Christchurch

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Christchurch (Begriffsklärung) aufgeführt.
Christchurch
Ōtautahi
ChristchurchŌtautahi (Neuseeland)
ChristchurchŌtautahi
Koordinaten 43° 32′ S, 172° 38′ O-43.531403172.639983Koordinaten: 43° 32′ S, 172° 38′ O
Einwohner 341.469 (März 2013)
Region Canterbury
Postleitzahl 7671 - 7676, 8011 - 8842
Distrikt Christchurch City Council

Christchurch [ˈkɹaɪsttʃɜːtʃ] ist eine an der Ostküste der Südinsel Neuseelands in der Region Canterbury gelegene Stadt mit 341,469 Einwohnern.

Christchurch gilt als die „englischste“ Stadt Neuseelands, was sich heute noch in der Architektur nachvollziehen lässt. Der Māori-Name der Stadt ist Ōtautahi, benannt nach einem Häuptling der Māori, der am Avon River siedelte.

Geographie[Bearbeiten]

Christchurch von den Port Hills aus gesehen

Christchurch ist die größte Stadt in der neuseeländischen Region Canterbury. Sie liegt am südlichen Ende der Pegasus Bay in der Mitte der Ostküste auf der Südinsel zwischen Banks Peninsula und den Canterbury Plains. Die Stadt reicht im Osten bis zu den Vororten an den Pazifischen Ozean, die auf dem Brighton Spit liegen. Dieser trennt das Ästuar Avon Heathcote Estuary mit den Flussmündungen von Avon und Heathcote River vom Pazifik. Im Süden und Südosten reicht die Stadt bis zu den Vulkanausläufern der Port Hills und im Norden bis an den Waimakariri River. Das Umland erstreckt sich noch weiter ins Landesinnere.

Nach einer Volksabstimmung im November 2005 schloss sich am 6. März 2006 der bis dahin bestehende Distrikt Banks Peninsula mit den Orten Akaroa, Lyttelton und Diamond Harbour dem Stadtgebiet von Christchurch an. Infolge dieser Eingliederung wurde Christchurch nach Dunedin und vor Upper Hutt zum flächenmäßig zweitgrößten Stadt-Distrikt in Neuseeland. Das vom Christchurch City Council verwaltete Gebiet grenzt im Norden an den Waimakariri-Distrikt, im Westen an den Selwyn-Distrikt und im Osten an den Pazifischen Ozean. Nahe gelegene Orte sind Kaiapoi, Rangiora, Lincoln, Rolleston, Prebbleton und West Melton.

Christchurch ist in mehrere Stadtteile untergliedert (alphabetisch sortiert):

  • Addington, Aranui, Avondale, Avonhead, Avonside
  • Beckenham, Belfast, Bexley, Bishopdale, Bromley, Brooklands, Bryndwr, Burnside, Burwood
  • Casebrook, Cashmere
  • Dallington
  • Fendalton, Ferrymead
  • Halswell, Harewood, Heathcote Valley, Hillmorton, Hillsborough, Hoon Hay, Hornby, Huntsbury
  • Ilam, Islington
  • Linwood
  • Mairehau, Marshland, Merivale, Middleton, Mount Pleasant, Murray Aynsley
  • New Brighton, Northwood
  • Oaklands, Opawa
  • Papanui (Papanui Highschool), Parklands, Phillipstown
  • Redcliffs, Redwood, Regents Park, Riccarton, Richmond, Russley
  • St Albans, St Martins, Shirley, Sockburn, Somerfield, South Brighton, Southshore, Spencerville, Spreydon, Strowan, Sumner, Sydenham
  • Templeton
  • Waimairi Beach, Waltham, Westmoreland, Wigram, Woolston
  • Yaldhurst

Klima[Bearbeiten]

Die Küste vor Christchurch

In Christchurch herrscht ein ozeanisches Klima. Der Januar ist der wärmste und sonnenreichste Monat des Jahres mit einer durchschnittlichen Temperatur von 17,4 °C bei einem durchschnittlichen Minimum von 12,2 °C und einem durchschnittlichen Maximum von 22,5 °C sowie etwa 7,7 Sonnenstunden am Tag (= 2810.5h). Der Juli hingegen ist der kälteste und regenreichste mit einer durchschnittlichen Temperatur von 6,6 °C bei einem durchschnittlichen Minimum von 1,9 °C und einem durchschnittlichen Maximum von 11,3 °C sowie einem durchschnittlichen monatlichen Niederschlag von 79 mm an etwa neun Regentagen (mit mindestens 1 mm Niederschlag) im Monat. Auch die relative Luftfeuchtigkeit ist im Juli am höchsten mit einem mittleren Wert von 87,3 %.

Im Sommer bleibt die gefühlte Temperatur in der Regel bei moderaten Werten, dank einer häufigen Meeresbrise aus Nordost. Bemerkenswert ist auch der Nor'wester, ein heißer Föhn. Schneefall im Winter ist nicht unüblich, aber selten. Die Anzahl der Tage mit Bodenfrost liegt bei durchschnittlich 70 im Jahr mit einem Häufigkeitsschwerpunkt von monatlich etwa 16 zwischen Juni und August.[1]

Die höchste gemessene Lufttemperatur im Zeitraum zwischen 1971 und 2000 liegt bei 41,6 °C, die niedrigste bei −7,1 °C.[2]

Christchurch
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
42
 
23
12
 
 
39
 
22
12
 
 
54
 
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11
 
 
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18
8
 
 
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5
 
 
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2
 
 
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11
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69
 
12
3
 
 
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15
5
 
 
53
 
17
7
 
 
44
 
19
9
 
 
49
 
21
11
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: NIWA National Institute of Water and Atmospheric Research
Max. Temperatur;[3] Min. Temperatur;[4] Temperatur;[5] Niederschlag;[6] Sonnenstunden;[7] Regentage;[8] Luftfeuchtigkeit[9]
Die Daten sind mittlere monatliche Werte für die Periode 1971–2000, Sonnenstunden im Monat wurden mit dem Faktor 30 auf Sonnenstunden am Tag umgerechnet.
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Christchurch
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 22,5 22,2 20,4 17,8 14,6 11,7 11,3 12,4 14,9 17,4 19,2 21,2 Ø 17,1
Min. Temperatur (°C) 12,2 12,1 10,6 7,7 4,5 2,1 1,9 2,9 5,1 7,2 8,9 10,9 Ø 7,2
Temperatur (°C) 17,4 17,1 15,5 12,8 9,6 6,9 6,6 7,7 10,0 12,3 14,0 16,0 Ø 12,1
Niederschlag (mm) 42 39 54 54 56 66 79 69 47 53 44 49 Σ 652
Sonnenstunden (h/d) 7,7 6,5 6,1 5,4 4,7 4,0 4,1 4,9 5,5 6,6 7,2 7,4 Ø 5,8
Regentage (d) 6 6 6 7 7 9 9 8 7 7 7 7 Σ 86
Luftfeuchtigkeit (%) 72,9 79,7 79,0 83,2 85,6 87,0 87,3 85,0 78,7 73,5 71,9 71,5 Ø 79,6
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
22,5
12,2
22,2
12,1
20,4
10,6
17,8
7,7
14,6
4,5
11,7
2,1
11,3
1,9
12,4
2,9
14,9
5,1
17,4
7,2
19,2
8,9
21,2
10,9
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: NIWA National Institute of Water and Atmospheric Research
Max. Temperatur;[3] Min. Temperatur;[4] Temperatur;[5] Niederschlag;[6] Sonnenstunden;[7] Regentage;[8] Luftfeuchtigkeit[9]
Die Daten sind mittlere monatliche Werte für die Periode 1971–2000, Sonnenstunden im Monat wurden mit dem Faktor 30 auf Sonnenstunden am Tag umgerechnet.

Demographie[Bearbeiten]

Beim Zensus 2013 wurden 341.469 Bewohner gezählt.[10]. Damit ist die Stadt nach Auckland die zweitgrößte Neuseelands und die größte auf der Südinsel. Das Umland ist hingegen das bevölkerungsmäßig drittgrößte im Land, hinter Auckland und Wellington.

Der Akaroa Harbour auf der Banks Peninsula, südöstlich von Christchurch

Bevölkerungsentwicklung

  • 344.100 2004
  • 348.435 2006 [11]
  • 390.300 2010 [12]
  • 341.469 2013 [10]

Ethnische Zusammensetzung (Stand 2006):[11][13]

(Die Addition der Prozentzahlen ergibt mehr als 100 %, da sich einige Befragte mehr als einer ethnischen Gruppe zugeordnet haben. Bei den New Zealandern handelt es sich mehrheitlich um europäische Neuseeländer, die sich selbst so bezeichnet haben.)

