Bockum-Hövel

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Dieser Artikel erläutert die ehemalige Stadt Bockum-Hövel sowie die Stadtteile Bockum und Hövel der Stadt Hamm; zum Stadtbezirk siehe Hamm-Bockum-Hövel.

Koordinaten: 51° 41′ 50″ N, 7° 44′ 54″ O

Bockum-Hövel
Stadt Hamm
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 59075
Vorwahl: 02381

Bockum-Hövel war eine selbständige Stadt. Jetzt gehört ihr Gebiet zur westfälischen Stadt Hamm und bildet dort den größeren Teil des gleichnamigen Stadtbezirks.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemalige Stadt Bockum-Hövel liegt im Nordwesten der Stadt Hamm. Im Süden grenzte sie an die Lippe.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bockum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Bockum gehörte ursprünglich zum Amt Drensteinfurt im Kreis Hamm, der im Jahr 1901 zum Landkreis Hamm und im Jahr 1930 zum Kreis Lüdinghausen wurde. Am 1. April 1939 wurde Bockum mit Hövel zur Gemeinde Bockum-Hövel zusammengeschlossen[1] und war deren westlich gelegener Ortsteil.

Hövel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Hövel gehörte ursprünglich zum Amt Drensteinfurt im Kreis Hamm, später Landkreis Hamm und schließlich Kreis Lüdinghausen. Am 1. April 1939 wurde Hövel mit Bockum zur Gemeinde Bockum-Hövel zusammengeschlossen[1] und war deren östlich gelegener Ortsteil.

Weitere Siedlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Bockum gehören die Siedlungen Merschhoven (im Süden), Holsen (im Westen) und Barsen (im Norden). Zu Hövel gehören Hölter (im Norden) und Geinegge (im Osten).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bockum-Hövel grenzte im Jahr 1974 im Uhrzeigersinn im Westen beginnend an die Gemeinden Stockum und Herbern und an die Stadt Drensteinfurt (damals alle im Kreis Lüdinghausen), an die Stadt Heessen (damals im Kreis Beckum), an die Stadt Hamm und an die Gemeinde Herringen (damals im Kreis Unna).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. Mai 1956 wurde Bockum-Hövel zur Stadt ernannt.[1] Diese wurde am 1. Januar 1975 zusammen mit der Stadt Heessen und mit den Gemeinden Pelkum, Rhynern (ohne den Ortsteil Hilbeck) und Uentrop in die Stadt Hamm eingegliedert.[2] Bis zum 31. Dezember 1974 gehörte Bockum-Hövel zum Kreis Lüdinghausen.

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1961 24.346
1970 25.143
1974 26.210

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße B 63 verbindet den Osten Bockum-Hövels mit Walstedde und Drensteinfurt. Die Landesstraße L 507 führt im Westen nach Werne und Selm, im Osten nach Dolberg und Beckum. Die Landesstraße L 518 führt ebenfalls nach Werne. Die Landesstraße L 844 bringt die Höveler und Bockumer in nordwestlicher Richtung nach Herbern, Ascheberg, Davensberg, Ottmarsbocholt, Senden und Appelhülsen. Anschließend geht sie in der Bundesstraße B 525 auf.

Durch Bockum und Hövel führen mehrere Kreisstraßen.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bockum und Hövel sind mit den Linien 2 (Endstation Hövel/Uhlenfeld), 4 (Endstation Barsener Straße) und 9 (Endstation Horster Straße) der Stadtwerke Hamm mit dem Hammer Stadtzentrum verbunden. Die Schnellbuslinie S 10 und die Regionallinie R 14 der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna fahren von Hamm kommend über Hövel und Bockum auf unterschiedlichen Linienwegen nach Werne und Lünen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 217, 247, 325.
  2. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 124.