Holzbach (Elbbach, Gemünden)

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Holzbach
(Oberlauf: Seckbach)
Der Holzbach im NSG Holzbachdurchbruch

Der Holzbach im NSG Holzbachdurchbruch

Daten
Gewässerkennzahl DE: 258764
Lage Rheinland-Pfalz, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Elbbach → Lahn → Rhein → Nordsee
Quelle östlich von Rennerod auf der Westerwälder Basalthochfläche am Fuße des Ochsenberges
50° 36′ 45″ N, 8° 6′ 17″ O
Quellhöhe ca. 561 m ü. NN[1]
Mündung bei der Hammermühle südlich von Gemünden in den ElbbachKoordinaten: 50° 32′ 37″ N, 8° 0′ 58″ O
50° 32′ 37″ N, 8° 0′ 58″ O
Mündungshöhe ca. 247 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 314 m
Sohlgefälle ca. 24 ‰
Länge 12,9 km[2]
Einzugsgebiet 30,261 km²[2]

Der Holzbach ist ein etwa dreizehneinhalb Kilometer langer linker Zufluss des Elbbaches im Westerwald.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Holzbach entspringt auf der Westerwälder Basalthochfläche in einem Auwald am nordöstlichen Fuße des Ochsenberges, östlich von Rennerod. An seinem Oberlauf wird er auch als Seckbach bezeichnet. Er bewegt sich zunächst in Richtung Westen am Nordhang des Ochsenberges entlang. Nach gut einem Kilometer verlässt er den Wald und setzt seinen stark begradigten Lauf durch Felder und Wiesen fort. Kurz bevor er Rennerod erreicht, wendet er sich nach Südwesten und fließt am Ostrand des Ortes parallel zur Herborner Straße und passiert dann ab der Brunnenstraße teils verrohrt die Ortschaft. Sein Weg ist jetzt nach Süden ausgerichtet und wird hier kurze Zeit von der B 54 (Limburger Straße) begleitet. Er fließt nun am östlichen Ortsrand von Waldmühlen, wendet sich bei der Mühlenstraße scharf nach Südwesten und läuft dann am Südrand der Ortschaft entlang. Er unterquert die B 54, erreicht nach gut einem Kilometer den Ortsrand von Seck und passiert anschließend den Süden des Ortes. Am Ortsausgang verstärkt ihn auf seiner rechten Seite der Wesbach. Der Holzbach wechselt seine Fließrichtung wieder nach Süden und wird nach gut zwei Kilometern auf seiner linken Seite vom Mausbach gespeist. Der Er schlängelt sich nun südwestwärts, fließt an dem urkundlich seit 1212 belegten Hofgut Dapprich[3] vorbei und erreicht danach das seit 1929 ausgewiesene Naturschutzgebiet Holzbachdurchbruch, auch Holzbachschlucht genannt. Dort hat der Bach im Laufe der Zeit eine über 1,5 Kilometer lange und bis zu 30 Metern tiefe Schlucht in den Basalt gegraben. Von steilen Felswänden eingezwängt, muss er sich hier zwischen großen Felsen um umgestürzte Bäume winden. Seine Ufer säumen vorwiegend Eschen, Ulmen und Ahornbäume. Bei der Lochmühle verlässt der Holzbach das Naturschutzgebiet wieder und fließt in Richtung Süden an der Lexenmühle vorbei. Er meidet dabei Gemünden, indem er den Ort weiträumig von Osten am westlichen Hangfuß des Hohen Hahnscheids (433 m ü. NN) entlang umfließt. Sein Weg führt dabei an der Hessenmühle und der Neumühle vorbei, für beide zweigt jeweils ein Mühlgraben ab. Wenig unterhalb der Neumühle stößt auf seiner rechten Seite südwestlich des Galgenbergs der Keilbach zu ihm. Der Holzbach kreuzt dann noch die L 288 und mündet schließlich bei der Hammermühle in den Elbbach.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flusssystem Elbbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biosphäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet Holzbachdurchbruch ist ein wertvolles Biotop. So gedeihen dort u. a. Buschwindröschen, Scharbockskraut und Lerchensporn. An seltenen Vögeln kann man den Eisvogel, die Misteldrossel, die Wasseramsel und den Buntspecht beobachten und auch Dachs und Ringelnatter trifft man dort an.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  2. a b GeoExplorer der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz (Hinweise) (Abfrage am 20. November 2010)
  3. Hofgut Drappreich
  4. Die Natur im Westerwald Bachrauschen im Frühling

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedel Hans-Josef Dapprich: Von Hofleuten, Schöffen, Bürgern u. Bauern: Das Geschlecht "der von Dapprechtingen" und die Geschichte des Hofgutes Dapprich (bei Seck) seit der ersten urkundlichen Erwähnung anno 1212 p.Chr.n. In: Der Westerwald. Band 87, Nr. 1, 1994, S. 13–14.