Geschichte[Bearbeiten]

Christchurch im Jahre 1913, aufgenommen vom Turm der Christ Church Cathedral

Anhand archäologischer Funde in einer Höhle an den Redcliffs vermutet man eine erste Besiedlung durch Stämme von Moa-Jägern in der Gegend um Christchurch. Mündliche Überlieferungen unter den Māori erzählen von Menschen, die dort schon um 1000 n. Chr. lebten. Diesen ersten Bewohnern folgten die Waitaha, von denen man annimmt, dass sie im 16. Jahrhundert von der Ostküste der Nordinsel hierher übersiedelten. Weitere Stämme wie die Kāti Mamoe und Ngai Tahu folgten bis etwa 1830.

Auch wenn schon vor 1830 vereinzelt europäische Siedler in der Gegend wohnten, so kam der erste größere Schwung Europäer am 16. Dezember 1850 an, als die First Four Ships, gechartert von der Canterbury Association, im Lyttelton Harbour einliefen. Diese vier Schiffe hießen Randolph, Charlotte Jane, Sir George Seymour und Cressy.

Kapitän Thomas, der Landvermesser der Canterbury Association, vermaß die gesamte Gegend. Im Dezember 1849 gab er den Bau einer Straße von Port Cooper, dem späteren Lyttelton, über Sumner nach Christchurch in Auftrag. Dieses Vorhaben drohte beinahe zu scheitern, da eine steile Passage über den Hügel zwischen dem Hafen und dem Heathcote-Tal angelegt werden musste, um zu der vorgesehenen Siedlung zu gelangen. Dieser Pfad wurde als Bridle Path (Zaum-Pfad) bekannt, da er so steil war, dass die Pferde am Zaum geführt werden mussten. In den frühen 1960er Jahren wurde an dieser Stelle ein Straßentunnel angelegt. Heute verläuft dort der State Highway 73.

Waren, die zu schwer oder zu sperrig für die Packpferde waren, wurden mit kleinen Segelbooten die acht Meilen an der Küste entlang und die Flussmündung landeinwärts nach Ferrymead verschifft. Neuseelands erste öffentliche Eisenbahnstrecke fuhr ab 1863 von Ferrymead nach Christchurch. Noch heute erinnert der Ferrymead Heritage Park an die Verkehrswege dieser Zeit. Wegen der Gefahren auf dem Bridle Path sowie auf dem Seeweg wurde zwischen Lyttelton und Christchurch ein Eisenbahntunnel angelegt, der 1876 eröffnet wurde.

Basis des US-Antarktis-Programms im International Antarctic Centre

Die Stadtrechte bekam Christchurch am 31. Juli 1856, weshalb sie die älteste Stadt Neuseelands ist. Benannt ist sie nach dem Oxforder College Christ Church. Viele der neugotischen Gebäude des Architekten Benjamin Mountfort sind aus dieser Zeit.

Christchurch spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte der Antarktis-Expeditionen. Sowohl Robert Falcon Scott als auch Ernest Shackleton benutzten den Hafen von Lyttelton als Ausgangspunkt ihrer Reisen. Eine Statue von Scott, angefertigt von seiner Witwe Kathleen Scott, in der Innenstadt erinnert daran.

Der internationale Flughafen von Christchurch dient heute noch für italienische und amerikanische (Operation Deepfreeze) Antarktis-Programme als Ausgangspunkt. Das International Antarctic Centre bietet sich als Basislager aber auch als Museum und Besucherzentrum an.

Am 18. November 1947 ereignete sich in Christchurch die schlimmste Brandkatastrophe in der Geschichte Neuseelands, als ein Bürogebäude Feuer fing und 41 Personen in den Flammen starben.[14]

1974 war Christchurch Gastgeber der British Commonwealth Games.

