Heribert Leuchter

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Heribert Leuchter (* 1954 in Aachen) ist ein deutscher Jazzmusiker (Sopran-, Alt- und Baritonsaxophon), Bandleader und Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leuchter studierte von 1972 bis 1978 Maschinenbau mit dem Abschluss Diplomingenieur an der RWTH Aachen, bevor er von 1979 bis 1984 an der Musikhochschule Rheinland Saxophon studierte. 1980 absolvierte er einen Studienaufenthalt am Berklee College of Music in Boston.

Seit 1982 ist er als freischaffender Musiker, Komponist, Arrangeur, Bandleader, Film-, Fernseh- und Bühnenmusikproduzent tätig sowie als musikalischer Leiter in diversen Theaterproduktionen.

Leuchter ist der Gründer diverser Ensembles, darunter das großformatige LUX-Orchester (unter anderen mit Ludwig Nuss, Jürgen Sturm, Karl Farrent, Marc Godfroid, Pinguin Moschner) und das „Heribert Leuchter Trio“ mit Gero Körner (Orgel) und Stefan Kremer (Schlagzeug). Er ist Mitglied des Art'n Schutz Orchesters. Mit dem (nicht-verwandten) Musiker Manfred Leuchter arbeitete er zwischen 1999 und 2007 zusammen.

Zusammen mit dem Organisten Lutz Felbick bildete er das Duo JATO („Jazz at the Organ“), das 2011 die CD „Windladen“ herausbrachte.

Leuchter betreibt das eigene Plattenlabel LUXaries Records.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit dem HNO-Facharzt Stefan Warmke und dem Musikproduzenten Jürgen Müller entwickelte Leuchter eine Methode zur Behandlung von Tinnitus-Leiden. Über das Hören eigens komponierter Musik mit individualisierter Frequenznote des jeweiligen Patienten wird beansprucht, dass diese ihre Beschwerden erfolgreich lindern und bekämpfen könne.[1]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskographie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993: Neue Lieder für den verdorbenen Menschen, mit LUX-Orchester und Helen Vita, LUXaries Rec.
  • 1993: Klavier & Saxophon, mit Duo Heidtmann Leuchter, LUXaries Rec.
  • 1997: zufällig Absicht, mit Petra Welteroth, LUXaries Rec.
  • 1998: I mean U, mit Duo Heidtmann Leuchter, LUXaries Rec.
  • 2001: Arabesque, mit Manfred Leuchter Band, LUXaries Rec.
  • 2004: live-Doppel-CD space mit Manfred Leuchter Band, LUXaries Rec.
  • 2006: Reset, mit Heribert Leuchter Trio, featuring Kate Westbrook, mit Stefan Kremer, Drums und Gero Körner, Hammond B3 Orgel, LUXaries Rec.
  • 2007: Zina, mit Manfred Leuchter Band, LUXaries Rec.
  • 2009: nah dran, mit Petra Welteroth, LUXaries Rec.
  • 2010: Sounds of Science, mit Christoph Titz, Marotymusic[2]
  • 2013: Windladen, JATO (Heribert Leuchter, Saxophone; Lutz Felbick, Orgel), LUXaries Rec.
  • 2014: Both Sides Now, mit Samuel Schürmann und Swing.it, EP, LUXaries Rec.
  • 2014: K. O. Götz zum 100sten, mit Gedichten von K. O. Götz, LUXaries Rec.
  • 2014: The Singer mit Samuel Schürmann und Swing.it, LUXaries Rec.
  • 2015: Art´n Schutz Orchester, mit Anirahtak, Jürgen Sturm, Christoph Titz, u.a., LUXaries Rec.

Produktionen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993 ff: Lesungen mit Musik mit der Romanautorin Sylvie Schenk
  • 1994: Szenisch-konzertante Aufführung des Liederzyklus „Neue Lieder für den verdorbenen Menschen“ (UA) am Theater Aachen mit Gastsolistin Kate Westbrook
  • 1994 ff.: „Die Perlen“ Modern Jazz-Quartett
  • 1995 ff: Chansonprogramm mit Petra Welteroth
  • 1997: Uraufführung „Stadtgesichter“, Text-Musik-Spektakel mit Dirk Schulte, Anirahtak, Jürgen Sturm, Hermann-Josef Schüren, Norbert Stöbe
  • 1999: Uraufführung TanzTheaterMusik-Szenario „Das Echo“ mit Theater K, Aachen
  • 2000: Konzertserie „KlangWeltReligion“ auf der EXPO 2000 mit LUX-Orchester und Kate Westbrook als Auftragsarbeit der Deutschen Bischofskonferenz; mit u.a. Albrecht Maurer, Stefan Rademacher, Arup sen Gupta
  • 2002: Uraufführung „Reich durch A.R.M.“, Musikszenario für 5 Schauspieler, Sängerin und LUX-Orchester, Rheinisches Musikfest WDR
  • 2002 ff: Konzertreisen mit der Manfred Leuchter Band für das Goethe-Institut Internationes durch Indien, Rumänien, Griechenland, Litauen, Marokko
  • 2004 ff: Heribert Leuchter Trio, Konzerttätigkeit
  • 2014: Uraufführung „Der Lange Atem“, Oratorium für gemischten Chor, Gregorianische Männerschola, Orgel und Saxophon, Aachener Dom, mit Carmina Mundi und Domschola Aachen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DISAPPEARS
  2. http://www.christophtitz.de/shop/