Herringen

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Herringen
Stadt Hamm
Koordinaten: 51° 39′ 42″ N, 7° 44′ 27″ O
Eingemeindung: 1. Januar 1968
Eingemeindet nach: Pelkum
Postleitzahl: 59077
Vorwahlen: 02381, 02389

Herringen ist ein Ortsteil der westfälischen Stadt Hamm. Er liegt im gleichnamigen Stadtbezirk.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herringen liegt westlich des Zentrums der Stadt Hamm. Im Norden bildet die Lippe die Grenze. Direkt südlich der Lippe durchquert der Datteln-Hamm-Kanal das Ortsgebiet.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Herringen gehören die Siedlungen Nordherringen und Ostfeld (im Norden) und Isenbeck (im Nordosten). Der westliche Teil des Ortes wird oft als Westherringen bezeichnet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herringen grenzte im Jahr 1967 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Gemeinden Stockum und Bockum-Hövel (beide damals im Kreis Lüdinghausen), an die Stadt Hamm und an die Gemeinden Wiescherhöfen, Pelkum, Lerche und Sandbochum (einschließlich Bockum-Hövel alle heute zu Hamm).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herringen gehörte bei der Errichtung der Ämter in der preußischen Provinz Westfalen zum Amt Pelkum im Kreis Hamm. Anlässlich der Auskreisung der Stadt Hamm am 1. April 1901 wurde aus dem Kreis der Landkreis Hamm. Nach einer Gebietserweiterung im Jahr 1929 wurde dieser im Oktober 1930 in Kreis Unna umbenannt.[1]

Am 30. Juni 1965 wurde Herringen aus dem Amt Pelkum ausgegliedert. Am 1. Januar 1968 wurde Herringen jedoch zusammen mit den Gemeinden Lerche, Pelkum, Sandbochum und Weetfeld sowie Teilen von Wiescherhöfen zur neuen Gemeinde Pelkum zusammengeschlossen.[2] Diese 40,65 km² große Gemeinde mit 25.337 Einwohnern wurde durch die Gemeindegebietsreform mit Wirkung vom 1. Januar 1975 wieder aufgelöst und in die Stadt Hamm eingemeindet.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1849[4] 607
1910[5] 1.527
1931[6] 11.167
1956[7] 15.222
1961[8] 14.769

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landesstraße L 736 verbindet Herringen im Osten mit Hamm sowie im Westen mit Sandbochum, Rünthe und Lünen. Die Landesstraße L 881 stellt im Norden eine Verknüpfung mit Bockum und im Süden mit Wiescherhöfen her.

Die Kreisstraße K 17 folgt im Norden hauptsächlich der Johannes-Rau-Straße, früher der Lünener Straße.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herringen ist durch die Linien 1, 7 und 17 der Stadtwerke Hamm mit dem Hammer Zentrum verbunden. Außerdem verkehrt die Schnellbuslinie S 20 der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna von Herringen (Quellenstraße) nach Sandbochum, Bergkamen und Lünen.

Bemerkenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lippedeich in Hamm-Herringen ist mit 17 m Höhe der höchste Flussdeich Deutschlands.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 196, 317.
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 64.
  3. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 125.
  4. M. F. Essellen: Beschreibung und kurze Geschichte des Kreises Hamm und der einzelnen Ortschaften in demselben. Verlag Reimann GmbH & Co, Hamm 1985, ISBN 3-923846-07-X, S. 151.
  5. www.gemeindeverzeichnis.de: Einwohnerzahlen 1910
  6. Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen, Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931.
  7. Otto Lucas: Kreis-Atlas Unna. Unna/Münster 1957
  8. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 199.
  9. Hochwasser-Aktionsplan Lippe, Dezember 2002, PDF-Datei, abgerufen am 16. Juli 2015