Erdbeben[Bearbeiten]

Beim Erdbeben 2011 zerstörtes Gebäude in der Bealey Avenue, Christchurch-Zentrum
Wegen Erdbebenschäden gesperrte "Red zone" in der Innenstadt (rot schraffiert, Stand: April 2012)
Hauptartikel: Darfield-Erdbeben von 2010

Am 4. September 2010 um 4:35 Uhr (Ortszeit) wurde Christchurch von einem Erdbeben der Stärke 7,1 MW heimgesucht. Mehrere Häuser wurden beschädigt, Menschenleben waren nicht zu beklagen. Das Epizentrum des Bebens, welches unter dem Namen Darfield-Erdbeben in die Stadtgeschichte einging, lag nach Angaben der staatlichen Erdbebenwarte GeoNet rund 40 Kilometer westlich der Stadt nahe Darfield und dessen Hypozentrum in rund 10 Kilometern Tiefe.[15]

Am 22. Februar 2011 ereignete sich um 12:51 Uhr (Ortszeit) erneut ein schweres Erdbeben, diesmal mit der Stärke 6,3 MW. Da das Epizentrum des Bebens nur zehn Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum entfernt und das Hypozentrum in nur fünf Kilometern Tiefe lag, richtete es dieses Mal wesentlich größere Schäden an als das Beben im September 2010.[16] Etliche Gebäude stürzten ein, wobei das Stadtzentrum am stärksten betroffen war. Nach offiziellen Angaben kamen 185 Menschen ums Leben.[17] Allein beim Einsturz des regionalen Fernsehsenders Canterbury Television starben 115 Personen.[18] Unter den erheblich beschädigten Gebäuden befanden sich auch viele denkmalgeschützte historische Bauten, wie zum Beispiel der Kirchturm der Christ Church Cathedral und Teile der Cathedral of the Blessed Sacrament. Gerry Brownlee, Minister für Earthquake Recovery erklärte am 7. März, dass man Teile von Christchurch wohl aufgeben müsse und bis zu 10.000 Wohnhäuser abgerissen werden müssten. Schätzungen gehen ferner davon aus, dass etwa 100.000 Wohnhäuser reparaturbedürftig sind.[19] Infolge des Erdbebens verließen innerhalb einer Woche nach dem Beben schätzungsweise rund 70.000 Menschen die Stadt.[20]

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Der Flughafen von Christchurch

Die regionale Wirtschaft basierte früher auf der Landwirtschaft der Canterbury Plains. Im Umland wurde hauptsächlich Schaf- und Milchwirtschaft betrieben. Die frühe Gründung der University of Canterbury und die enge Zusammenarbeit von akademischen Institutionen mit regionalen Firmen förderte die Industrie. Die Region beherbergt heute eine Vielzahl von New Economy-Unternehmen.

Ein bedeutender Wirtschaftszweig ist der Tourismus. Die Nähe zu den Skigebieten und anderen Sehenswürdigkeiten in den Neuseeländischen Alpen und der Stadt selbst machen Christchurch attraktiv für einen Durchgangsaufenthalt vieler Touristen. Bei dem Erdbeben 2011 wurden jedoch zahlreiche Kulturdenkmäler zerstört oder beschädigt, andere liegen in der abgesperrten Innenstadt.

Christchurch ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt auf der neuseeländischen Südinsel. Der lange State Highway 1 führt an der Stadt vorbei und hat dort einen Abzweig zum State Highway 73.

Außerdem ist Christchurch an die Eisenbahnlinie South Island Main Trunk Railway angeschlossen, die die ganze Südinsel durchläuft. Der Streckenabschnitt nach Norden, die Main North Line, wird bis zur Kopfstation Picton regelmäßig vom TranzCoastal befahren. Die Main South Line verläuft in südlicher Richtung über Dunedin nach Invercargill. Bis zum Februar 2002 verkehrte auf diesem Teil des Railways der Southerner. Die Personenbeförderung wurde aus Effizienzgründen eingestellt, seitdem dient dieser Abschnitt nur noch dem Güterverkehr.

In Christchurch startet der TranzAlpine, der auf der Midland Line die Neuseeländischen Alpen überquert und die Stadt mit dem Zielbahnhof Greymouth an der West Coast verbindet. Die Strecke ist aufgrund ihres eindrucksvollen Verlaufs vor allem für den Tourismus von Bedeutung.

Eine weitere kurze Bahnlinie verbindet die Stadt durch den Lyttelton Rail Tunnel mit dem südlich gelegenen Lyttelton am Lyttelton Harbour und seinem Seehafen.

Die Stadt ist aus der Luft über den Christchurch International Airport sowohl aus dem asiatischen Raum als auch von Australien und Amerika aus zu erreichen.

