Homosexualität in Turkmenistan

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Geografische Lage von Turkmenistan

Homosexuelle Handlungen unter Männern sind in Turkmenistan strafbar und können nach § 135 des turkmenischen Strafgesetzbuches aus dem Jahr 1997 mit bis zu zwei Jahren Haft geahndet werden. Entsprechend existiert keine öffentliche homosexuelle Szene im Land. Der Umgang mit homosexuellen Handlungen unter Frauen wird im Gesetz nicht erwähnt. Gesellschaftlich gilt Homosexualität als geächtet.[1] Aufgrund der Verfolgung, existieren Flüchtlingsbewegungen in das benachbarte und liberalere Kirgistan.[2]

Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wurde von Erpressungen homosexueller Männer seitens der Polizei berichtet.[3]

Internationale Reaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forderungen nach einer Entkriminalisierung erhoben beispielsweise die deutschen Abgeordneten Holger Haibach (CDU), Angelika Graf (SPD) und Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) auf einer Delegationsreise des Menschenrechtsausschusses im April 2007. Der turkmenische Außenminister Raşit Meredow schloss eine Entkriminalisierung jedoch aus und erwiderte, dass Homosexualität der turkmenischen Kultur widerspreche.[4]

Ebenfalls im Jahr 2007 erhielt eine Lesbe aus Turkmenistan Asyl in den USA.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Corporate report, Turkmenistan - Country of Concern, Foreign & Commonwealth Office
  2. Kyrgyzstan: Focus on gay and lesbian rights
  3. World Report 2013, Human Rights Watch
  4. Düstere Zeiten für Homosexuelle in Turkmenistan, Pressemitteilung von Volker Beck, 5. April 2007
  5. Lesbian From Turkmenistan Wins Asylum In US, 3. Mai 2007