Handbuch der Physik

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Das Handbuch der Physik verfolgte das Ziel, den Stand der gesamten experimentellen und theoretischen Physik darzustellen. Eine erste, auf 24 Bände ausgelegte Ausgabe, wurde von Hans Geiger und Karl Scheel herausgegeben und erschien ab 1926 beim Julius Springer Verlag. Eine fast völlig neu bearbeitete Ausgabe in 55 Bänden wurde ab 1955 von Siegfried Flügge herausgegeben. Sie enthält nur sehr wenige Artikel aus der alten Reihe, z. B. den von Wolfgang Pauli über Quantentheorie, der aber auch überarbeitet wurde.

Das Geiger-Scheel-Handbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Idee, den Stand der experimentellen und theoretischen Physik in einem Handbuch darzustellen, entstand 1922 unter Beteiligung von Max Born, James Franck, Robert Wichard Pohl, Walther Kossel, Erich Regener und Max Volmer. Herausgeber der Teilreihen waren Richard Grammel, Fritz Henning (Berlin), Heinrich Konen, Hans Thirring, Ferdinand Trendelenburg und Wilhelm Westphal.

Dem Plan nach behandelten die Bände 1-3 Geschichte, Vorlesungstechnik, Einheiten, mathematische Hilfsmittel, Band 4 die Grundlagen der Physik, Band 5 bis 8 Mechanik einschließlich Akustik, Band 9 bis 11 Wärme, Band 12 bis 17 Elektrizität und Magnetismus, Band 18 bis 21 Optik aller Wellenlängen, Band 22 bis 24 Aufbau der Materie und Wesen der Strahlung. In der zweiten Auflage (um 1932) waren einige Bände stark erweitert und in Teilbände aufgeteilt worden.

In der 2. Auflage 1933:

Die Encyclopedia of Physics/Handbuch der Physik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg erschien 1955 bis 1988 (Registerband) eine internationalisierte Neuausgabe unter der Leitung von Siegfried Flügge in 55 Bänden (aus 78 Einzelbänden). Veröffentlichungssprachen waren Deutsch, Englisch, Französisch und die Titel waren gleich deutsch/englisch. Mitherausgeber der Mechanik-Bände war Clifford Truesdell.

Einzelbände:

Gruppe 1: Mathematische Methoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Band 1/1: Mathematische Methoden 1, 1956
    • Josef Lense Grundbegriffe der klassischen Analysis, Gewöhnliche Differentialgleichungen, Funktionentheorie, Partielle Differentialgleichungen, Elliptische Funktionen und Integrale, Josef Meixner Spezielle Funktionen der Mathematischen Physik, Friedrich Schlögl Randwertprobleme
  • Band 1/2: Mathematische Methoden 2, 1955

Gruppe 2: Prinzipien der Theoretischen Physik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppe 3: Mechanisches und Thermisches Verhalten von Materie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppe 4: Elektrisches und Magnetisches Verhalten von Materie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppe 5: Optik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppe 6: Röntgenstrahlen und Korpuskularstrahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppe 7: Atom- und Molekülphysik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppe 8: Kernphysik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppe 9: Kosmische Strahlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppe 10: Geophysik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppe 11: Astrophysik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Band 55: Generalregister 1988

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Mader, 1880-1965, Geodät und Astronom, Hofrat im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, ab 1946 a.o. Prof. für Geodäsie an der TH Wien
  2. Geckeler (* 21. Oktober 1897 in München; † 6. November 1952 in Kiel), ein promovierter Mathematiker (Diss. München 1921) bei Zeiss und danach bei der Firma Anschütz in Kiel, wo er stellvertretender Direktor war.
  3. Helmuth Sell (1898-1956), bis 1933 Leiter des Labors für Meßtechnik und Elektronik bei Siemens in Berlin, danach machte er sich selbständig, da der nationalsozialistische Druck für ihn als Sozialdemokrat bei Siemens zu stark wurde. Wurde nach dem Krieg mit seiner Frau Gerechter unter den Völkern da er Juden vor den Nationalsozialisten versteckte.
  4. Dr. Rudolf Schmidt, geboren 1880, Oberregierungsrat an der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Berlin, an der er 1906 bis 1937 war
  5. Egon Alberti, 1886-1945, Physiker und Elektroingenieur am Patentamt in Berlin, Autor eines Buches über Kathodenstrahlröhren (Springer 1932)
  6. Firma Zeiss, Jena
  7. Dr. Walter Rahts, auch manchmal fälschlich Raths zitiert, Direktor der Agfa, war Ende der 1930er Jahre und noch 1944 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinotechnischen Gesellschaft, Herausgeber mit Joachim Grassmann des Tagungsbands Film und Farbe, Berlin 1943
  8. Heinrich Ley (1872-1938), promovierte 1895 in Würzburg, Prof. in Leipzig, ab 1911 Prof. für Chemie in Münster
  9. Wolfsohn war Physiker und Assistent von Rudolf Ladenburg am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin. 1933 verlor er wie andere Juden seine Stellung und ging nach Utrecht
  10. Walter James „Jim“ Carr, 1918-2010, promovierte 1951 bei Frederick Seitz, Physiker bei Westinghouse
  11. R. H. Good jr., geboren 1923 in Toronto, 1956 bis 1970 Prof. an der Iowa State University, zuletzt Prof. Pennsylvania State University
  12. Gerrit Arnoldus Wijnand Rutgers (1914-1972), Prof. in Utrecht
  13. Robert D. Birkhoff, geboren 1925, Leiter Strahlungsphysik Oak Ridge National Laboratory und Prof. University of Tennessee
  14. Gennadi Michailowitsch Nikolski, 1929-1982, studierte in Kiew, seit 1958 am Institut für Erdmagnetismus, Ionosphäre und Funkwellenausbreitung der Akademie der Wissenschaften, Gründer und Leiter des Labors für Sonnenaktivität, seit 1971 Professor