Regierung[Bearbeiten]

Die lokale Regierung in Christchurch setzt sich wie folgt zusammen:

  • City Council, mit Bürgermeister und zwölf Stadträten, die in sechs Wahlbezirken gewählt werden.
  • Sechs Gemeindeausschüsse, für jeden Stadtbezirk einer, mit je drei Mitgliedern plus dem jeweiligen Stadtrat.
  • Canterbury Regional Council, mit vier Abgeordneten für Christchurch.
  • Canterbury District Health Board, mit fünf Mitgliedern für Christchurch.
  • District Councils in den umliegenden Gemeinden Banks Peninsula, Selwyn und Waimakariri.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Neben der Partnerschaft zur gleichnamigen Stadt in England unterhält Christchurch Partnerschaften zu fünf weiteren Städten und einer Region:

sowie eine Städtefreundschaft:

(Quelle unter[21])

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die neugotische anglikanische Christ Church Cathedral war Mittelpunkt der Stadt. Die Turmspitze aus Metall verdankte die Kathedrale den vielen Erdbeben, welche die frühere Steinkonstruktion mehrfach zum Einsturz brachten. Im letzten großen Erdbeben, am 23. Dezember 2011, wurde die Kathedrale aber so stark zerstört, dass ihr Abriss beschlossen wurde.[22]

Am Cathedral Square gelegen findet man das ehemalige Main Post Office, in dem bis zum letzten Erdbeben ein großes Tourismusbüro seinen Sitz hatte. Rund um die Kathedrale (Christ Church Cathedral) liegt die Innenstadt von Christchurch. Hier befanden sich die wichtigsten Geschäfte und ein großes gastronomisches Angebot. Der Cathedral Square und ein Großteil der Innenstadt sind derzeit gesperrt und somit für Besucher nicht zugängig, die meisten Geschäfte sind in behelfsmäßigen Containern an der Cashel Street untergebracht.

Die römisch-katholische Cathedral of the Blessed Sacrament wurde zwischen 1901 und 1905 im Neorenaissancestil erbaut. Die Kirche wurde in den Erdbeben schwer beschädigt und die Zukunft des Gebäudes ist noch nicht entschieden.

Im alten Universitätsviertel befindet sich jetzt das so genannte Arts Centre mit vielfältigen kulturellen Angeboten vom Kino bis zum Kunsthandwerk-Markt. Schräg gegenüber dem Arts Centre liegt die Art Gallery, deren Sammlung alte europäische Malerei bis hin zu interessanten Ausstellungen und Installationen neuseeländischer Künstler umfasst.

Ebenfalls in fußläufiger Entfernung befindet sich der botanische Garten. Von dort aus kann man auf dem Avon mit einem Kahn eine Bootstour durch den Park machen. Direkt am Rande des botanischen Gartens kann man kostenfrei das Canterbury Museum besuchen.

Eine Touristenattraktion ist zweifelsohne die restaurierte Straßenbahn, deren Geschichte bis ins Jahr 1880 zurückreicht und mit der man die Innenstadt im Sitzen erkunden kann. Der Betrieb läuft derzeit nur auf einem Teil der ursprünglichen Strecke.

Die größte Stadt auf der Südinsel Neuseelands begrüßt den Frühling, wenn die ersten Pfuhlschnepfen (Godwits) nach ihren Rekordflügen aus der Arktis kommend im seichten Mündungsgebiet der beiden Flüsse Heathcote und Avon landen. Sobald die ersten der 40 Zentimeter großen Zugvögel am Strand gesichtet werden, läuten die Glocken der Kathedrale am nächsten Tag um 12 Uhr Mittag Sturm. Jeden Herbst werden sie liebevoll verabschiedet. Vor der Abreise pilgern ganze Scharen von Vogelfreunden an den Strand, wo ein Maori-Priester die Pfuhlschnepfen vor der langen Reise segnet.[23]

Ebenfalls im Zentrum befindet sich die Bridge of Remembrance, ein Denkmal für die neuseeländischen Kriegstoten des ersten Weltkrieges.

