Hokitika

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Hokitika
Hokitika (Neuseeland)
Hokitika
Koordinaten 42° 43′ S, 170° 58′ OKoordinaten: 42° 43′ S, 170° 58′ O
Region West Coast
Distrikt Westland District
Einwohner 3.447 (2013 [1])
Hokitika um das Jahr 1870
Die Hauptstraße von Hokitika

Hokitika ist eine Stadt im Westland District in der Region West Coast auf der Südinsel von Neuseeland. Die Stadt ist Sitz des Westland District Council (Distriktrat) und Sitz dessen Verwaltung.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt befindet sich mit rund 3450 Einwohnern[1] direkt an der Westküste im Norden des Westland Districts, rund 40 km südwestlich von Greymouth. Südlich der Stadt mündet der Hokitika River in die Tasmansee. Hokitika liegt, wie die anderen Städte und Siedlungen der Westküste auch, bedingt durch die östlich liegenden Neuseeländische Alpen isoliert von den restlichen Landesteilen. Verkehrstechnisch angeschlossen ist Hokitika durch den New Zealand State Highway 6, der von Norden von Greymouth kommend, durch Hokitika und weiter an der Küste entlang bis nach Haast im Süden führt.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Gemeinde Hokitika ist noch relativ jung: Die Ortschaft wurde im Jahr 1864 als Goldgräbersiedlung gegründet und stellte eines der Zentren des Goldrausches in Westland dar.[1] Ärger gab es mit der großen Nachbarstadt östlich der Neuseeländischen Alpen, da das meiste abgebaute Gold direkt vom Hafen von Hokitika nach Melbourne verschifft wurde und meist kein Umweg über das Gebirge nach Christchurch gemacht wurde. Zwei Jahre nach seiner Gründung im Jahr 1866 zählte Hokitika mit über 6000 Einwohnern zu den größten Siedlungen im damaligen Neuseeland und fungierte seit 1873 sogar als Hauptstadt der neu geschaffenen Provinz Westland, bis diese Form der Verwaltungsgliederung im Jahr 1876 abgeschafft wurde. Damit erfuhr das Städtchen einen herben Bedeutungsverlust und damit einhergehend einen stetigen Bevölkerungsschwund.

Hokitika ist Geburtsort des katholischen Bischofs von Hamilton, Stephen Marmion Lowe.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten Wirtschaftszweige waren über Jahrzehnte hinweg die Verarbeitung von Pounamu (englisch: Greenstone), einer besonderen Art Jade sowie Forstwirtschaft und der Bergbau, wobei vornehmlich Kohle und Gold abgebaut wurden. Das ganze letzte Jahrhundert über verloren diese Wirtschaftszweige aber weitgehend an Bedeutung, was die negative Bevölkerungsbilanz der letzten Jahre erklärt. In den letzten Jahren jedoch gewinnt die Ortschaft wieder an Bedeutung, weil sie sich zu einem wichtigen Stopp für Touristen in der Westküsten-Region entwickelt hat. Dabei ist die Ortschaft vor allem bei Ökotouristen beliebt. Außerdem bildet die Milchwirtschaft einen wichtigen Wirtschaftszweig der Gemeinde. Dabei hat die Westland Milk Products eine Monopolstellung inne. Der Einzugsbereich dieser Molkerei, die den Großteil ihrer Produktion exportiert, erstreckt sich über beinahe die gesamte nördliche Westküste.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der infrastrukturell relativ schlecht erschlossenen Westküste der neuseeländischen Südinsel gelegen ist Hokitika vergleichsweise gut an das nationale Straßen- sowie Bahnnetz angebunden. So führt der State Highway 6 in Nord-Süd-Richtung direkt durch die Ortschaft, der in die Gegend um den Haast Pass und dem Te Wahipounamu-Weltnaturerbe der UNESCO im südlichen Westland führt. In den 1890er Jahren wurde der Hokitika Branch, eine Eisenbahn-Nebenstrecke der Midland Line von Greymouth aus nach Hokitika, eingeweiht. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Strecke ausgebaut und verlängert. Im Jahr 1967 wurde der Personenverkehr eingestellt. Seitdem wird die Bahnstrecke nur noch für den Güterverkehr genutzt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hokitika – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Hokitika. Westland District Council, abgerufen am 18. Juli 2016 (englisch).
  2. Topo250 maps. Land Information New Zealand, abgerufen am 17. Juli 2016 (englisch).