Herman Frank

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Herman Frank beim Wacken Open Air 2014
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Fight the Fear
  DE 89 15.02.2019 (1 Wo.)
Two For a Lie
  DE 59 28.05.2021 (1 Wo.)
  CH 56 30.05.2021 (1 Wo.)

Herman Frank (* 1959 in Erlangen) ist ein deutscher Hardrock- und Heavy-Metal-Gitarrist sowie Musikproduzent.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bekanntheit erlangte Frank als Mitglied der Heavy-Metal-Band Accept, bei der er im Jahr 1982 den temporären Gitarristen Jan Koemmet ersetzte. Frank stieß kurz vor der Veröffentlichung von Restless and Wild zu der Band, verließ diese aber schon nach dem Folgealbum Balls to the Wall. 1983 gründete er zudem eine eigene Band namens Hazzard, die noch im gleichen Jahr ein selbstbetiteltes Album herausbrachte. Wohl weil der Erfolg hier weitgehend ausblieb, stieg Frank im Jahr 1985 für einige Zeit bei Sinner ein, wo er als zweiter Gitarrist an dem Album Touch of Sin beteiligt war.

Seinen Durchbruch erlebte er aber erst mit der Band Victory. Von 1986 an spielte Frank insgesamt fünf Studio- und zwei Livealben mit den Hannoveranern ein und prägte den Sound der Band bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1993 ganz wesentlich mit. An der Reunion drei Jahre später war er aber nicht beteiligt. Stattdessen versuchte er sich mit Moon’Doc erneut an einer eigenen Band und veröffentlichte von 1995 bis 2000 drei Alben unter diesem Namen. Im Jahr 2002 reformierte sich Victory ein weiteres Mal und nun war auch Frank als treibende Kraft wieder dabei. Zusammen mit Tommy Newton schrieb und produzierte er die Alben Instinct (2003), Fuel to the Fire (2006) und Don’t Talk Science (2011), bevor sich die Band schließlich zu ihrer endgültigen Auflösung entschied. Diese hielt jedoch nicht lange an, denn 2013 vereinigten sie sich wieder.

Derweil wurde Frank auch wieder für Accept tätig. Er beteiligte sich sowohl an der Wiedervereinigung im Sommer 2005 als auch am Neustart der Band mit Mark Tornillo und nahm mit ihr die Alben Blood of the Nations (2010) und Stalingrad (2012) auf. Im Jahr 2009 erschien zudem sein erstes reines Soloalbum namens Loyal to None, das mit Jioti Parcharidis (Victory) als Sänger, Peter Pichl (Running Wild) am Bass und Stefan Schwarzmann (Accept) am Schlagzeug eingespielt wurde. Für den Nachfolger Right in the Guts (2012) verpflichtete er neben Pichl dann den Sänger Rick Altzi (At Vance), den Gitarristen Christos Mamalitsidis (Nikki Puppet) und den Schlagzeuger Michael Wolpers (Treibhaus).

Frank arbeitete in seiner Karriere auch immer wieder als Produzent und Mixer, so etwa für Jamie Clarke’s Perfect, Crown of Creation, Die leeren Versprechungen, Die Michels, Mind Odyssey, Justire, Holy Mother, Saxon, Messiah’s Kiss, Missing Link, Paranoize, Silent Decay, Schierling, Tank Buster Jack, Franky, Inquiring Blood, Nikki Puppet, Hate Squad, Magistarium, Rose Tattoo, Molly Hatchet und Poison Sun.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herman Frank

  • 2009 – Loyal to None
  • 2012 – Right in the Guts
  • 2016 – The Devil Rides Out
  • 2019 – Fight the Fear

Accept

Hazzard

  • 1983 – Hazzard

Sinner

  • 1985 – Touch of Sin

Victory

  • 1986 – Don’t Get Mad… Get Even
  • 1987 – Hungry Hearts
  • 1988 – That’s Live
  • 1989 – Culture Killed The Native
  • 1990 – Temples of Gold
  • 1992 – You Bought It - You Name It
  • 1993 – Liveline
  • 2003 – Instinct
  • 2006 – Fuel to the Fire
  • 2011 – Don’t Talk Science
  • 2021 – Gods of tomorrow

Moon’Doc

  • 1995 – Moon’Doc
  • 1996 – Get Mooned
  • 2000 – Realm of Legends

Saeko

  • 2004 – Above Heaven, Below Heaven
  • 2006 – Life

Thomsen

  • 2009 – Let’s Get Ruthless

Poison Sun

  • 2010 – Virtual Sin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Herman Frank – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Blazek: Das niedersächsische Bandkompendium 1963–2003 – Daten und Fakten von 100 Rockgruppen aus Niedersachsen. Celle 2006, S. 148–149, ISBN 978-3-00-018947-0.
  • Daniel Bukszpan: The Encyclopedia of Heavy Metal. Mit einem Vorwort von Ronnie James Dio, Sterling Publishing, New York 2003, S. 16, ISBN 978-0760742181.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Charts DE CH