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Christchurch.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter:

Personen mit Beziehung zur Stadt:

  • Elizabeth McCombs (1873–1935), Politikerin und erste Frau, die in das Parlament von Neuseeland gewählt wurde

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mean Number of Days of Ground Frost. NIWA Climate Data, 2. März 2011, abgerufen am 28. August 2012 (HTML, englisch, Originalwebseite nicht mehr verfügbar, Link auf WaybackMachine vom 24. Mai 2010).
  2. Summary Climate Information. NIWA Climate Data, 2. März 2011, abgerufen am 28. August 2012 (HTML, englisch, Originalwebseite nicht mehr verfügbar, Link auf WaybackMachine vom 24. Mai 2010).
  3. Mean Daily Maximum Air Temperature. NIWA Climate Data, 2. März 2011, abgerufen am 28. August 2012 (HTML, englisch, Originalwebseite nicht mehr verfügbar, Link auf WaybackMachine vom 24. Mai 2010).
  4. Mean Daily Minimum Air Temperature. NIWA Climate Data, 2. März 2011, abgerufen am 28. August 2012 (HTML, englisch, Originalwebseite nicht mehr verfügbar, Link auf WaybackMachine vom 24. Mai 2010).
  5. Mean Monthly Air Temperature. NIWA Climate Data, 2. März 2011, abgerufen am 28. August 2012 (HTML, englisch, Originalwebseite nicht mehr verfügbar, Link auf WaybackMachine vom 24. Mai 2010).
  6. Mean Monthly Rainfall. NIWA Climate Data, 2. März 2011, abgerufen am 28. August 2012 (HTML, englisch, Originalwebseite nicht mehr verfügbar, Link auf WaybackMachine vom 24. Mai 2010).
  7. Mean Monthly Sunshine. NIWA Climate Data, 2. März 2011, abgerufen am 28. August 2012 (HTML, englisch, Originalwebseite nicht mehr verfügbar, Link auf WaybackMachine vom 24. Mai 2010).
  8. [www.niwa.co.nz/__data/assets/file/0003/57639/wet.prn Mean Monthly Wet-Days.] NIWA Climate Data, 2. März 2011, abgerufen am 2. März 2011 (HTML, englisch, Link nicht mehr verfügbar, 28. August 2012).
  9. Mean Relative Humidity. NIWA Climate Data, 2. März 2011, abgerufen am 28. August 2012 (HTML, englisch, Originalwebseite nicht mehr verfügbar, Link auf WaybackMachine vom 24. Mai 2010).
  10. a b QuickStats About Christchurch City. Statistics New Zealand, 5. März 2013, abgerufen am 20. Januar 2014 (HTML, englisch).
  11. a b QuickStats About Christchurch City. Statistics New Zealand, 2. März 2011, abgerufen am 2. März 2011 (HTML, englisch).
  12. Subnational Population Estimates. Statistics New Zealand, 2. März 2011, abgerufen am 2. März 2011 (HTML, englisch).
  13. Statistics and facts on Christchurch. Christchurch City Council, 2. März 2011, abgerufen am 2. März 2011 (HTML, englisch).
  14. Ballantynes Department Store Fire New Zealand History Online, abgerufen am 22. Februar 2011 (HTML, englisch)
  15. M 7.1, Darfield (Canterbury), September 4 2010. GeoNet - GNS Science, abgerufen am 15. Februar 2011 (HTML, englisch).
  16. 15 more earthquake victims named. New Zealand Herald - Online Edition, 6. März 2011, abgerufen am 6. März 2011 (HTML, englisch).
  17. Woman's death lifts earthquake toll to 185. stuff.co.nz, 10. Februar 2012, abgerufen am 12. Februar 2012 (HTML, englisch).
  18. List of deceased. stuff.co.nz, 8. September 2011, abgerufen am 22. November 2011 (HTML, englisch).
  19. Parts of Christchurch to be abandoned. Otago Daily Times, 7. März 2011, abgerufen am 7. März 2011 (HTML, englisch).
  20. Mayor puts number who have fled Christchurch at 70,000. Redio New Zealand, 2. März 2011, abgerufen am 6. März 2011 (HTML, englisch).
  21. Offizielle Website von Christchurch: Christchurch's International Relationships abgerufen am 24. März 2010.
  22. Christ Church Cathedral to be pulled down
  23. Frühlingsboten auf der Langstrecke - Der Ankunft der konditionsstarken Pfuhlschnepfen wird in Neuseeland mit Glockengeläut gefeiert. Berliner Zeitung vom 15./16. September 2007.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Christchurch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien