Hermann Alt

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Hermann Alt (* 2. April 1889 in Dresden; † 15. Januar 1954 in Doberlug-Kirchhain) war ein deutscher Ingenieurwissenschaftler und Begründer der quantitativen Getriebelehre und hatte den ersten deutschen Lehrstuhl speziell für Getriebelehre. Er war Professor an der Technischen Hochschule Dresden und danach an der Technischen Universität Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war der Sohn des Kaufmanns Georg Alt (* 1858) und studierte an der TH Dresden, an der er 1912 Assistent wurde und 1914 mit der Schrift Zur Theorie der Geschwindigkeits- und Beschleunigungspläne einer komplan bewegten Ebene promovierte. Im Ersten Weltkrieg war er Ingenieur in einer Werkstatt für Artillerie. Ab 1919 war er wieder Assistent an der TH Dresden, ab 1921 als Privatdozent und ab 1923 als Professor für Getriebelehre und Mechanik des Maschinenwesens. 1939 wurde er Professor für Getriebe- und Konstruktionslehre an der TU Berlin und Leiter des Instituts für Getriebetechnik und Konstruktionslehre der Verarbeitungsmaschinen und Feinmechanik. Ein rüstungswichtiges Forschungsgebiet war das Getriebe von Maschinenwaffen. Von 1926 bis 1954 war Alt Obmann des Fachausschusses für Getriebetechnik beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI).[1]

Nach ihm ist die Altsche Totlagenkonstruktion benannt.

Er befasste sich neben Getriebelehre und -synthese auch mit Biomechanik und der Mechanik von Prothesen. Im Handbuch der Physik von Geiger/Scheel schrieb er den Abschnitt Geometrie der Bewegungen (1927).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hermann Alt. In: Catalogus Professorum. TU Berlin, abgerufen am 11. November 2020.