Hochlarmark

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Hochlarmark
Stadtteil von Recklinghausen
Übersichtskarte Recklinghausen mit Hochlarmark im äußersten Südwesten
Koordinaten 51° 34′ 12″ N, 7° 11′ 10″ OKoordinaten: 51° 34′ 12″ N, 7° 11′ 10″ O
Höhe (Kreuzung Westfalenstr./Körnerstr.) 49,6 m ü. NHN
Fläche 4,146 km²
Einwohner 9966 (30. Sep. 2015) (5/18)
Bevölkerungsdichte 2404 Einwohner/km²
Postleitzahl 45661
Quelle: [1]* [2][3]
Blick von der Halde Hoheward auf Ecke Karl-/Robertstraße (Dreieck-Siedlung)

Hochlarmark ist ein Stadtteil der Kreisstadt Recklinghausen. Er liegt im äußersten Südwesten der Stadt, an der Grenze zu Herten(-Süd) und Herne und hat knapp 10.000 Einwohner.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochlarmark liegt im Emscherland im äußeren Südwesten der Stadt Recklinghausen. Im Westen grenzt der Stadtteil an die Stadt Herten, im Süden an die kreisfreie Stadt Herne. Im Norden liegt der Recklinghäuser Stadtteil Stuckenbusch, im Osten Recklinghausen-Grullbad.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden Hochlarmarks bildet die Emscher die Grenze zu Herne. Die begradigte Emscher fließt von Hochlarmark bis Grimberg im historischen Bach der Fleuthe, die im 19. Jahrhundert ein Nebenarm der Emscher war. Das historische Bett der Emscher wird für den südlich verlaufenden Rhein-Herne-Kanal genutzt.[4]

Im Osten des Stadtteils fließt der Hellbach von Norden nach Süden der Emscher zu. Der Westteil Hochlarmarks wird über Resser Bach hin zum Holzbach und über den Schellenbruchgraben entwässert.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevor im Jahr 1884 der Schacht 1 der Zeche Recklinghausen (Schacht Clerget, später Recklinghausen I) in Betrieb genommen wurde, war Hochlarmark eine ländlich geprägte Bauerschaft. Bereits 1869 wurde mit dem Abteufen des Schachtes begonnen. 1882 begann man einen zweiten Schacht in Hochlarmark abzuteufen (Schacht Clerget II, ab 1889 Schacht Recklinghausen II). 1899 und 1901 wurden zwei weitere Schächte abgeteuft. Ab 1889 wurde auch eine Kokerei in Hochlarmark betrieben. Die Belegschaft der Zeche und der Kokerei sind der Grund für die in der Zeit wachsende Bevölkerung. Es wurden Wohnsiedlungen für die Arbeiterfamilien angelegt, sogenannte Zechensiedlungen. Hier ist insbesondere die Dreieck-Siedlung zu nennen. 1974 wurde die Zeche Recklinghausen stillgelegt.

Noch heute prägen die Tagesanlagen vom Schacht Recklinghausen I und das Fördergerüst von Recklinghausen II das Bild des Stadtteils. Auch die Halde Hoheward an der Grenze zur Stadt Herten, welche durch Aufschüttungen verschiedener Zechen entstanden ist, zeigt noch heute die Bergbauvergangenheit von Hochlarmark auf und ist ein beliebtes Ausflugsziel der Menschen in der Region.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Schließung der Zeche Recklinghausen ist der größte Arbeitgeber im Stadtteil weggebrochen. Heute ist Hochlarmark vor allem von mittelständischen und kleinen Unternehmen geprägt.

Hochlarmark ist an das deutsche Verkehrsnetz über die Bundesautobahn 43 (Ausfahrt 13, Recklinghausen-Hochlarmark) zu erreichen. Der Bahnhof Recklinghausen Süd liegt direkt an der Grenze zum Stadtteil Grullbad. Somit ist Hochlarmark auch mit der Eisenbahn erreichbar (Niers-Haard-Express und die Linie S 2). Des Weiteren fahren Linienbusse der Vestischen Straßenbahnen nach Hochlarmark.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hochlarmark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistischer Vierteljahresbericht III 2015 (Memento des Originals vom 30. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.recklinghausen.de, Stadt Recklinghausen (PDF; 9,9 MB)
  2. Kartendienst der Stadt Recklinghausen mit Stadtteilgrenzen
  3. Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  4. a b GeoServer NRW, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW