  12. Wohngebäude, Mehrparteienhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. April 2018.